Produkt der Woche: Die elektronische Zeitung

Verfasst am 11. September 2008 von .

Das britische Unternehmen Plastic Logic präsentierte auf der Demo Fall 08 seine Vision des Lesens von Morgen: die bisher noch namenlose elektronische Zeitung. Bereits 2005 hatte man einen Prototypen vorgestellt.

Die Bildschirmdiagonale der elektronischen Zeitung misst knapp 27 Zentimeter (Display (schwarz-weiß): 21,6 x 28 cm) und ist damit fast doppelt so groß wie das Lesegerät Kindle von Amazon. Der Plastikbildschirm ist biegsam, da er etwas dünner als ein Papierblock ist. Für die Anzeige hat man sich für die bereits bei Sony und Amazon bewährte E-Ink-Technologie entschieden. Der Akku soll rund eine Woche lang bei Kräften bleiben.

Laut Plastic Logic ist das Gerät primär zur Darstellung von Geschäftsdokumenten gedacht, so unterstützt das Gerät Formate von Microsoft (Powerpoint, Word, Excel), sowie PDF-Dokumente. Allerdings könne man auch problemlos verschiedene Medientypen wie Zeitungsformate, Magazine, Computerdokumente (doc, pdf, etc.) oder E-Books darstellen lassen.

Die Inhalte lassen sich per Bluetooth-Funkverbindung oder per Kabel auf das gute Stück laden. Laut dem Magazin Wired ist bereits auch an einen folgenden WLAN-Empfänger gedacht worden. Wir können uns also schon mal auf tränende Augen gefasst machen.

Und nun zur sensationellen Bedienung, die mittels Gesten und einem berührungsempfindlichen Display funktioniert. Die visuelle Höhepunkt quasi.

Über den Preis wollte Plastic Logic noch kein Wort verlieren, aber man kann sich darauf einstellen, dass ein mehrjähriges Abo eines großen Magazins wesentlich billiger ist. Auf den Markt kommen soll dieses Produkt vorerst im ersten Halbjahr 2009, man würde sich dann jedoch im Januar 2009 noch explizit zu einem Starttermin äußern wollen und vielleicht auch einen Preis nennen.

Und wer hätte gedacht, dass die Herstellung dieses Prunkstücks nach Deutschland verlegt wird? In der Nähe von Dresden ist ein Werk zur Herstellung von flexiblen Displays gebaut worden. So sieht das dann aus:

Nie mehr Taschenlampen unter der Decke oder verdorbene Augen. Wenn jemand einen guten Namen hat für dieses Produkt, der möge bitte kreative Vorschläge hier hinterlassen. Danke.

[via]

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Kategorie: Buchhandel


5 Reaktionen zu “Produkt der Woche: Die elektronische Zeitung”

  1. Robert

    Am 11. September 2008 um 10:45 Uhr

    Soweit ich das verstanden habe, ist dies kein selbstleuchtendes Display. Daher wird bei Dunkelheit immer noch eine externe Lichtquelle zum Lesen benötigt. Also lieber noch die Taschenlampe in Bettnähe lassen.

  2. Basic Thinking Blog | physische E-Reader: “Plastic Logic Reader”

    Am 11. September 2008 um 11:20 Uhr

    […] Jahr also… Handelskraft erwähnt übrigens, dass dazu ein Werk in Dresden gebaut wurde. Ich bin gespannt. Und klar ist, es wird mehrere Jahre […]

  3. bwl zwei null · Plastic Logic Reader

    Am 12. September 2008 um 07:59 Uhr

    […] Dem Tablet-Format stehen interessante Zeiten bevor: Die Firma Plastic Logic will 2009 einen eReader auf den Markt bringen, dessen Besonderheit darin liegt, dass er mehr oder weniger ganz aus Kunststoff besteht, was ihn sehr leicht, biegbar und rubust macht. Weitere Einzelheiten dazu im Handelskraft Blog. […]

  4. Marcus

    Am 12. September 2008 um 09:37 Uhr

    fein fein das Teil 🙂 will ich

  5. Die elektronische Zeitung zum Mitnehmen | killefit.net

    Am 13. September 2008 um 07:38 Uhr

    […] Blog handelskraft.de weiß übrigens auch zu berichten, dass für die Produktion der Reader eigens ein Werk in Dresden, […]

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