Monatsarchiv für März 2009

Twitter on the run – 1382 Prozent Wachstum in einem Jahr

Verfasst am 31. März 2009 von Sebastian (Handelskraft).

150px-twittersvgKein Geheimnis: Twitter ist letztes Jahr gewachsen wie kein anderer Dienst im Netz. Dabei ist die Stellung des Microblogging-Dienstes sowohl beim normalen User als auch bei Unternehmen immer wichtiger geworden: Echtzeitkommunikation banaler Gedanken, die man in 140 Zeichen ins Netz zwitschert, immense mediale Erdbeben wie es der Amoklauf in Winnenden zeigte, bei dem sich klassische Medien wie die Aasgeier auf den Dienst stürzten um Erster zu sein und natürlich die Markenkommunikation von Unternehmen.

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Twitter ist mit Glück und einem einfachen Konzept der Bedürfnisstellung in die Spirale der Eigendynamik gerutscht und hat ein bemerkenswertes Wachstum hingelegt. Waren es Februar 2008 noch knapp 475000 Unique Visitors, sind es genau ein Jahr später 7038000. Das entspricht einem Wachstum von 1381,7 Prozent.

Twitter – das am schnellsten wachsende Web-2.0-Portal.

Zum Vergleich: Wiki-Dienst Zimbio liegt mit 240 Prozent auf Platz 2 vor dem sozialen Netzwerk Facebook mit 228 Prozent.

Mir ist nicht ganz klar, wie man das Alter erhoben hat:

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Diese Zahlen hat das Marktforschungsinstitut Nielsen kürzlich vorgelegt und verweist darauf, dass lediglich PC-Daten miteinbezogen wurden, womit das reale Wachstum deutlich höher liegen würde.

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Britische Regierung denkt über die Überwachung sozialer Netzwerke nach

Verfasst am 30. März 2009 von Sebastian (Handelskraft).

Aus „Big Brother” wird wohl sehr bald „Biggest Brother”, ein Superlativ, der alles andere als super ist. So tritt die britische Regierung ein Stück näher an die Gesellschaftsarchitektur heran, die uns George Orwell in seinem Roman “1984” erschreckend beschrieben hat. In zwei Tagen tritt in Großbritannien die Vorratsdatenspeicherung in Kraft, womit neben Telefondaten auch die Internetnutzung und die E-Mailkommunikation erfasst wird.

„Besorgniserregend” ist das falsche Wort dieser Entwicklung, es ist vielmehr erschreckend. Und obwohl man dem britischen Volk mit dieser Maßnahme schon zu viele Rechte aus der Hosentasche gefingert hat, scheinen einige Politiker im Innenministerium noch nicht genug zu haben. Erste Forderungen werden laut, soziale Netzwerke überwachen zu lassen. So stelle ich mir übrigens den fleischgewordenen Prototypen einer zukünftigen Gedankenpolizei vor, die Orwell beschrieben hat.

Mit den Möglichkeiten des 2.0s hat sich die Freiheit technisch auch im Netz verbreitet und wie so oft steht neben der Freiheit auch die Unfreiheit.

Terroristen und Kriminelle, die sich laut britischen Staatssekretärs des Innenministeriums via soziale Netzwerke organisieren, sind Zielgruppe dieses Unterfangens, aber: „[...] es müsse zwischen den Anforderungen der nationalen Sicherheit und dem Schutz der Privatsphäre abgewogen werden.

Was das konkret bedeutet, bedarf keiner Erklärung. Die Tendenz ist deutlich. Und für meine Begriffe wehren sich Betreiber sozialer Netzwerke ungenügend bis gar nicht gegen diese Entwicklung. Laut golem.de:

„Nach den Plänen der britischen Innenpolitiker sollen die Betreiber der Plattformen erfassen, wer auf ihren Seiten mit wem kommuniziert. Es gehe allein um diese Verkehrsdaten, nicht aber die Inhalte der Kommunikation, so die Behörden.”

Facebook reagiert mit „Zuviel des Guten“.

Das ist nicht zuviel des Guten, das ist absolut inakzeptabel. Man spricht von Terrorismusbekämpfung und wiegt diese gegen die Privatsphäre auf. Wenn alle davon sprechen, dass das Internet (und speziell soziale Netzwerke) mittlerweile zur alltäglichen Kommunikationsstruktur gehört, dann stelle ich doch berechtigt die Frage, wie lange es denn noch dauert, bis man auch Face-2-Face überwacht. Abgesehen von Telefonaten und den grusligen Überwachungskameras.

