Usability: Produkte finden – nicht suchen

Verfasst am 5. März 2008 von .

Einfach einkaufen geht über genussvolles Stöbern hinaus: Zeitsparende und zielgenaue Suchfunktionen sind in Webshops verschieden aufwändig umgesetzt. Darüber hinaus entstehen mittels AJAX auch Webshops, die alternative und überaus innovative Sortiermöglichkeiten anbieten. Mein Lieblingsbeispiel hierfür ist Sqoops.de

Im Grunde sind es aber die Filter-Möglichkeiten jeder Suchfunktion, die eine erfolgreiche Produktsuche ermöglichen. Was eine hervorragende Suchfunktion vom herkömmlichen Standard unterscheidet, liegt im Detail.

Mein Produkt schnell finden

outdoortrends.pngUm ein ganz bestimmtes Produkt zu finden, bietet Outdoortrends.de einen brillant umgesetzten Produktfilter an, der alle möglichen Kriterien, die dem Kunden zur Selektion eventuell wichtig erscheinen, anbietet. Alle Kriterien können miteinander verbunden werden, ohne dabei den Content-Bereich für etwas anderes zu benutzen, als für die Anzeige der relevanten Produkte. Ich kann äußerst komfortabel nach Jacken in meiner Lieblingsfarbe in einem bestimmten Preissegment suchen und beispielhaft alles ausschließen, was kein Innenfutter und kein Goretex-Material verarbeitet hat.

Gefunden via: Shopbetreiberblog.

Selbst der neue Webshop von Otto.de, welcher auch eine äußerst breite Produktpalette anbietet, kann da mit seiner gebotenen Vielfalt von Verknüpfungen der Suchkriterien nicht mithalten. Man erkennt auch die Nachteile für die Produktdarstellung, wenn man auf die horizontale Darstellung von Suchkriterien zurückgreift, um durch Dropdown-Elemente, eine weitere Eingrenzung von Ergebnissen zu ermöglichen. Hier sind schnell Grenzen gesetzt:

otto.png

Suchen wirkt sich auf Zeit aus. Und auf Entscheidungen.

Wenn man gegebene Grenzen der gebrauchstauglichen Suchfunktion, wie im folgenden Beispiel, nun nicht überschreiten möchte, genügt jedoch eine Suche ohne nennenswerte Eingrenzungsmöglichkeiten nicht mehr aus. Der Kunde fühlt sich belästigt, da er meist schon Erfahrungen in mehreren Webshops sammelte. Am Beispiel Rucksack.de sieht man sehr schön, wie groß Optimierungsbedaf sein kann, bei einer sogenannten Kleinigkeit Suchfunktion. Fehlende Suchfilter überlassen dem Kunden hier bestenfalls die Qual der Wahl. Hier kann ich mir vorstellen den Überlick zu verlieren, bevor ich überhaupt dazu komme, meine Absichten abzustecken. Hier darf ich suchen:

rucksack2.png

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Kategorie: Design & Usability


5 Reaktionen zu “Usability: Produkte finden – nicht suchen”

  1. Markus

    Am 6. März 2008 um 00:22 Uhr

    HMM, ist mir aus dedm Herzen gesprochen. Ich erlaube mir, auf unseren gerade lancierten Pflanzenfinder zu verweisen:
    http://www.lubera-rot.ch/shop/pflanzenfinder_ch.html

    Eine Standalone-Version uner pflanzenfinder.com folgt in ca 2 Wochen

  2. Kai Henkel

    Am 6. März 2008 um 15:31 Uhr

    Markus grüß Dich, ist ziemlich cool der Pflanzenfinder 🙂
    auch wenn er kein separates Fenster öffnet. Müsste man mal überlegen, ob das noch besser wäre.

  3. Markus

    Am 7. März 2008 um 21:05 Uhr

    HMM, wir haben hier mal versucht, den Pflanzenfinder möglichst gut in die Seite zu integrieren, ich kann mir ein Produkt anschauen, es eventuell und hoffentlich bestellen und jederzeit über die Backtaste, über die Seitennavigation oben oder im Warenkorb über einen integrierten Pflanzenfinderlink wieder zum Finder zurückkehren. Dort wird selbstverständlich die letze Suche und deraktuelle Warenkorb angezeigt.

    Was hättest Du Dir hier als Fenster vorgestellt: Alles oder nur die Resultate? Oder was denn?

    Anders sieht es in der Baustelle zur Standalone-Version des Pflanzenfinders aus. Sie ruht momentan, da Sascha, der Entwickler am Surfen ist….(H2Omässig).

    Hier die Baustelle:
    http://www.lubera.ch/pflanzenfinder.html

    Hier arbeiten wir mit Fenstern, weil momentan ja der ‘neutrale’ Pflanzenfinder auf die Artikel und den Warenkorb von Lubera zurückgreift.

    Frage: Würdest Du hier auch die Suchresultate in einem Fenster darstellen?

    Eine weitere Frage stellen wir uns: Sollen wir für den stand-alone-Pflanzenfinder einen eigenen ‘Shop’ und Warenkorb schaffen, oder sollen wir auf die Lubera-Plattform zurückgreifen?

    Wir sind neugierig, und klauen – wie Du siehst – hemmungslos fremde, aber passende Ideen. Herzlichen Dank für den Slogan ‘Finden statt suchen’, den wir Dir verdanken! Aber er bescheibt wirklich ganz genau, was wir mit dem Ding erreichen wollen!

  4. Sascha Hertli

    Am 1. April 2008 um 16:22 Uhr

    Nur kurz als Update, http://www.pflanzenfinder.com ist jetzt online – Feedbacks sind immer willkommen!

  5. Christian Onnasch

    Am 3. April 2008 um 11:23 Uhr

    Na dann wünschen wir euch viel Erfolg!

    Die Seite gefällt mir eigentlich ganz gut. Ein Angebot von insgesamt 2254
    Pflanzen spricht ja erstmal für sich selbst.
    Auch die Suchmaske ist gelungen.

    Als kleines Feedback sei noch angemerkt, dass Ihr an der Suche aber vielleicht noch etwas frimmeln könnt. Denn wenn man beispielsweise nach Pflanzen mit blauen Blättern sucht, bekommt man 17 Resultate angezeigt, aber leider befinden sich dann doch kaum Pflanzen mit blauen Blättern dabei.

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