Studie: Handel verpennt aktuelle E-Commerce Trends

Verfasst am 29. August 2008 von .

Eine Vorabauswertung der ECC Handel Studie “Internet im Handel” zeigt, dass eine stetig wachsende Zahl deutscher Händler das Internet als Vertriebskanal nutzt.

Demzufolge sank binnen Jahresfrist der Anteil der Händler, die noch überhaupt keinen Umsatz über das Web generieren, im B-to-C-Bereich von 26,8 Prozent im Jahr 2007 auf jetzt 22,8 Prozent. Im Gegenzug stieg der Anteil der Händler, deren E-Commerce-Umsatz bereits über zehn Prozent ausmacht, drastisch an. 10,4 Prozent der Umfrageteilnehmer melden Internet-Umsatzanteile von zehn bis 25 Prozent (Vorjahr: 7,2 Prozent). Der Anteil der Händler, die über 25 Prozent ihres Umsatzes über das Web generieren, stieg noch stärker von 26,8 auf 32,1 Prozent.

Allerdings kommt die Studie auch zu dem Schluss, dass der deutsche Handel die Potentiale des modernen Internethandels nicht konsequent ausnutzt. Immerhin bekundeten knapp zwei Drittel der befragten Händler, ihre Website im vergangenen Jahr nicht an neue E-Commerce Trends, angepasst zu haben. Gerade mal 9,4 Prozent der Händler haben bereits interaktive Bewertungssysteme in ihren Shop integriert. Auch Tagging, RSS Feeds und Foren finden sich nur in einem verschwindend geringen Teil der Onlineshops wieder.

Es ist eigentlich nur schwer nachzuvollziehen warum trotz ständig steigender E-Commerce Umsätze, in den meisten Online Shops weiterhin lediglich digitale Verkaufsregale aufgestellt werden. Das Ziel der konstant steigenden Umsatzgenerierung wird ohne Weiterentwicklung zukünftig nur schwer zu verfolgen sein. Es wird Zeit das der deutsche Handel aufwacht und die Potentiale von Web 2.0 und Social Commerce konsequent nutzt. Ansonsten bleibt zu befürchten, dass der Handel nicht nur Weihnachten verpennt.

(5 Bewertung(en), Schnitt: 3,80 von 5)
Loading...



Eine Reaktion zu “Studie: Handel verpennt aktuelle E-Commerce Trends”

  1. Wolfgang

    Am 2. September 2008 um 10:44 Uhr

    Prinzipiell natürlich vollkommen korrekt – allerdings muss man auch sehen, welche Kunden man mit seinem Shop bedient. Da gibt es sicher Unterschiede in Nutzungsgewohnheiten und Kenntnissen von Web2.0-Features. Und ob man durch solche Funktionen steigende Umsätze erwarten darf, wage ich auch mal zu bezweifeln – und das ist leider häufig die Erwartung in Führungsetagen, wenn man solche neuen Featuren einbaut.

Startseite zurück zur Startseite