Es ist schon ein eigenartiges Gefühl, wenn eine Regierung Terrorismus mit Terror zu bekämpfen gedenkt.

Dann können wir auch bald George Orwell aus unserem Gedächtnis streichen:

„Falls Freiheit überhaupt irgendetwas bedeutet, dann bedeutet sie das Recht darauf, den Leuten das zu sagen, was sie nicht hören wollen…”

Das hat die Gedankenpolizei in „1984” bekämpft. Und das scheint nun auch die britische Regierung anzupeilen. Diesen Schuh sollte sich unsere Bundesregierung nicht anziehen.

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Internet-Sperrlisten

Verfasst am 23. März 2009 von Sebastian (Handelskraft).

Am Mittwoch sollen im Kabinett die Eckpunkte für die Internetsperrliste der Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen beschlossen werden, auf der sich laut von der Leyen vor allem kinderpornographische Seiten befinden sollen.

Für diese Entscheidung führt sie vor allem die Darstellung von Vergewaltigungen vor der Kamera an, so berichtet auch heise online. Diese Entwicklung ist natürlich sehr zu begrüßen und auch andere Politiker melden sich mit Forderungen zu Wort, in denen es darum geht, die Liste mit Glücksspielangeboten, bombenbauanleitungen und sogenannten „Killerspielen” zu erweitern bzw. aufzustocken.

Diese Sperrlisten zu beobachten ist ebenfalls notwendig, wie Erfahrungen damit im Ausland zeigen. In Finnland, Dänemark und Australien wurden Seiten gelistet, die mit Kinderpornographie nicht zu tun hatten. Heise online schreibt in diesem Zusammenhang:

Zudem konnte ein Verein mit Hilfe der dänischen Sperrliste nachweisen, dass sich ein großer Teil der darauf befindlichen Seiten mit einfachen Briefen an die Provider vom Netz nehmen ließ, was wiederum die Frage aufwarf, warum Regierungen diesen Weg nicht gehen.

Der Aufwand?

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Shoptest: Mindfactory

Verfasst am 20. März 2009 von Mah.

Den Nutzer erwartet auf der Startseite von Mindfactory ein großes Durcheinander. Es gibt eine Vielzahl von Navigationselementen, die alle unterschiedlich gestaltet daherkommen. Es gibt sowohl Text- als auch Grafiknavigationen, weiße, blaue, grüne und schwarze Schrift und zusätzlich noch jede menge Infografiken, die zu bestimmten Shopbereichen führen.

mf1 Die grüne Schrift im oberen Bereich der Page bleibt dem Nutzer auf allen Seiten erhalten. Der Nutzer soll anscheinend bei jeder Bewegung innerhalb des Shops auf diese Aktionen hingewiesen werden.

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Die Produktdetailseite wirkt etwas unaufgeräumt, das Produktbild nimmt einen sehr kleinen Platz ein. Wenigstens kann man es vergrößern, auch wenn nirgendwo darauf hingewiesen wird. Die Buttons sind zwar sehr hübsch gestaltet, passen aber nicht so ganz zum Rest der Seite, denn: sie haben den gefühlt zehnten Blauton, der im Shop Verwendung findet. Der Kaufen-Button sollte von seiner Wichtigkeit eher größer gestaltet sein als die anderen Schaltflächen und sich näher am Preis befinden. Zum Preis ist zu sagen, dass dieser hier unnötigerweise als Grafik ausgegeben wird. Vollkommen unverständlich, da es sich nicht um eine außergewöhnliche Schriftart handelt. Zusätzlich wird auch auf einen Alternativ-Text verzichtet.

Eine interessante Option, die der Shop bietet, ist: „Produktbilder ausblenden“. Da frage ich mich, wofür diese Option gut ist, wenn sämtliche anderen Grafiken weiter angezeigt werden. Es werden nur Produktabbildungen gegen eine Alternativgrafik ausgetauscht. Dadurch kommt es dann auch zu witzigen Darstellungsfehlern.
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Jemand eine Idee warum diese Option existieren könnte?

Der ganze Shop wirkt wie aus einem Baukasten zusammengesetzt. Die ganzen Aktionsseiten und Herstellershop unterstreichen diese Wirkung. Dazu gesellen sich noch externe Dienstleistungen wie „Fotoservice“ und „DesignSkins“. Hier fehlt einfach ein schlüssiges Gesamtkonzept.

