Monatsarchiv für September 2009

Social-Shopping-Plattform ShopStyle kommt nach Deutschland

Verfasst am 15. September 2009 von Sebastian (Handelskraft).

shopstyle2Gestern wurde die internationale Social-Shopping-Plattform (für Fashion und Lifestyle) ShopStyle nach den Auftritten in den USA und UK auch hierzulande und in Frankreich gelauncht.

Für die deutschen Shopper dürfte das besonders erfreulich sein, da hierzulande nicht nur populäre deutsche Marken und Onlinehändler angeboten werden, sondern auch aus Übersee. Mit dem internationalen Versandfilter ist es nun möglich auf anderen ShopStyle-Seiten (UK und USA) einzukaufen. Mithilfe der Filterfunktion werden die Shops angezeigt, die auch nach Deutschland versenden, wobei Nutzer aus ca. 120 Kategorien wie Beauty, Taschen, Schuhe und Bekleidung auswählen können.

shopstyle

Einige Social-Shopping- bzw. Social-Commerce-Funktionen finden hier Anwendung:

1. Gezielte bzw. detaillierte Suchoptionen, nach Marken, Shops, Farben, Größen, Preisklassen und Angeboten.

2. Die Funktionen „Meine Marken“ und „Sales-Infos“, ein Benachrichtigungsservice, der die Nutzer individuell darauf hinweist, dass gerade seine Lieblingsartikel und Marken im Angebot sind.

3. Nutzer können ihre Favoriten-Artikel auf einer Fovouritenliste („Mein Stylebook“) oder einer Wunschliste vermerken und diese anderen präsentieren und kommentieren lassen.

4. User können chatten, Artikel unmittelbar weiterempfehlen (Empfehlsfunktion) oder mit anderen Artikeln vergleichen.

Dass ShopStyle nicht nur auf Shopping getrimmt ist und sich verstärkt den Userbedürfnissen zuwendet, beweisen auch verschiedene andere Social-Shopping-Funktionen, bei denen ebendieser auch aktiv werden kann: Er kann Stylist werden und seine Kreationen und Kombinationen, mithilfe der Stylebooks, einer internationalen Fashion-Community zur Verfügung stellen, teilen, kommentieren und bewerten lassen. So sind bisher 210.000 Looks entstanden.

Was ich persönlich sehr gut finde und was wirklich eine tolle Funktion ist: Nutzer können sich ebenfalls informieren lassen, wenn ein Stylist bzw. ein anderer Nutzer, den man favorisiert hat, ein neues Outfit oder einen neuen Look kreiert hat.

Auch Händler kommen nicht zu kurz. Denen wird die Möglichkeit eröffnet, ebenfalls ihre Kreationen und Angebote in der Community zu diskutieren und zu präsentieren. Verdient wird hier durch vermittelte Verkäufe. Weiterhin attraktiv für Publisher: Man kann mit Shopstyle den eigenen Content um weitere Shoppingangebote ergänzen und so zusätzliche Einnahmen generieren.

Zum Start dieser spannenden Unternehmung, wünschen wir viel Erfolg und hoffen, dass auch bald Produkt- und Uservideos ihren Weg in die Community finden.

{lang: 'de'}

Branchentreff auf dem 6. Pangora E-Commerce Kongress

Verfasst am 14. September 2009 von Sebastian (Handelskraft).

pangoraAm 27. Oktober 2009 findet im HVB-Forum in München der 6. Pangora E-Commerce Kongress statt, ein Branchentreff zum Online-Handel, auf dem sich Vertreter der digitalen Wirtschaft und des E-Commerce die Hand geben, den Wachstumschancen in der Wirtschaftskrise auf den Zahn fühlen und in Diskussionsrunden und Vorträgen die Trends im E- und Mobile Commerce aufarbeiten: Rich Media & Mobile Shopping.

Handelskraft wird ebenfalls vor Ort die Fühler ausfahren, das Programm ist wirklich sehr interessant bisher:

Nach einer Keynote von Stan Laurent mit dem Thema “E-Commerce: Vom Standardangebot zum individuellen Social-Shopping-Erlebnis?” geht es direkt weiter mit Steinbeis-Professor Marc Drüner zu Monetarisierungstrends im Web-2.0: „Die Ver-Shopisierung und e-Commercialisierung des Netz“.

