Monatsarchiv für April 2010

Internet-Agentur-Ranking: Magento-Dienstleister zahlreich vertreten

Verfasst am 27. April 2010 von Sebastian (Handelskraft).

rankingLetzte Woche hat der Bundesverband Digitale Wirtschaft das jährlich erscheinende Ranking der Internet-Agenturen herausgegeben.

Zu den Gewinnern, Auf- und Neueinsteigern im Ranking gehören, wie auch bereits im t3n-Magazin erwähnt, Agenturen, die Leistungen rund um das alternative (Open-Source-)Shoppingsystem Magento im Portfolio aufweisen.

Und das sind immerhin 25 der 186 gelisteten Agenturen (via t3n); unsere Agentur dotSource ist als Neueinsteiger auf Platz 112 eingestiegen:

magento_dotSource

Ebenfalls neu eingestiegen und gleich auf Platz 55 gelandet, ist AGETO Service GmbH, die wie wir Mitglied in der Towerbyte e.G. sind.

Magento, das erst seit Ende 2007 am Markt ist, hat seinen Siegeszug auch im Dienstleisterbereich angetreten, wenngleich es auch nur sehr wenige Agenturen gibt, die ausschließlich auf Magento spezialisiert sind. Viele der gerankten Magento-Dienstleister haben neben Magento ihr Hauptaugenmerk auf andere Shopping-Lösungen gelegt, wie etwa TYPO3.

Ende des letzten Jahres kam man nicht mehr drum herum, Magento als den Innovationstreiber im E-Commerce anzuerkennen, was Mitte März 2010 mit einer Finanzspritze in Höhe von 22,5 Mio. Dollar noch einmal besiegelt wurde.

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BeeShopy: Social-Shopping-Extension für Magento

Verfasst am 22. April 2010 von Sebastian (Handelskraft).

beeshopy_logoAnfang Oktober stellte das Open-Source-Beratungsunternehmen Optaros eine Magento-Extension vor, die das Open-Source-Shopsystem Magento via „Facebook Connect“ mit dem sozialen Netzwerk verknüpft. Diese Extension ermöglicht es Nutzern, sich einfach mit eigenen Freunden zu verbinden und einen eigenen Peer um seinen Rat zu bitten, sollte sich der Nutzer für ein bestimmtes Produkt interessieren. Das t3n-Magazin schrieb dazu kurz nach dem Release der Extension:

Potenzielle Käufer bekommen somit die Möglichkeit eigene Bewertungen einzuholen, statt auf Rezensionen fremder Personen vertrauen zu müssen.

Der dazu gehörige Screencast von Optaros (2:30 Min.) erklärt die Magento-Extension „Facebook Connect“ noch einmal sehr schön:

In einigen Wochen wird eine weitere Magento-Social-Shopping-Extension auf den Markt kommen, für Shop: Die BeeShopy Magento-Extension.

beeshopy

BeeShopy ist eine Applikation, die es Shopbetreibern ermöglicht, den eigenen Onlineshop mit Facebook nicht nur zu verknüpfen, sondern direkt einen Facebook-Shop zu eröffnen, Zahlungen zu ermöglichen/akzeptieren und Facebook-Statistiken dazu zu tracken. Entwickelt wurde Beeshopy von dem spanischen Startup BeeCoder, das die Veröffentlichung der Extension für Magento derzeit vorbereitet. BeeShopy befindet sich derzeit in der Beta-Version.

Wie die Extension via Facebook funktioniert und aussieht, kann man selbst live durchexerzieren, siehe die Demo dazu.

Sieht auf jeden Fall sehr vielversprechend aus. Ein Interview mit dem Team von BeeCoder gibt es hier.

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Die Groupon-Blase

Verfasst am 16. April 2010 von Sebastian (Handelskraft).

groupon_logo11209Als am Dienstag gemunkelt wurde, dass der Wert der US-Plattform Groupon, dessen Kopien auch hierzulande derzeit ordentlich auf die Tube drücken, Staub aufwirbeln und eine Runde nach der anderen abschließen, nach einer weiteren, derzeit durchlaufenden Finanzrunde auf 1,35 Mrd. US-Dollar, ja, angeschwollen ist, fand ich den Kommentar „Bubblelicious“ äußerst treffend.