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Preissau haut heftig daneben

Verfasst am 19. März 2009 von Sebastian (Handelskraft).

Ich bin ein Fan des makaberen Witzes. Mir ist zum Lachen echt nichts finster genug. Was sich das Liveshopping-Portal Preissau allerdings bei der heutigen (102.) Folge Daily Steffi mit dem überaus klangvollen Titel “Tim K.” gedacht hat, ist mir völlig schleierhaft.

Ich hoffe für Steffi, dass sie entweder betrunken war oder aber dass sie die Texte, die sie da immer so hölzern runterstammelt, nicht selber schreibt, denn diese Folge ist wirklich eine absolute Frechheit. Und ich bin wie gesagt echt nicht empfindlich.

Meiner Meinung nach ist man hier definitiv zu weit gegangen. Entertainment-Faktor=0. Überhaupt aus dieser Sache etwas Unterhaltsames zu machen, ist ultraheikel.

Lachen musste ich trotzdem. Nicht weil es lustig war, sondern weil ich mich geschämt habe und die Dreistigkeit gesiegt hat.

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Produkt der Woche: Stopper Postcard

Verfasst am 19. März 2009 von Christian Onnasch.

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Für manche ist das Schreiben von Postkarten zu einem Relikt aus dem letzten Jahrhundert verkommen, lässt sich doch über das Internet auch aus den entlegensten Winkeln der Erde schnell mal ein Urlaubsgruß verschicken. Trotz allem finde ich die gute alte Postkarte gerade für Urlaubsgrüße immer noch absolut konkurrenzlos. Jeder der ab und zu Post aus Venezuela, Nepal oder Südafrika aus seinem Briefkasten fischen konnte sollte dies eigentlich nachvollziehen können. Einer schnöden E-Mail fehlen halt einfach die kleinen aufregenden Details, wie eine extravagante Briefmarke und ein exotischer Poststempel, die einer Postkarte den Charme von Weltläufigkeit geben.

Mit der Stopper Postcard wird das ganze Postkartending nun sogar noch interessanter. Denn damit kann der Empfänger nun genau nachvollziehen wie lange es gedauert hat bis die Karte in seinem Briefkasten gelandet ist. Eine kleine LCD-Uhr, die auf der Rückseite der Karte angebracht ist, kann beim Versand der Karte gestartet und bei ihrem Empfang wieder gestoppt werden.

Eine witzige Idee vom Dag-designlab die bis dato aber leider nur eine Designstudie ist.

Via

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E- und Social Commerce wachsen weiter

Verfasst am 19. März 2009 von Sebastian (Handelskraft).

Die deutschen Konsumenten haben 2008 im Internet Waren und Güter im Wert von 13,6 Milliarden Euro gekauft. Damit stieg der Umsatz 2008 im E-Commerce, laut WebScope-Panel der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), um ganze 19 Prozent.

Dieser deutliche Anstieg gibt Hinweise auf die Veränderungen des Kaufverhaltens der Deutschen im Internet und beweist noch einmal, dass das www der Vertriebskanal ist, der am stärksten Wachstum verzeichnen kann.

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Mit diesem Wachstum sind eine zunehmende Professionalisierung und ein neues Verständnis für konsumorientierte Bedürfnisse unabdingbar. Das Segment der Social Networks (Twitter, Facebook, etc.) hat den Markt des E-Commerce grundlegend verändert. Social Commerce ist seit ein paar Jahren auf dem Vormarsch und gewinnt weiter an Bedeutung, da Kommentare und Empfehlungen von Bekannten und Freunden Einfluss auf die Kaufentscheidungen ausüben.

Thomas Lipke vom Bundesverband des Deutschen Versandhandels (bvh) bestätigt diese Entwicklung:

Social-Commerce wird immer wichtiger, denn die Menschen möchten durch Empfehlungen oder Kommentare die Meinungen anderer Käufer in ihre Kaufentscheidung einbeziehen können.

In Deutschland zeichnet sich die Tendenz zu Internet-Bevorzugung für das Shoppen ab: Letztes Jahr haben 29,5 Millionen Menschen im Internet eingekauft – das sind 12 Prozent mehr als noch 2007. Im Durchschnitt kaufte eine Person 9,4 mal online ein und gab dabei im Schnitt 49 Euro aus.

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E- und S-Commerce wachsen weiter.

[Grafiken: GfK]

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