Monatsarchiv für Mai 2010

Zukunft Mobile Commerce

Verfasst am 28. Mai 2010 von Sabine Bartmann.

Seit einigen Jahren haben sich verschiedene Optionen für Unternehmen herauskristallisiert, um sich in der digitalen Welt zu positionieren. Über das Erstellen eines eigenen Shops, Onlinegames bis hin zu Verlinkungen zu Facebook oder das Nutzen von Apps sind kaum mehr Grenzen gesetzt. Für große Verwirrung dürfte insofern die Frage sorgen, welche Kanäle am sinnvollsten zu besetzen sind, um einen größtmöglichen Effekt zu erzielen. Dieses Problem kann auf der Mikroebene natürlich nur individuell in Bezug zu den jeweiligen Unternehmen gelöst werden. Gesamt gesehen kann jedoch behauptet werden: Der Trend geht in Richtung Mobile Commerce. Dies belegt eine Studie aus dem Jahr 2009 der Unternehmensberatung Mücke, Sturm & Company. Die Analyse bezieht sich auf die Prognose, dass im Jahr 2014 25 Millionen Menschen ein Smartphone nutzen werden von denen 20% der Nutzer mobil einkaufen.

Zwischenablage01Quelle: www.handys-mobile.de

Viele Unternehmer erkennen den Trend, so stimmen fast 80% einer aktuellen Studie der Pangora GmbH und ECC Handel damit überein, dass das Mobile Commerce an Bedeutung gewinnen wird. So schön die Zahlen auch sein mögen, Unsicherheit besteht immer noch über die Umsetzung einer Strategie, um diesen Markt zu bearbeiten. Ein wenig Klarheit verschafft das vor einigen Jahren erschienene Paper der Arbeitsgruppe Mobile Commerce am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Systems Engineering. Ein Trend läuft in Richtung von Gutschein Coupons. Mittlerweile gibt es bereits Sammeldienste, die Rabatte von bestimmten Onlineshops aber auch stationären Händlern anzeigen. Zum Beispiel kann der Verbraucher mit der Smartphone App Coupies sparen, indem mittels GPRS angezeigt wird, welche Restaurants oder Läden Vergünstigungen anbieten.

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Wachstumsbremse Multichannelmarketing?

Verfasst am 26. Mai 2010 von Sabine Bartmann.

Nochmal kurz zur Erinnerung: Durch ein Multichannelmarketing wird versucht Endkunden über verschiedene Wege zu erreichen –  in der Regel sind dies Vertriebs, Leistungs oder Kommunikationskanäle. Diese Strategie kann vorteilhaft sein, um zum Beispiel neue Kundengruppen zu erschließen oder bestehenden Kunden mehr Komfort bei ihrer Bestellung zu bieten. Eines der Hauptproblemfelder des Multichannelmarketings ist die Kannibalisierung, bei der ein Unternehmen mit sich selbst konkurriert, weil ein Kanal mehr genutzt wird, als ein anderer.  Aus Vorsicht wählten Unternehmen eine „ausgewogene Mehrkanalstrategie“, bei der jeder Weg dem anderen nicht entgegensteht.  Der Onlinehandel wurde dabei weitestgehend vernachlässigt. Die ernüchternde Erkenntnis folgte: Laut dem Schweizer E-Commerce Report 2010 der Fachhochschule Nordwestschweiz wurde gerade diese Strategie als Wachstumsbremse entlarvt.

ECommerceReport2

Eine Absage an das Multichannelmarketing bedeutet dies jedoch nicht:

„Einige der betroffenen Firmen stehen mitten in äusserst anspruchsvollen Neupositionierungen. Sie nehmen jetzt eine gewisse Selbstkannibalisierung in Kauf und versuchen, die verschiedenen Verkaufskanäle so aufeinander abzustimmen, dass durch ein vorteilhaftes Zusammenspiel das Leistungsniveau insgesamt erhöht werden kann.”

Eine Strategie in Richtung des Kanals, der sich in einem Wachstumsmarkt befindet, ist hier entscheidend für den Erfolg. Diesen Sinneswandel beschreibt auch Jochen Krisch in einem seiner neusten Blogeinträge mit der Hoffnung darauf, dass dieser anhält.  Die Frage ist natürlich immer noch, ob ein Multichanneling sinnvoll ist und wenn ja, wie die Kanäle miteinander kombiniert werden. Einige positive Beispiele aus Deutschland gibt es bereits, so wie Tchibo oder die Supermarktkette Plus, die das E-Commerce-Potential ausnutzen. Das Onlineangebot deckt sich hier nicht hundertprozentig mit dem stationären Handel. Die Käufer können aus einer breiten Produktpalette wählen, die nicht in vollem Umfang in den Filialen erhältlich ist. Das Angebot stellt hier eine Erweiterung des stationären Sortiments dar, weshalb der Kanibalisierungseffekt wohl eher gering ausfällt. Zu hoffen bleibt aber dennoch, dass dieser generelle Wandel nicht nur hauptsächlich den befragten Schweizer Unternehmen vorbehalten bleibt.

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Facebook Credits – Virtuelle Güter, virtuelle Welten

Verfasst am 21. Mai 2010 von Sabine Bartmann.