Nach heutiger Meldung, soll die derzeitige Kapitalrunde eine Gesamtsumme von gigantischen 130 Mio. US-Dollar betragen. Erst im Dezember sammelte Groupon 30 Mio. US-Dollar Kapital ein und steigerte damit seinen Wert auf 280 Mio.!

Techcrunch will aus einer Quelle erfahren haben, dass Groupon derzeit knapp 1 Mio. Dollar reinen Profit pro Woche generiert und für 2010 einen Gesamtumsatz von 350 Mio. anpeilt:

We’ve also heard that the Accel round last December, $30 million, was also used to cash out insiders. Meaning the founders, employees and other insiders will be taking a whopping $160 million in secondary stock sales.

Why isn’t Groupon raising the money for operations? Because it’s making money hand over fist, say our sources. The company is generating $1 million or more per week in pure profit from the resale of steeply discounted local business products and services. Estimated 2010 revenue is $350 million.“

Ich finde das monströs. Sehr sogar.

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Bericht: Internet World Kongress 2010

Verfasst am 15. April 2010 von Sebastian (Handelskraft).

internet_world_kongress_fachmesseDa Handelskraft.de Medienpartner auf dem Internet World Kongress war, konnte ich den ersten Kongresstag vollends mitnehmen. Insbesondere der erste Tag war auf eine Entwicklung fokussiert, die in vergangenen Studien bereits aufgegriffen wurde: Das allgegenwärtige Bedürfnis nach verbesserter, emotionalerer Produktpräsentation für den E-Commerce (und was Shopbetreiber an Kosten einkalkulieren müssen).

Mitte März 2010 wurde eine Befragung von ecommerce-leitfaden veröffentlicht, die vielfach zitiert und beachtet wurde:

befragung_ecommerce

Was sind in diesem Jahr die drei wichtigsten Aufgaben für die befragten Shopbetreiber in Bezug auf den eigenen Shop?

Fast die Hälfte der Befragten (45 Prozent) wollen neben der besseren Kontrolle des Erfolgs einzelner Marketingaktivitäten und der Nutzerfreundlichkeit und dem Produktangebotsausbau, die Produktpräsentation im Onlineshop verbessern.

Und so kamen im ersten Kongress-Panel „Branchen im Wandel: Mode- und Luxusartikel“ drei Unternehmen zusammen, die erst vor wenigen Jahren in den Onlinehandel eingestiegen sind und bis dato im stationären Handel aktiv und erfolgreich waren.

Einen wirklich sehr interessanten Erfahrungsbericht („Vom Hersteller zum Händler: Erschließung neuer Umsatzpotentiale durch den Vertriebskanal E-Commerce“), legte die Gerhard Rösch GmbH die Beweggründe für Onlineaktivitäten dar. Ausgangssituation war:

1. Das vollständige Fehlen von Möglichkeiten Kunden direkt ansprechen zu können.

2. Keine Analysemöglichkeiten für Kundenfeedback vohanden.

3. Daraus ableitend: Kaum Kundenbindungsmöglichkeiten.

rösch

Was wirklich hervorragend war, dass man die Zielgruppe sehr realistisch eingeschätzt hat und man von diesem Punkt aus alle Aktivitäten geplant hat. Rösch’s Onlineshop die-reine-wohlfuehlkunst.de läuft auf Enfinity von Intershop.

