1984: Steve Jobs demonstriert den Apple Macintosh
Verfasst am 31. Januar 2009 von Sebastian (Handelskraft).Erfolgsgeschichte kann so gut aussehen:
Erfolgsgeschichte kann so gut aussehen:
Bald ist ja Fasching und Karneval. Und da ist man ja bekanntlich lustig.
„xt:Commerce v3.04 vereinfacht Umstieg von OXID eShop 4.0.1.0“
Ich glaube über so eine Pressemitteilung hätte ich genauso lachen können, wie über die gestrige aus Freiburg:
„OXID eShop 4.0.1.0 vereinfacht Umstieg von Magento [...]“
Wieviel deutsche Shops laufen denn bereits auf Magento? Eine Zahl irgendwo im niedrigen zweistelligen Bereich ist wohl naheliegend. Magento ist ja gerade erst gestrandet und bewährt sich.
Es muss also ein Scherz sein, dass man erwartet, dass Magento-Kunden nach ein paar Monaten auf OXID umsteigen wollen. Jedes Kleinkind dürfte mitbekommen haben, dass Magento erst vor knapp einem Jahr als ausgereifte Version auf den Markt kam. Warum sollte man ein Jahr später, also heute, auf OXID setzen? 2008 in die Implementierung eines Magento-Shops investieren und 2009 dann die Karnevalsmütze aufsetzen und was Durchgeknalltes machen? Komischer Traum.
Friedliche Koexistenz hingegen ist kein Problem. Für beide Anbieter ist Platz und es ist mehr als lächerlich den anderen abzocken zu wollen.
Nach nur 4-monatiger Entwicklung ist das Tuttlinger Startup hotpotch.de, eine Suchmaschine für Veranstaltungen und Events, am 13. Dezember online gegangen.

Nach eigenen Angaben ist hotpotch „die Eventsuchmaschine mit den meisten Veranstaltungen für jede Region in Deutschland”. Das Angebot ist vielseitig und breit gefächert. Man kann bei der Suche die Treffer auf folgende Rubriken eingrenzen: Bühne (Theater, Live-Konzerte, Comedy, …), Nightlife (Partys, Club-Events, …), Kultur & Freizeit (Open-Air, Kino, Märkte, Lesungen, …) und Sonstiges. Und das für jede Region in Deutschland. Ob gleich in der Nähe oder weiter weg, man kann anhand eines einstellbaren Kilometerradius die Ergebnisse eingrenzen. Ob vom Web aus oder mobil vom Handy.
Ist man fündig geworden, kann man sie an Freunde empfehlen. Ist man nicht sicher, wo sie stattfindet kann man auf einem integrierten Routenplaner nachschauen und die Strecke berechnen lassen, von der eigenen Startadresse.
Was bei dieser beta-1.2-Version besonders gefällt (auch im Firmenblog nachzulesen), ist die einfache Bedienung. Suchleiste, Ort eingeben und dann eine übersichtliche Liste. Simpel und effektiv. Die Idee gefällt mir sehr. Handelskraft wünscht dem jungen Startup viel Erfolg.
Fleißigen Handelskraftlesern ist ja bereits bekannt, dass es allerhand Lebensmittel in Dosen zu kaufen gibt. Gerade für den Online-Handel, bei dem die Bestellung ab und zu schon länger als einen Tag zum Kunden unterwegs ist, scheint diese Art der Lebensmittelverpackung besonders geeignet zu sein.
Heute als Produkt der Woche etwas für Traditionalisten die trotzdem mal was Neues probieren wollen: Das Wurstbrot aus der Dose. Das es Brot in Dosen gibt dürfte jeder wissen der bei der Bundeswehr war, für alle andern hier als Beweis ein Herstellungsvideo:
Leider wird auch hier nicht erklärt wie die Wurst in das Brot kommt. Für alle, die sich jetzt fragen, was sie zum Nachtisch Essen sollen, den gibt es natürlich auch und zwar als Kirschkuchen aus der Dose
Nachdem Live Shopping Veteran schutzgeld.de hingeschmissen hat in Rente gegangen ist, hat auch sportlet.de Anfang Dezember eine „Winterpause” bis zum Frühjahr 2009 angekündigt. Damit hat auch das zweite Live Shopping Urgestein die Geschäfte ad acta gelegt. Und es ist fraglich was „Winterpause” bedeutet.
Nummer 3 ist urdeal.de, die kurz vor Weihnachten eine Winterpause angekündigt haben, bis zum 12. Januar 2009 war die Planung, dann wollte man wieder mitmischen. Diese Pause wurde nun verlängert bis zum 31. Januar:
„Die Winterpause wurde noch ein bisschen verlängert, da wir noch ein wenig Zeit brauchen, um die Zukunft von urdeal zu planen. Aber spätestens am 31.1.09 werden wir berichten, wie es weiter geht. Wir bitte um ein bisschen Geduld.“
Um die Zukunft von urdeal zu planen…? Das hört sich wie die verschleppte Erkenntnis an, dass man gescheitert sei. Das könnte man zumindest vermuten. Urdeal ist im Mai 2007 als 5. Live-Shopping-Anbieter gestartet.
Die Reihen lichten sich allmählich. Die am längsten aktiven Live Shopping Dienste haben sich reduziert auf iBOOD (seit Oktober 2005), Dealirio (seit März 2007), Preisbock (seit Juni 2007) und Guut (seit Sept. 2007). IBOOD, Preisbock und Guut haben 2008 die Umsatzmillionen geknackt. Das sind im Übrigen diejenigen Anbieter, die den Medienrummel und das Interesse für sich zu nutzen wussten.
Bei Seitwert liegt Preisbock mittlerweile auf Platz 1, vor iBOOD, Guut und Schutzgeld.
Man wartet immer noch auf ein Statement zum Starttermin und einem Preis für die noch namenlose elektronische Zeitung des britischen Unternehmens Plastic Logic. Gebaut wird jedenfalls in der Nähe von Dresden.
Ein bisschen gespannter darf man auf den 9. Februar 2009 blicken. An diesem Tag wird es von Amazon eine Pressekonferenz im Hause Morgan Library & Museum geben. Amazon brachte im November 2007 das Amazon Kindle auf den Markt, mit dem man elektronische Bücher (E-Books), elektronische Zeitungen (E-Papers) und elektronische Zeitschriften lesen kann.

