Neun Punkte gegen schlechtes Webdesign

Verfasst am 22. Mai 2007 von .

sitepronewsGestern fand ich auf SiteProNews einen Neun-Punkte-Plan zur Verbesserung von Websites. Der Originaltitel lautet 9 Ways to Improve Bad Website Design und wurde von Ayat Shukairy verfasst.

Das Fazit vorab: Wer die genannten Neun Punkte beachtet, ist mit Sicherheit auf einem guten Weg, seine Website besser zu machen. Viele der genannten Punkte werden oft nicht beachtet.

  1. Balance zwischen Texten und Bildern halten
  2. Einfache Gestaltung – Weniger ist mehr
  3. Schriftart, -größe und -anzahl beachten
  4. Hintergrund soll einfach und lesbarkeitsfördernd sein
  5. Bilder & Grafiken: nur Notwendiges; Downloadzeiten beachten
  6. Klarheit der Navigation; Wichtiges gehört nach links
  7. Lesbarkeit des Texts vereinfachen; Text strukturieren
  8. Scrolling vermeiden (insbesondere horizontal)
  9. Ladezeiten der Seiten optimieren

Nachfolgend nun meine persönliche Übersetzung nebst Anmerkungen:

Ausgewogene Balance

Wenn User auf eine Seite kommen, liegt ihr Fokus zuerst in der oberen linken Ecke und schwebt von dort nach rechts. Im Gegensatz, zu dem was viele denken, ist der User mehr auf den Text fokussiert als auf Grafiken und Bilder. Man muss also eine Balance von Bildern und Text finden, sodass die Seite anziehend ist, Texte einfach zu lesen und Einzelteile einfach zu finden sind. Ein gutes Layout hilft bei der Übersichtlichkeit der Seite.

Mh…Nicht wirklich neue Erkenntnisse bzw. sehr wenig konkret. Und das ein gutes Layout über viele Dinge hinweg hilft, darauf muss man erstmal kommen. 😉

Einfache Gestaltung

Weniger ist mehr. Säubern sie ihre Seite indem sie alle nicht benötigten visuellen Elemente entfernen. Damit erreichen sie, dass wichtige Botschaften besser zur Geltung kommen. Lassen sie etwas Raum auf ihrer Seite, dass gibt das Gefühl der besseren Übersichtlichkeit. Zudem überfordern sie ihre Leser mit zu vielen Informationen und hastiges Hin- & Herschauen der Leser kann durch Reduzierung auf das Wesentliche vermieden werden.

Okay.

Schriftformatierung

Schriftart und Schriftgröße tragen mit dazu bei, dass die Information besser gelesen werden kann.
Welche Schriftart sollte man benutzen? San-serif sowie Arial und Verdana sind weit verbreitet und eine gute Wahl. Die Schriftgröße sollte nicht kleiner als 10 und nicht größer als 14 gewählt werden. Man will ja nicht, dass der Leser sich in die Ecke vom Raum bzw. an den Monitor setzen muss, um Ihre Seite gut zu erkennen.

Hier sollte man noch klar stellen, dass die Schriftgröße bei Logos, Überschriften und Slogans selbstverständlich größer gewählt werden darf. 🙂 Weiterhin gilt es zu beachten, dass man nicht mehr als zwei verschiedene Schriftarten verwenden sollte, da die Seiten sonst schnell unruhig und unprofessionell wirken.

Makelloser Hintergrund

Hintergrundtexturen und -farben sollen im Einklang mit der gesamten Website stehen. Lose Texturen und Grafiken im Hintergrund können ablenken. Zu viele Texturen lenken den Leser vom eigentlichen Inhalt ihrer Seite ab. Wenn man sich für eine Hintergrundfarbe entscheidet, sollte man darauf achten, dass die Farbe mit dem Text in einem guten Kontrast steht. Mit schwarzem Text auf weißem Hintergrund kann man nix verkehrt machen. Vorsichtig muss man sein, wenn man andere Farben verwendet. Geringe Kontraste verursachen Sichtermüdung und der Leser verliert den Fokus auf den Text.

