Open Source – Gewinner der Finanzkrise

Verfasst am 3. Dezember 2008 von .

Die Auswirkungen der Finanzkrise – nichts ist in nächster Zeit an Ausmaß unvorsehbarer als das. Momentan sind wir Zuschauer und sehen das wohl mieseste Stück auf der Theaterbühne der Finanzwelt. Die Liste der Verlierer ist lang, sehr lang. Die Liste der Gewinner ist dagegen sehr kurz. Neben den Menschen, den man es nicht gönnen kann, dass sie aus dieser schweren Krise mit Gewinn gehen, gibt es allerdings einen Sieger-Kandidaten, den man fast übersehen hätte: das Open-Source-Business.

Allzu spekulativ kann die Annahme, dass die Rezession der Einführung von Open-Source-Software in die Hände spiele, nicht sein. Auch wenn sich, laut Lothar Lochmaier, „in der aktuellen Wirtschaftskrise aber nicht alles nur um das Argument von niedrigen Kosten, zu der auch geringe Lizenzblöcke bei quelloffenen Produkten sicherlich ihren Beitrag leisten, [dreht].”

Wenn die IT-Budgets gekürzt werden, und das werden sie, dann wird das eben auch die gesamte Branche treffen. Open-Source-Anbieter zeichnen sich aber durch ihren schlanken Bau aus und nicht durch einen kostenintensiven Apparat. Deswegen haben sie viele Feinde und Neider. Während Software-Giganten tausende Entwickler bezahlen müssen, gönnen sich Open-Source-Anbieter unentgeltliche Mitarbeiter. Auch umgesetzte Projekte werden letzten Endes zu wahren Geld- und Zeitfressern. Da haben die Open-Sourcler momentan einfach das bessere Blatt auszuspielen. Unternehmen können das gut gebrauchen, da Open Source ihnen die Möglichkeit eröffnet, die Marktschwankungen und das Finanzbeben besser auszuloten. Fakt ist, da kann man sich Betram Mandel (Geschäftsführer bei INGRES) anschließen, dass Unternehmen vor einem Desaster stehen würden, falls Software-Anbieter pleite gehen. Dann würden Unternehmen auf ihren teuren Lizenzen sitzen und keinerlei Möglichkeit haben ihre Projekte durch Weiterentwicklungen, Updates und Patches voranzutreiben.

Aber auch Qualität hat ihren Preis. Entwickler für Open Source verlangen mittlerweile auch ab und an ein bisschen Brot und wer kann ihnen das verübeln. Was interessant wäre und auch wissenswert, ob man durch die Einnahmen ein Unternehmen mit Entwicklern finanzieren könnte.

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2 Reaktionen zu “Open Source – Gewinner der Finanzkrise”

  1. Swype.me » Welt » Open Source…

    Am 4. Dezember 2008 um 11:59 Uhr

    […] bloggt Handelskraft in einem sehr lesenswerten […]

  2. Open Source als Gewinner der Finanzkrise | meineexperten.com | E-Business-Neuigkeiten aus Mönchengladbach

    Am 7. Dezember 2008 um 14:16 Uhr

    […] Die eine Studie sagt voraus das die IT-Branche spätestens am Mitte 2009 einen starken Einbruch erwarten darf, die andere orakelt IT-Unternehmen das gelobte Land voraus. Was auch immer der IT-Branche blüht, wer sich auf Open Source-Produkte spezialisiert hat gute Chancen zu den Gewinner zu gehören. Lesen Sie mehr auf handelskraft.de […]

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