In einigen gut informierten Ecken erwartet man am 9. Februar die Präsentation des Kindle 2. Die Bilder, die zu dieser neuen Version mittlerweile durch das Netz kursieren, sind echt.

Das Kindle 2 hat sich optisch verändert, ist insgesamt runder und ähnelt dem frühen iPod. Das „Mausrad” wurde ersetzt durch einen kleinen Joystick und auch die restlichen Knöpfe sind kleiner ausgefallen. In zwei Wochen wissen wir mehr.
[via BGR]
Ich habe mich so langsam mit der Burger-King-Werbekampagne abgefunden. Selbst als man das Angry-Gram im Anschluss an diese Fleisch-für-Freunde-Aktion nachgereicht hat, bin ich ruhig geblieben. War ja alles nur Spaß, meinte man bei Burger King. Spaß ist lustig, ob das die 233 906 Ex-Freunde auch so sehen ist nicht von Bedeutung. Facebook hatte prompt reagiert und Burger King aus dem Netzwerk geschmissen, Hand in Hand mit der Applikation – wie einen Onkel, der sich auf einer Geburtstagsparty daneben benommen hat. Die Begründung von Facebook liest sich lächerlich: Datenschutz. Ja, ist klar. Wenn Burger King sich jetzt so richtig missverstanden fühlt und traurig ist, kann es ja bei Twitter einsteigen. Einfach die Applikation umbügeln.

Grund:
Der Gründer von Digg, Kevin Rose, twittert gerne (er ist bei dem Laden ja schließlich auch Investor). Was die meisten Follower angeht, ist er auf dem zweiten Platz, gleich hinter, richtig, Barack Obama. Beinahe 89 000 Follower hat Kevin Rose und gibt uns nun 10 total kostbare Tipps, wie man auch so ein beliebter Twitteranier werden kann.

Die zehn Punkte beginnen logisch, banal und noch vertretbar, enden aber in einem ganz armseligen Gequatsche. Da sprach der Investor aus Kevin Rose. Man solle Scheinwettbewerbe für teures Technikgedöhns ausrufen, den beliebtesten Twitter-Nutzern folgen um zu schauen, was die so treiben und wenn alles am Ende gut gegangen ist, dann kann man seine Resultate als Twitter-Counter auf zum Beispiel einem Blog einbinden. Und was zum Geier erfüllt Qwitter für einen Zweck? Ist das so was wie „Freunden” nachlaufen im virtuellen Raum?
Worum geht es beim Twittern noch mal? Die zehn Schritte sind schon logisch, wenn man viele Followers haben möchte. Aber wozu? Kann man mit 140 Zeichen etwas Aussagekräftiges und Inhaltsvolles einer Masse präsentieren? Wenn man ein Weblog betreibt, dann könnte man dort sicherlich einen Link setzen, aber die meisten Twitter-Nutzer bloggen ja noch nicht mal. Wozu also dieser Unsinn möglichst viele Followers um sich zu scharen. Im echten Leben gibt es dafür ein Wort, das ich so nicht schreiben möchte. Ein Tipp: Es hat was mit dem männlichen Geschlechtsorgan und irgendwas mit Vergleich zu tun. Vernetzung finde ich okay und gut. Neue Kommunikationsarchitektur, meinetwegen.
Aber wenn es ausschließlich um die Anzahl der Follower geht, dann möchte ich hiermit warnend sagen, dass Burger King zurzeit mit einer Applikation auf der Straße sitzt. Rette sich wer kann.
P.S.: Allen, die im Follower-Wahn schon immer wissen wollten, was die Idee von Twitter ist, empfehle ich sich auszuloggen und mal genau auf der Startseite nachzuschauen:
