Schutzgeld.de stellt Betrieb ein

Verfasst am 10. November 2008 von .

Schutzgeld.de, Deutschlands dienstältester Liveshopping-Anbieter, hat den Betrieb an diesem Wochenende überraschend ein- gestellt.

Über die Gründe zu diesem Entschluss äußerten sich die Liveshopping-Pioniere gewohnt unverkrampft:

Deutschlands erster Liveshopping-Anbieter Schutzgeld.de hat bereits 2006 die ersten Produkte für 24 Stunden lang zum Verkauf angeboten.

Nach nun über 2 Jahren müssen wir aber feststellen, dass dieses Konzept trotz der Aufmerksamkeit der Presse auf die Dauer immer langweiliger wird.

Ein Produkt am Tag? Der Pate musste wirklich lange nach Mitarbeitern suchen, die antriebslos genug für diese Aufgabe waren. Er ist zwar schließlich doch fündig geworden, aber trotzdem hat selbst diese antriebslose Schutzgeld-Gang nach kurzer Zeit angefangen, sich vor Langeweile die Arme zu ritzen…die Arme vom Luigi natürlich – nicht die eigenen…

Inwieweit Langeweile tatsächlich den Ausschlag für diese Entscheidung gab, oder ob letztlich zu geringer Traffic die Ursache war, kann man nur mutmaßen. Fakt ist aber, dass die deutsche E-Commerce Szene mit Schutzgeld einen der individuellsten Liveshopping-Anbieter verliert.

Ich wünsche dem Schutzgeld-Team alles Gute und auch in Zukunft immer eine Patrone in der Trommel. 😉

(8 Bewertung(en), Schnitt: 4,50 von 5)
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7 Reaktionen zu “Schutzgeld.de stellt Betrieb ein”

  1. Robert

    Am 10. November 2008 um 15:41 Uhr

    Schade eigentlich, ich fand deren Konzept mit dem Paten eigentlich immer mit am Besten ( und nicht am guutsten 😉 ). Aber ein individuelles Konzept allein macht halt noch keinen wirtschaftlichen Erfolg …

  2. Heiko

    Am 11. November 2008 um 17:39 Uhr

    Das war doch absehbar. Bei Schutzgeld gab es bei den Produkten nie den Durchbruch nach vorn. Die Story allein reicht nicht.

    heiko

  3. Sebastian

    Am 11. November 2008 um 18:10 Uhr

    @Heiko
    Und mit “Durchbruch” meinst du? Nicht genügend Auswahl, die Qualität, der Support?

  4. Gerhard

    Am 12. November 2008 um 10:53 Uhr

    Ich fand das Konzept gut. Schließlich waren sie ja auch in Deutschland die ersten. Bin gespannt, ob jetzt die anderen Plattformen wie Preisbock mehr Zulauf bekommen.

  5. aufgemerkt

    Am 15. November 2008 um 16:35 Uhr

    Shoppingseite geschlossen…

    […] Was durfte ich heute lesen, Schutzgeld.de hat die Tore geschlossen? Gut, dass ich bis dahin gar nicht wusste, dass es diese Seite überhaupt gibt. […]…

  6. Bernd

    Am 18. November 2008 um 16:45 Uhr

    Ob die Schliessung wirklich an Langeweile gelegen hat, darf wohl bezweifelt werden.
    In meinen Augen war der Hauptfehler von schutzgeld.de, ihrer Geschäftsidee ein kriminelles Gangsterimage zu geben. Das mag ja witzig und innovativ sein, treibt den durchschnittlichen Internetsurfer aber eher zur vermeintlich seriöseren Konkurrenz – und die ist im Internet bekanntlich nur einen Mausklick entfernt.
    Habe eh’ nie verstanden, wie Schutzgelderpressung und Liveshopping zusammenpassen, aber darüber brauche ich mir ja jetzt auch keine Gedanken mehr zu machen.

  7. Sebastian

    Am 19. November 2008 um 12:13 Uhr

    Hallo Bernd,

    dein Gedankengang ist an sich nicht unbegründet. Es ist jedoch eher so, dass schutzgeld.de nie den aktuellen Medienhype des Liveshoppings in Deutschland für sich nutzen konnte. Die Idee des Gangsterimage war definitiv ein ausschlaggebender Punkt, weshalb schutzgeld so beliebt war. Leider reicht das Beliebtsein nicht aus um rentabel zu sein. Eine Marke und ihr Image kann man durchaus seperat von der Seriosität betrachten.

    Wenn ich mich an die Werbespots der Community uboot.com erinnere, die 2000 und 2001 im Fernsehen ausgestrahlt wurde, dann wurde auch da deutlich, dass man sich auch mit einem gezielten Image vermarkten kann. Albern und witzig zieht Menschen an, insbesondere wenn man in eine Community eintritt. Man muss allerdings so ein Image in den Medien richtig vermarkten können. Möglicherweise sind die “Mafiosos” daran gescheitert. Schutzgeld.de war jedenfalls eine wirklich tolle Idee. Aber das darf natürlich jeder so sehen, wie er möchte… 🙂

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