Eye-Tracking Alternative für lau

Verfasst am 12. Juni 2008 von .

Feng GuiBei dem Blog der User Interface und Usability Agentur Schroeder Wendt bin ich auf das noch recht neue Angebot Feng Gui gestoßen.

Dort kann man einen Screenshot von einer beliebigen Webseite hochladen, und bekommt dann auf Basis dieses Bildschirmfotos eine Heatmap erstellt. Die Heatmap soll Aufschluss darüber geben wie der Blickverlauf auf der jeweiligen Webseite ist und welche Gebiete den Nutzern dabei besonders stark ins Auge fallen. Der komplette Service ist erfreulicherweise kostenlos.

Möglich macht das ganze die Kombination von Algorithmen, die aus diversen neurologischen Untersuchungen und Eye-Tracking Studien abgeleitet wurden, mit einem Bildanalyseverfahren, das auf Kontrast, Hervorhebungen und Erkenntnissen zur menschlichen Wahrnehmung basiert.

Glaubt man den Angaben von Feng Gui erreichen die erstellten Heatmaps immerhin 70 % Übereinstimmung mit den Ergebnissen anerkannter Eye und Mouse Tracking Analysen. Hier kann man die Unterschiede zwischen den verschiedenen Analysemethoden begutachten. Ob das Tool wirklich das taugt was es verspricht sei mal dahingestellt, aber einem geschenktem Gaul… 🙂

Und so sieht die mit Feng Gui erstellte Heatmap für Handelskraft aus:

Handelskraft Feng Gui Heatmap

(1 Bewertung(en), Schnitt: 5,00 von 5)
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6 Reaktionen zu “Eye-Tracking Alternative für lau”

  1. Gulli

    Am 12. Juni 2008 um 14:59 Uhr

    geiles Tool! für lau!!! 🙂

  2. Marcus

    Am 12. Juni 2008 um 16:36 Uhr

    Hallo Marc!

    Ich finde das auffällige Banner schon einen kurzen Blick auf sich ziehen, das Gehirn aber gleichzeitig “Banner” signalisiert. Deshalb wird es dann oft aus Reflex (das nähere Betrachten bzw. anklicken) abgelehnt.

    Gruß!
    Marcus

  3. Marc

    Am 12. Juni 2008 um 15:36 Uhr

    Nett – wirklich! Bei den Websites fällt aber auf, dass Feng-GUI besonders Banner als high markert; tatsächlich aber beim Eye Tracking zu sehen ist, dass Banner-Blindness herrscht. Banner sind zwar sicher ohne besondere Zukunft, aber aktuell eben noch recht präsent. Daher: Absolut interessant, aber im Zweifelsfall IMHO mit Vorsicht zu genießen …

  4. Ron

    Am 13. Juni 2008 um 09:59 Uhr

    Interessante Software – man sollte jedoch die Ergebnisse nur als Anhaltspunkt sehen. Es eben dann doch nur eine Software und die Schlüsse die man daraus ziehen kann, sollten durch andere Verfahren verifiziert werden. Siehe meinem Vorredner – wenn der Banner grafisch aus dem Raster fällt, nimmt ihn die Feng Gui eher war.

  5. Pearl.de – Las Vegas unter den Onlineshops… ||| Handelskraft |||

    Am 21. Juli 2008 um 10:41 Uhr

    […] … könnte man meinen, so grell wie der Shop daherkommt, an kräftigen Farbtönen ist fast alles vorhanden. Vom blendenden Gelb über leuchtendes Rot bis hin zum satten Blau. Wer Grün mag muss etwas kürzer treten, denn so werden hier nur die „Klassiker!“ gelabelt. Zu den nach Aufmerksamkeit lechzenden Farben gesellt sich noch ein Textlaufband, in weiß/gelber Farbe auf rotem Hintergrund. Falls man Glück hat und über einen langen Bildschirm verfügt kann man sich auch noch durch blinkende Produktbanner ablenken lassen. Wie der Nutzer darauf reagiert kann man Dank Feng-Gui erahnen. […]

  6. Monika

    Am 22. Juli 2008 um 14:27 Uhr

    Also wenn ich der Heatmap Glauben schenken kann, dann werden eure Artikel gänzlich überlesen. Klingt nicht sonderlich positiv oder? Habe das Ding mal getestet und auch an anderen Formaten abseits des Webs ausprobiert und bin sehr skeptisch. Nach ca. 4 Monaten fast täglicher Arbeit an einem Eyetracker haben mich die Ergebnisse nicht überzeugt.
    Es gibt in Deutschland ein ähnliches Projekt, das mit weitaus mehr Auswertungsmöglichkeiten arbeitet und deren Ergebnisse näher an realen Eyetrackerergebnissen liegen als mit dem angpriesenen Tool.

    Prinzipiell aber gilt für Analysen solcher Art: Eyetracking sagt dir was angeschaut wird – warum und noch wichtiger – wie und inwiefern der Betrachter das betrachtete verarbeitet sagen dir andere Tools.

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