Telebid: Pulse rauf Preis runter

Verfasst am 27. Juni 2007 von .

tblogo.jpgBei meinen Wanderungen durchs Internet bin ich auf eine sehr erstaunliche Website gestoßen: Telebid.de .

Die Website bannte mich aus irgendeinem Grund. Daher hier an dieser Stelle meine Sicht auf das, was dort passiert:

Was ist Telebid?

Auf Telebid.de werden Produkte aus einer Mischung aus Spannung, Strategie und Spaß weit unter Ladenpreis versteigert. Jede Live-Auktion startet bei 0,00 €, jedes Gebot kostet den telebid-Nutzer 0,50 € und erhöht den Auktions-Preis um 0,10 €. Ein festgelegter Countdown von momentan 40 Sekunden sorgt während der Auktion für anhaltende Spannung. Wird während des Countdowns kein weiteres Gebot abgegeben, ist die Auktion beendet und der Höchstbietende erhält den Zuschlag. Ziemlich simple, wie ich finde.

So war es bereits schon möglich einen nagelneuen BMW 318i Touring für gerade mal 966,70 € oder ein neues Sony Laptop für 118,10 € zu bekommen.

tele-auto.jpg

Aber: Wie funktioniert das Geschäftsmodell dahinter?

Das Geschäftsmodell von Telebid.de ist einfach aber genial und basiert auf zwei Wegen:

  • Einnahmen durch den Verkauf der Gebote: 0,50€ je Gebot
  • Einnahmen durch den eigentlichen Warenverkauf

Das Modell ist dabei so gerechnet, dass TeleBid bei einigen Auktionen kein Geld verdient, dafür bei anderen Auktionen etwas mehr, so dass im Durchschnitt ein positives Ergebnis erzielt wird. Manipulierbar wird es dadurch, als dass Telebid selbst auch bieten lassen könnte und damit die Einnahmen bis zum eigentlichen Einkaufspreis der Waren treiben könnte, um Verluste zu vermeiden.

Ein Beispiel zum Verständnis:

  • End-Gebot für einen 19 Zoll TFT-Bildschirm: 35€
  • Einnahmen durch Gebote: 35€/0,10€ = 350Gebote á 0,50€ = 175€
  • Einnahmen durch Verkauf: 35€
  • Summe der Telebid-Einnahmen: 210 €

Am 1.Juli startet Telebid.de wieder mal eine Autoaktion. Zu ersteigern gibt es ein VW EOS, der genau das richtige für den Sommer ist. Das Beste, der Auktionsendpreis ist geschenkt, d.h. der Auktionsgewinner muss den Endpreis nicht bezahlen.

Risiken und Nebenwirkungen

Da ein Gebot 0,50€ kostet, hat das ganze schon irgendwie Glücksspiel-Charakter und es bleibt zu bezweifeln, inwieweit das Geschäftsmodell für Deutschland tragbar bleibt. Das Suchtpotenzial scheint sehr hoch und die Anziehungskraft auf Glücksspieler gegeben.

Ich bin gespannt – wie immer – ob hier nicht die Staatliche Aufsicht dem Ganzen einen Riegel vorschieben wird. Zur Zeit ist jedoch noch alles möglich und wer natürlich das nötige Kleingeld hat, kann schon mal ein paar Gebote abgeben Aber immer schön an den 40-Sekunden-Countdown denken, sonst wird es nix mit dem flotten Kabrio! 😉

Zur Anmeldung und Website geht’s hier !

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5 Reaktionen zu “Telebid: Pulse rauf Preis runter”

  1. Frank

    Am 27. Juni 2007 um 20:08 Uhr

    Hätte das hier nicht besser als Anzeige markiert werden sollen?

  2. Christian Grötsch

    Am 28. Juni 2007 um 08:36 Uhr

    Hmm jetzt wo dus sagst, klingt wirklich irgendwie so. Wir denken darüber nach. 🙂

  3. Frank

    Am 28. Juni 2007 um 10:18 Uhr

    Es ist nicht der Artikel an sich. Sondern die Tatsache, dass Ihr einen Refer-Link benutzt. Positive Berichte für ein Webangebot sind völlig ok, denke ich. Wenn Ihr dann aber offensichtlich Geld mit Klicks bzw. Anmeldungen verdient, DANN denke ich, sollte man es als Anzeige markieren.

    Gruß

  4. Holger Weser

    Am 28. Juni 2007 um 11:20 Uhr

    stimmt – so besser… 🙂

  5. tobe

    Am 28. Juni 2007 um 13:10 Uhr

    und, schonmal mitgemacht bei tele bid? kannst uns ja mal deine erfahrungen schildern…

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