Magento: Mehr als nur eine Alternative zu Eigenentwicklungen

Verfasst am 29. März 2010 von .

Zalando, ein serviceorientierte Onlineshop für Damen- und Herrenschuhe aus dem Hause Rocket Internet, erweitert sein Angebot mit der Zalando Lounge: Ein Shoppingclub nach dem bekannten Closed-Shop-Prinzip:

zalando_lounge

Zalando, das auf der Open-Source-Shopsoftware Magento läuft, setzt mit diesem Launch seinen Konkurrenten Mirapodo von OTTO unter Druck, allein schon durch die Sortimentserweiterung für Kleidung und Fashion.

Zalando zeigt des Weiteren, was das alternative Shopsystem Magento für Vorteile mit sich bringt:

Zalando reizt das Magento-Potenzial damit voll aus. Denn unter den gängigen Shopsystemen ist Magento derzeit das einzige, das es Händlern erlaubt, mehrere Geschäftsmodelle parallel zu fahren.

In einem sehr interessanten Beitrag, hebt Gründerszene-Autor Joel Kaczmarek, außerdem hervor, dass eine Entscheidung hin zu Magento „das Zünglein an der Waage“ sein kann.

Als Agentur bzw. als Magento-Dienstleister ist es vor allem interessant zu beobachten, warum sich Onlineshop-Betreiber für Magento entscheiden, wenn sie bis dato auf eine Eigenentwicklung gesetzt haben. In dem oben verlinkten Zitat von Exciting Commerce ist die Rede von Shoppingclubs wie Brands4Friends, BuyVIP, Pauldirekt oder Vente-Privée, die auf Eigenentwicklungen setzen.

Derzeit herrscht ein Magento-Drall:

[…]Alleine bei Optaros laufen derzeit international vier Shoppingclub-Projekte auf Magento-Basis. Und wenn man sich unter den Magento-Agenturen umhört, dann sind auch dort noch einige Clubs in der Pipeline.

Auch andere Unternehmungen, die seit einigen Jahren auf innovative Konzepte aufbauen, wie beispielsweise DaWanda, laufen auf Eigenentwicklungen.

Im Unterschied zu großen Playern wie Brands4Friends, beschäftigen solche ambitionierten Projekte wie DaWanda allerdings keine Horde an Entwicklern.

Es ist also durchaus wahrscheinlich, dass sich zusätzlich zur Magento-Flut im Shoppingclub-Bereich eine allgemeine Magento-Tendenz entwickelt und zwar dann, wenn es darum geht Änderungen im Shopbereich Marke Eigenentwicklung vorzunehmen und man Schwierigkeiten bekommt, Entwickler dafür zu finden.

Damit sind vor allem Onlineshops gemeint, die sich durch ihre Konzept-Trend-Stellung in den letzten Monaten in den Vordergrund geschoben haben. So auch Groupon-Adaption DailyDeal, die ebenfalls auf Magento laufen.

In diesem Zusammenhang empfehle ich den kurzen und sehr guten Artikel von Alexander Ringsdorff „Wie verändert Magento die E-Commerce-Landschaft?“.

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Eine Reaktion zu “Magento: Mehr als nur eine Alternative zu Eigenentwicklungen”

  1. Martin Gross-Albenhausen

    Am 30. März 2010 um 14:36 Uhr

    Gibt es eigentlich schon irgendwo eine Analyse über die Effekte von “eingebetteten” Clubs vs. reine Clubs? Ist es ein Akquisitionstool, ein Frequenz-Bringer oder ein Margen-Killer? Ist es ein “weiteres” Vertriebskonzept (“multichannel”) oder können die zalando, planetsports etc. dieser Welt beide mit dem entsprechenden Mindset führen?

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