Zusätzlich zu Sheila Dahlgren (Adobe Scene 7), die zu Rich Media mit dem Vortrag “The Future of eCommerce – Rich Media Trends and Best Practice” aufläuft, hätte ich noch sehr gerne Stephan Randler gehört, der für mich persönlich ein sehr wichtiger Vertreter und Berichterstatter in diesem Segment darstellt.

Richtig spannend wird es im Anschluss, wenn mehrere Kapitalgeber unter der Moderation von Jochen Krisch über die E-Commerce Investment Trends („Kapitalgeber setzen auf Fashion und Lifestyle“) sprechen und hoffentlich auch diskutieren. Mit der Moderationsbesetzung kann man sehr zufrieden sein. Krisch ist ein ausgezeichneter Kenner und Beobachter, was dieses Thema angeht.

Es stehen ebenfalls zwei Workshops auf dem Programm, unter anderem Dr. Thomas Ogilvie (DHL Vertriebs GmbH & Co. OHG) zum Thema „Wie Versanddienstleistungen das Wertversprechen des eCommerce einlösen können!“.

Weitere Informationen zu dem Programm, gibt es hier.

{lang: 'de'}

The Insight E-Commerce conference

Verfasst am 12. September 2009 von Sebastian (Handelskraft).

iecomFor the third time the „Insight E-Commerce” conference takes place in Jena in the Intershop Tower, on November 3rd and 4th.

This web conference is a collaboration of developers, businessmen, politicians and scientists and occurs under the patronage of the Prime Minister of Thuringia Dieter Althaus.

He said:

The IT cluster of Jena is very important for this region. Thuringia wants to advance this positive growth and supports a close cooperation between science, research, economy and policy. For me, it is a matter of cource to support an event which picks networking out as a central theme.”

{lang: 'de'}

Online PR is all about Community

Verfasst am 11. September 2009 von Sebastian (Handelskraft).

Online PR is all about Community from RealWire on Vimeo.

[via LW]

{lang: 'de'}

Procter & Gamble im E-Commerce

Verfasst am 10. September 2009 von Sebastian (Handelskraft).

Der US-Konsumgüterriese Procter & Gamble ist im wahren E-Commerce-Leben ein Zwerg, betrachtet man den Umsatz aus dem E-Commerce-Segment prozentual auf den Gesamtumsatz verteilt. Dieser beträgt nicht mal einen einzigen Prozent.

Da ist natürlich nur die Hälfte der Wahrheit, denn der Konzernumsatz liegt bei 79 Mrd. US-Dollar, wovon 500 Millionen auf den E-Commerce zurückgehen. Ist nicht viel. Und da nickt man nichtsahnend mit, wenn Martin Recke (SinnerSchrader), einleitend schreibt:

„Wer kauft schon Shampoo oder Quark im Internet? Kein Wunder, dass der US-amerikanische Konsumgüterriese Procter & Gamble bis jetzt nicht einmal ein Prozent seines Umsatzes auf diesem Weg macht.“

Der neue P&G-CEO Bob McDonald (CEO seit Juni 2009, im Unternehmen seit 1980) möchte diese 500 Millionen Umsatz in den nächsten Jahren auf 4 Mrd. US-Dollar steigern, und zwar nicht nur über den Direktvertrieb.

3-PGDollars-060809

Martin Recke weiter:

„Dieses Ziel harmoniert hervorragend mit steigenden Investitionen in Digital Media: Im ersten Quartal 2009 hat Procter & Gamble seine Bruttowerbeaufwendungen über alle Medien um 18 Prozent gekürzt und gleichzeitig die Investitionen in Onlinedisplaywerbung mehr als verdoppelt.“

{lang: 'de'}

Social Commerce: Semantic Web trifft Marktforschung

Verfasst am 9. September 2009 von Sebastian (Handelskraft).

Eine theoretisch wirklich gute Entscheidung war die jüngste Kooperation zwischen dem Marktforschungsinstitut TNS Infratest und der Qualitätssuchmaschine auf semantischer Technologie TrustYou, die sich auf Hotel- und Reiseveranstaltung spezialisiert hat.

Marktforschung & Semantic Web. Donnerwetter.

Gemeinsam bringen beide Unternehmen ein Produkt zum Marketing-, Produkt- und Qualitätsmanagement für die Reiseindustrie auf den Markt.

Was wirklich sehr interessant ist, dass in dieser Zusammenarbeit, in der auch Social Commerce indirekt zum Einsatz kommt (C2B2B, sozusagen), Verbraucherbewertungen aus dem Netz mit Marktforschungsergebnissen der TNS Infratest kombiniert. Laut Pressemitteilung hat das Marktforschungsinstitut zu diesem Zweck eine Toolbox entwickelt, mit der es möglich ist, Analysen auf Daten von TrustYou durchzuführen.