Einen ganzen Schritt weiter war dagegen das Duo Olsenfashion.com (Olsen GmbH & Co. KG) und next commerce von Sinnerschrader: „Innovative Ansätze zur Produktpräsentation“.

olsen

Genau wie Rösch, hat Olsen aus dem stationären klare Kenntnisse darüber, was die Zielgruppe ist und weiterführend, wie man sie in der Produktpräsentation am besten ansprechen kann. Der Onlineshop ist gepflastert mit Frauen zwischen 25 und 30 Jahren, wohingegen die Zielgruppe Frauen im Alter zwischen 39 und 59 Jahren liegt. Im Ausblick verriet das Duo, man wolle seine Bestands- und Neukundinnen vor allem begeistert. Dafür werden neben dem vorbildhaften Einsatz von Produktdetaildarstellungen und Moderatgebern, die Models in Zukunft angepasst. Das heißt, man wird authentische Frauen dafür nehmen. Diesen Schritt finde ich sinnvoll, mutig und vielversprechend.

„Es sollen keine Fragen bei der Navigation offen bleiben“, verrät die next commerce Beraterin, die das Projekt betreuen und mit einer Individuallösung auf den Weg gebracht haben.

Gegen die Retouren sollen in Zukunft ebenfalls detaillierte Produktbeschreibungen eingebaut werden. Neben der hervorragenden Produktpräsentation kann ich mir durchaus vorstellen, dass man schrittweise beginnt, die Kundinnen mit Kommentar- und Bewertungsfunktionen zu betrauen. In diesem Bereich liegt gerade bei dieser glasklaren und einfachen Umsetzung enorm viel Potential.

Auch im Best-Practice-Teil des Kongresses konnte man eine Vorstellung von dem gewinnen, wofür sich Shopbetreiber derzeit sehr interessieren und was bereits eingesetzt wird.

Der sympathische Schweizer Thomas Lang von carpathia.ch hielt im E-Commerce-Trendpanel einen sehr schönen Vortrag, in welchem er sehr anschaulich innovative Produktpräsentationen in Onlineshops präsentierte, mit Schwerpunkt Produktvideos. Der allgemeinen Aussage gefolgt, Produktvideos steigern die Conversionrate, wurden sehr schöne Anwenderbeispiele gezeigt die noch einen Schritt weiter gingen, wie in etwa unsere Videoshopping-Anwendung des letzten Jahres: Zugara’s Motion Capture und auch die Streaming Augmented Reality bzw. Social-Shopping-Anwendung in der zweiten Generation:

Wirklich sehr interessant. Die Fragen aus dem Publikum: Wie teuer sind solche Anwendungen? Wie teuer sind gute Produktvideos? Erhöht sich die Conversionrate signifikant?

Nach Zahlen und Kosten wurde gefragt, alles Dinge, die auch ein Thomas Lang nicht exakt zu beantworten vermochte. Mich beschlich in diesem Augenblick, dass der Hype einen blenden kann. Aber auch Hype- und Trendkritiker können sich darauf einstellen, dass da nicht nur grobes Interesse da ist, sondern auch Geld in die Hand genommen werden wird und auch bereits kleinere Shops damit erfolgreich experimentieren, wie ich mir von zwei Shopbetreibern bestätigen ließ.

Das waren die Highlights des ersten Kongresstages: Produktpräsentation, Produktvideos und E-Commerce-Gehversuche. Vorsichtig, aber direkt.

Das Thema Social Commerce wurde nur sehr sparsam und vorsichtig berührt. Facebook war fast überall ein Thema, aber die Ideen blieben vorerst aus, zumindest die öffentlichen Statements dazu.

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SEO-Tool: SEOlytics

Verfasst am 12. April 2010 von Sebastian (Handelskraft).

suchmaschinenoptimierungPeer Wandiger von SelbstständigImNetz.de hat vor zwei Wochen einen wirklich lesenswerten Artikel zum Thema kostenpflichtige SEO-Tools geschrieben, in dem erklärt wird, was kostenpflichtige SEO-Tools sind, ob es notwendig ist, für Suchmaschinenoptimierung überhaupt Geld auszugeben und ob/wie man Zeit und Geld mit dem Einsatz von SEO-Tools sparen kann. Eine Beleuchtung von zwei Standpunkten, auch sehr kritisch.

