Technische Netzwerke als Wertschöpfungskette

Verfasst am 22. November 2007 von .

barcode.jpgKünftig sollen Mobil-Telefonierer ihr Handy auch dafür nutzen, sich über Produkte zu informieren. 2D-Barcodes, machen es in Zukunft möglich, automatisch die betreffende Internet-Seite anzusurfen, um sich dort, getreu dem Slogan … und das ist das Internet…, umfassend und weiterführend über das Produkt zu informieren. Zu finden sein können diese Barcodes überall:

auf Plakaten, direkt auf Produkten im Supermarkt, in Zeitschriften. Man muss sie mit dem Handy nur abfotografieren und los geht’s:

Mobile Networking

Damit wird der Kontakt zwischen Unternehmen und Kunden persönlicher. Leistungen wie digitale Inhalte (Spiele, Songs, Videos usw.), Informationen (News, Produktinfos und/oder Transaktionen wie Shopping, Videostreaming, Zahlungen usw. erregen direkte Aufmerksamkeit, sozusagen an Ort und Stelle – und führen im Idealfall zu Kaufabschlüssen.

Also ich sehe dann in der Welt solche Bar-Codes über die ich per Schnappschuss surfen kann, gesurft werde. Ich glaube das gefällt mir besser, als Verpackungsrückseiten zu studieren oder gar Schlangestehen an Markt-Kassen. Mit diesem Beispiel verdeutliche ich aber auch die neue Komplexität des Mobile-Marketings:

Der Wert einer Branche beschränkt sich nicht länger auf lineare zweidimensionale Schöpfungsketten. Der Wert des drahtlosen Marketings erschließt sich aus Konstellationen mehrerer strategischer Netzwerke.

Für mein Beispiel des Barcodes auf der Müsli-Kiste bedeutet das, dass die produzierende Marke oder dessen Händler definitiv Kundennähe aufbauen, aber über diese Aktion, noch keinen direkten Versandhandel abrechnen können weil ja dieser Service keine Online-Shopping-Transaktion zur Verfügung stellt, sondern einen Produkt-Service.

Warum macht Google eigentlich seinen Druck in Richtung umfassender Riese? Das Konzept aller mobilen Services (Mobilfunknetze und! W-Lan) beinhaltet immense Fähigkeiten und Möglichkeiten, gebündelt an oder abhängig von: Content-Anbietern, Serviceprovidern, Mobilfunk-Betreibern.

Traditionelle Marken, Inhalteanbieter und Marketing Agenturen werden dann in der Lage sein, die Mobilfunknetze für direkte Kundenansprche zu nutzen – und wenn das Handy eben zweimal klingelt! Im Namen des Onkel Google.

(noch keine Bewertung)
Loading...



2 Reaktionen zu “Technische Netzwerke als Wertschöpfungskette”

  1. Christian Grötsch

    Am 22. November 2007 um 14:18 Uhr

    Naja ich hab vor 4 Jahren meine Bachelorarbeit über mobile Coupons / location based services geschrieben und bin letztendlich zu dem Schluss gekommen, dass bei solcherlei Werbung die Aktion immer zwingend via Pull vom Konsumenten ausgehen muss. Automatische Push Werbung würde diese Werbeform binnen kürzester Zeit sterben lassen.

  2. Microsoft, Yahoo, Google ||| Handelskraft |||

    Am 5. Februar 2008 um 11:50 Uhr

    […] Microsoft braucht Reichweite im Internet. Yahoo ist das nächstliegende Ziel, um Google Herr zu werden. Google bläst zwar derzeit nur Zukunftsmusik (Wissensdatenbank, Energie, Umwelt, Telekommunikation…) aber dafür mächtig genug, um eines Tages vieles davon umzusetzen. Einige dieser Überlegungen würden eine Struktur wie zum Beispiel Yahoo zu nichts anderem als ein Content-Anbieter aus Webservices machen, der von Google als, sagen wir mal technischer Provider, abhängig wäre. Diese Szenario ist aber erst vorstellbar, wenn Google seine mobilen Services (Mobilfunknetze + W-Lan) ausgebaut hat. […]

Startseite zurück zur Startseite