Ob Hotelgruppen und Reiseveranstaltern wirklich bewusst ist, was für eine Vorarbeit dadurch ermöglicht wird? Es ist zwar fraglich woher diese Bewertungen kommen, aber im Großen und Ganzen, ist das ein interessanter Ansatz, der Zielgruppen beider Unternehmen eine prototypische Entscheidungshilfe für strategische Ausrichtungen zur Verfügung zu stellen.

sma

Eine durchaus fruchtbare Möglichkeit, Social-Media-Aktivitäten vorzubereiten, vor allem in diesem Branchenzweig. Des Weiteren ist diese Entwicklung nicht nur ein Angebot für Player aus der Reisebranche. Viel mehr ist es auch eine Ansage, bestätigt auch der Geschäftsführer der TrustYou, Benjamin Jost, eindeutig:

“Ein Ignorieren der Meinungen, Kritiken aber auch des positiven Kundenfeedback aus dem Internet, schlägt sich langfristig in einem Rückgang der Buchungen nieder.”

Übersetzt heißt das: Ohne unser Produkt, sind Sie im Netz so gut wie geliefert, wenn Sie nicht reagieren.

Ein Fünkchen Wahrheit steckt trotzdem drin. Nur nicht so drastisch. Noch nicht.

{lang: 'de'}

Au ja, ein Internet-Manifest

Verfasst am 8. September 2009 von Sebastian (Handelskraft).

Anstatt das Ende der spürbaren Sommerpause auf den vielen Blogs mal zu genießen, die Ruhe mal gediegen Ruhe sein zu lassen, wird das Sommerloch vollgestopft mit Mittelmäßigkeit. Die Krönung war wohl das gestern veröffentlichte Internet-Manifest, auf das wirklich kein Schwein in dieser Form gewartet hat. Ganze 15 Autoren, Blogger, Journalisten oder Hybriden aus diesen haben sich in 17 Thesen, pardon, Behauptungen ergossen, deren Titel unglaublich fancy und knackig wirken sollen.

Wie so oft hat die Form mal wieder über den Inhalt gesiegt. Lobo, Knüwer, Häussler, Bunz, Niggemeier, Sixtus und so weiter und so fort.

Was ich sehr positiv an diesem „Manifest“ finde, ist, dass man sich damit zumindest im Netz damit mal ein bisschen auseinander setzt und dass zwar einige dieses Schriftstück zwar bedingungslos hinnehmen und bejubeln, einige jedoch noch so klug sind, hinter die sexy Thesen zu gucken. Irgendwie bestätigt dieser Vorgang dieses Manifest sogar. Ob das den Kritikern schon aufgefallen ist? Die meisten sind wohl in die Falle getappt. Zuschauer hingegen können sich im Zuge dieser Debatte schlauer machen. Das Manifest ist für mich ein kleiner Anstoß, der kluge Menschen dazu animieren soll, selber mal über dieses Thema nachzudenken. Kritiker sind in der Regel ernster, als die, die produzieren. Und so verhält sich das auch mit dem Inhalt des Manifests, der nicht wirklich ernst gemeint sein kann. Denn wenn er es sein soll, dann habe ich noch mehr zu lachen.

Das ist ein Pluspunkt. Mehr leider nicht.

Behauptung Nummer 13 und Nummer 15 sind in diesem Zusammenhang wirklich seltsam.

Behauptung 13 („Im Internet wird das Urheberrecht zur Bürgerpflicht“) vs. Behauptung 15 („Was im Netz ist, bleibt im Netz“):

Ähm, geht aus Behauptung 13 nicht hervor, dass Urheber „über Art und Umfang der Verbreitung ihrer Inhalte“ entscheiden dürfen, auch und vor allem im Netz? Wenn Inhalte aber vom Urheber gelöscht werden, was ja sein gutes Recht ist (geht aus Behauptung 13 hervor), dann ist das Archiv der Zeitgeschichte aus Behauptung 15 löchriger als jedes verstaubte Stadtarchiv, die es übrigens immer noch gibt. Die wurden sicher vergessen mit dem Web-2.0 aus unserem Dasein zu verbannen.

So manch andere These lässt sich ebenfalls nur mit einem Staunen lesen.

Der Sommer scheint vorbei zu sein. Schade eigentlich.

{lang: 'de'}