SEO-Tools, wie sie beispielsweise von SEOlytics kostenpflichtig angeboten werden und die auch bei uns in der Agentur zum Einsatz kommen, lohnen sich nach bestimmten Durchrechnungen immens. Für einen kleineren Blog steht das allerdings nicht zur Debatte.Peer Wandigers Zwischenfazit kann man durchaus ohne Bauchschmerzen lesen, wenn er schreibt:

„Während man am Anfang der Selbständigkeit alles selber macht um Kosten zu sparen, ist es irgendwann einfach notwendig, dass man Geld ausgibt um Geld zu verdienen.“

Welches Potential in Keywords steckt, zeigen zum Beispiel die SEO-Tools von SEOlytics, die erstaunlich klare Auswertungen und Analysen im 1. SEO-Controlling bieten:

Hier werden Domaindetails sowohl als Werte gelistet, als auch als Grafik angezeigt. Im Positionsmonitoring gewinnt man schnell und einfach einen Überblick darüber, auf welchem Platz die untersuchte Domain mit welchem Keyword bei den führenden Suchmaschinen Google, Yahoo und Bing gefunden wird. Zusätzlich wird beim Positionsmonitoring untersucht, wie sich die Positionierung im Laufe der Zeit verändert hat.

SEOlytics_Positionen

Weitere Punkte im Positionsmonitoring von SEOlytics sind aggregierte Positionen, Potenzialanalyse sowie Social Media. Ersteres zeigt ausführlich an, wie oft man mit der Domain für die eingesetzten Keywords auf den guten Positionen platziert ist. Die Potenzialanalyse ist ziemlich spannend, da hier echte Potenziale ausgewertet und deren mögliche Ergebnisse simuliert werden, z.B. wie viele Besucher auf die Seite kommen würden, wenn sie mit bestimmten Keywords auf einer sehr guten Position führender Suchmaschinen gelistet werden würden:

SEOlytics_Potenzialanalyse

2. Unter dem Punkt SEM lassen sich alle gebuchten Keywords für eine beliebige Domain anzeigen, oder auch vergleichend für zwei Domains (auf „Domains vergleichen“ klicken), um Übereinstimmungen festzustellen. Unter dem Unterpunkt „Wettbewerbsanalyse ist es beispielsweise möglich, sich alle Wettbewerber zu einer Domain anzeigen zu lassen, anhand einer Auswertung der eingesetzten Keywords.

SEOlytics_Ziel

3. Der Punkt Tools gewährt tiefergehende Einblicke und Auswertungen zur Domain, wobei unter anderem die Sichbarkeit der Domain (SEOlytics Visibility Rank), Backlinks, Keywords und das Branchenranking näher analysiert werden.

SEOlytics_Backlinks

Einen weiteren Testbericht zu SEOlytics findet man ebenfalls bei Karl Kratz.

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Wettbewerb: Deutschlands innovativstes Startup 2010

Verfasst am 8. April 2010 von Sebastian (Handelskraft).

Wie beim Exceed Camp der Live Shopping Days 2010 (im Januar) von den Gründern angekündigt wurde, startet nun der Innovationswettbewerb der ECommerce Alliance aus München, bei dem das innovativste, deutsche Startup 2010 gesucht und gekürt werden soll: Der Gewinner erhält Preise im Wert von 45.000 Euro (als Startkapital).

echallenge

Interessierte Startups, die nach dem 1. Januar 2008 gegründet worden sind, bewerben sich mit einem 30-sekündigem bis maximal zwei Minuten langen Video, in dem sie die Besonderheiten des eigenen Konzeptes herausstellen.

Der Contest umfasst fünf Vorrunden und ein Finale Ende September in München. Pro Vorrunde können sich drei Startups qualifizieren. Der Einsendeschluss der ersten Vorrunde endet am 1. Mai.

Über das Weiterkommen der teilnehmenden Startups, sowie letztendlich über den Gewinner, entscheidet eine vierköpfige Jury, bestehend aus Jochen Krisch von Exciting Commerce, Viktoria Trosien von Tiburon-TV, Alexander Hüsing von Deutsche Startups und Daniel Wild von der ECommerce Alliance.

[via]

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