Wieviel kostet eigentlich eine Druckerwalze?

Verfasst am 14. Januar 2008 von .

burda.pngDas Verlagshaus Burda ist meiner Meinung nach der Vortriebler in der Umstellung von Print auf Web mit einer Vorliebe für Communities. Man könnte den Eindruck haben, Burda sammelt Communities. Ich denke aber, dass hinter der Philosopie folgende Gedanken stecken, die ich glaube zu erkennen und mir erlaube hier niederzuschreiben:

Wir müssen uns damit abfinden, dass beim Schlagwort Monetarisierung von Coms die Schreie nach den Super-Werbeumsätzen verhallen werden, wie ich übrigens schon immer sagte, und zwar aus folgendem Grund:

Der Identifikationsgrad ist das Wichtige
Die Annahme, dass das Internet durch Nutzerprofile der Werbeindustrie den superqualifizierten Kundendatenstamm liefere, hat zwar absolut Gültigkeit – der Vorteil für die Werbeindustrie entsteht aber durch die THEMATISCHE Auseinandersetzung der Mitglieder. Je größer eine Community ist, wie zum Beispiel StudyVZ, scheint der Identifikations-Faktor (Motivation innerhalb der Mitgliedschaft) kleiner zu werden. Sicher sind viele drin, und warum? Weil sie Studenten sind? Nein! Weil sie Konversation mit Leidensgenossen betreiben wollen. Im Unterschied zur manch anderen, kleineren Community, scheint es aber keine ausreichende thematisch-inhaltliche Auseinandersetzung (womit auch immer) zu geben, die ja mit der Identifikation (womit auch immer) direkt zusammenhängt. Im Prinzip dürfte hier die Präsentation gegenüber Werbekunden nur demografisch und lokal sortiert sein. Aber die persönliche Präsentation von Werbekunden erfodert darüber hinaus ein Höchstmaß an emotionaler Übereinstimmung, die ich wiederum auf die Identifikation zurückführe.

Themenorientierte Services bewirken Identifikation
Burda setzt sich seinen Traffic aus mehreren Communities zusammen. Analog zu seinem Print-Portfolio gibt es mittlerweile BurdaFashion, Freundin, BurdaStyle und mit Max wird wohl das nächste Kind großgezogen. Alle bisherigen Coms sind mit Kooperationen ausgestattet, weil das dem User Content in die Hände gibt, um etwas tun zu können – Interessiert sich jemand konkret für Schnittmuster, findet er auf BurdaStyle vieles und viele für sich.

Das macht den Unterschied, finde ich.
Und hier wird Monetarisierung2.0 den Weg zum gesunden, stabilen, qualifizierten Verhältnis User-Werbung gehen – ohne Penetration.

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