Auch klar. Grüne Schrift auf hellgrünem Hintergrund scheint keine sinnvolle Kombination. Auch in punkto Barrierefreiheit sollte man hier darauf achten das es beispielsweise für Menschen mit Rot-Grün-Blindheit nicht möglich sein wird, rote Schrift auf grünem Grunde zu lesen (umgekehrt natürlich auch).

Bilder & Grafiken

Oft werden zu viele Grafiken auf einer Webseite platziert. Das gibt für die Besucher nicht nur ein großes Wirrwar und es macht auch keinen Sinn. Hier werden nur die Downloadzeiten erhöht. Hier ein paar Beispiele, wie man die Benutzerfreundlichkeit der Webseite durch die Benutzung von Grafiken erhöhen kann:

  • Logo: Das ist ihr Markenzeichnen und erhöht den Wiedererkennungswert
  • Title-Leiste: Hier informieren sie ihre Leser, was sie finden können
  • Horizontale Linien: Grafische Linien werden oft benutzt, um Abgrenzungen zwischen Kategorien herzustellen.
  • Hintergrundbilder: Werden verwendet für den optischen Einklang oder für eine bessere Navigation
  • Fotos: Macht eine Seite persönlicher und wirkt einladend
  • Navigationselemente: Wie z.B. “Home” oder “Zurück”-Buttons sind bekannt und die Leser wissen, was sie erwartet

Okay. Kann ich mitgehen. 🙂

Einfache Navigation

Entwerfen sie ihre Navigationsleiste so, dass sie einfach zu navigieren ist. Setzen sie die Leiste in einen Bereich, der auch sinnvoll ist.
Die meisten Leser suchen Navigationsleisten im oberen Bereich und gehen mit ihren Blicken auf der linken Seite nach unten. Wenn sie die Norm einhalten, schafft das Vertrautheit und erleichtert die Mühelosigkeit der Navigation. Vergessen sie nicht einen Link zur Startseite. Das wird häufig vergessen, ist aber sehr wichtig, um die User problemlos zum Ausgangspunkt der Webseite zu führen.

Da oft wenige Sekunden bleiben, um neue Nutzer auf der Seite zu halten, ist es wirklich ratsam, die Norm einzuhalten. Eine Anordnung der Navigation auf der rechten Seite bietet sich dann an, wenn sich die für den Nutzer wichtige Information auf der linken Seite wieder findet. Gerade bei Blogs ist die rechtsseitige Navigation Standard.

Leserlicher Text

Machen sie Ihre Seite gut lesbar. Teilen sie lange Texte in kurze Abschnitte ein.

  • Benutzen sie Schlüsselwörter und bilden sie Überschriften und Unterüberschriften.
  • Nur max. zwei Schriftarten benutzen. Eine für die Überschrift und eine für den Text
  • Heben sie Schlüsselwörter und Phrasen hervor, indem man eine andere Farbe benutzt oder diese fett gestaltet

Dem gibt es nichts hinzuzufügen.

Bildschirmscrollen

Sie sollten unbedingt horizontales Scrollen vermeiden, dass verwirrt ihre Leser. Vertikales Blättern ist besser, aber größere Blöcke sollten lieber auf mehrere Seiten ausgelagert werden. Denn wenn sich ein Leser dazu entscheidet nicht nach unten zu blättern, fehlen ihm wichtige Informationen.

Yes! Genau. 🙂

Ladezeiten optimieren

Wir alle kennen es, wenn man ungeduldig vor dem Rechner sitzt und die Website lädt und lädt. Sie sollten sicherstellen, dass ihre Seiten so schnell wie möglich laden. Entfernen sie unnötige Grafiken, besonders Flash-Grafiken sind sehr zeitaufwendig. Hinterlassen sie einen guten Eindruck, indem sie ihre Ladezeiten optimieren.

Durch die Breitbandtechnik ist hier natürlich mittlerweile der Spielraum deutlich erhöht. Man sollte sich ruhig einmal hinsetzen und mit der Stoppuhr die Zeit des Seitenaufbaus für unterschiedliche Bandbreiten messen. Auch sollte man dabei mit einbeziehen, für welche Zielgruppe(n) die Webseiten sind. Es kann durchaus möglich sein, dass die Zielgruppe nur über ISDN-Anschlüsse verfügt.

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Kategorie: Design & Usability


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