An Bekanntheit erlangten virtuelle Güter durch zahlreiche Rollenspiele. Ganz oben auf der Liste World of Warcraft oder die Sims. Der User bezahlt vorab mit realem Geld die virtuelle Währung, das Produkt selbst oder bestimmte Erweiterungspakete, die neues Inventar für das Spiel enthalten.

fb-credits

Bisher waren virtuelle Währungen hauptsächlich in der Gaming-Branche bekannt. Mit der Einführung der Facebook Credits wird dieses Konzept nun auch für eine Social Community angewendet. Seit August 2009 ist die neue Online-Währung in der Beta-Phase. Zwischen einzelnen Applikationen soll mit den Credits ein Austausch gewährleistet sein. Hauptsächlich sind Game-Betreiber vertreten, darunter bereits auf Facebook etablierte Anbieter wie Zynga oder CrowdStar. Neben den Spieleanwendungen können mit einer bestimmten Anzahl von Punkten auch virtuelle Geschenke oder E-Cards erworben werden. Die Vorteile der Facebook Credits wurden eingehend auf der f8-Konferenz vorgestellt. Gründer Mark Zuckerberg betonte:

“With credits, it becomes easier for people to buy things across apps. Rather than being locked into one app that has their credit card, they can buy in any app.”

Facebook  ruft damit in der Social Community eine Währungsunion ins Leben. Kritiker mögen bezweifeln, dass User die virtuelle Währung kaufen, um sie in Güter zu investieren, die nicht physisch greifbar sind. In dem Blog Netgestalter argumentiert der Autor gegen diese Annahme:

„Dass ein Gut nicht physisch greifbar oder real sein muss, um Nutzen zu stiften, wissen schon Kinobesucher: Obgleich die Handlung eines Kinofilms in der Regel völlig fiktiv ist, und der Besucher nach Ende der Vorstellung nichts Materielles mit nach Hause nehmen kann, ist es nichts Ungewöhnliches, für Kinotickets Geld zu bezahlen.“

Ein anderer Kritikpunkt ist der Anreiz, um den Umweg zu gehen, zuerst virtuelles mit realem Geld zu kaufen, damit erst im nächsten Schritt virtuelle Güter bezahlt werden können. Die Lösung des Problems liegt in der Trennung von zwei Welten, erkennt Jochen Krisch:

„Das virtuelle “Geld” fließt erst dann so richtig, wenn die (“virtuelle”) Web-Währung weitgehend entkoppelt ist von der realen Währung (bzw. dem “echten” Geld).“

Klar wird: Die User müssen die virtuelle Welt als eigenständigen Lebensraum anerkennen.  Im Fall der virtuellen Währung muss es insofern die Möglichkeit geben, sein virtuelles Geld zu vermehren.

„Das lehren u.a. auch die Erfahrungen aus dem Gaming-Bereich.“

,führt Krisch mit Referenz auf den Webinale-Vortrag des Snipclip Gründers Martin Szugat an. Auch die Facebook Credits können dazu verdient werden, indem die User zum Beispiel an Umfragen teilnehmen oder reale Güter in einem Online-Shop kaufen.

Wie  sich das virtuelle Geld entwicklen wird, bleibt noch spekulativ. Vielleicht wird in den nächsten Jahren Facebook nicht die einzige Community bleiben, in der sich eine einheitliche Währung etabliert.

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Social-Commerce-Agentur dotSource sponsert Meet Magento #3.10 in Leipzig

Verfasst am 18. Mai 2010 von Sabine Eberl.

Auf der dritten Meet Magento ist die Jenaer Social-Commerce-Agentur dotSource erneut als Platinum Partner vertreten. Das offizielle deutsche Magento Treffen beginnt am 31. Mai. Es lädt interessierte Anwender, Entwickler und Partner der erfolgreichen Open Source Shopsoftware an zwei aufeinanderfolgenden Tagen nach Leipzig ein. Angemeldet haben sich namhafte Vertreter der internationalen Magento Szene.

Die dotSource GmbH präsentiert am 31. Mai im Business-Forum den Vortrag „Social Commerce mit Magento“. Er richtet sich an Shopbetreiber und Marketing-/Vertriebsverantwortliche und erklärt, was sich hinter dem Schlagwort Social Commerce verbirgt, welches Potenzial dieses Thema für Shopbetreiber bietet und wie sich Social-Shopping-Konzepte im Magento Shopsystem umsetzen lassen. Beispiele aus der Praxis runden das Thema ab. Der Referent Sebastian Herold ist Redakteur des Fach-Weblogs www.handelskraft.de, das von dotSource betrieben wird.

Im Ausstellerbereich wird das dotSource Team während der zweitägigen Veranstaltung mit einem eigenen Stand vertreten sein und freut sich auf zahlreiche Gespräche mit den Veranstaltungsbesuchern.

Ausreichend Gelegenheiten zum gegenseitigen Kennenlernen und zum Gedankenaustausch wird es auch am Abend des 31.5. auf der After-Show-Party in der legendären Moritzbastei im Stadtzentrum Leipzigs geben.

Die neue Ausrichtung der Meet Magento auf zwei Zielgruppen begrüßt dotSource Geschäftsführer Christian Otto Grötsch: „Es ist richtig, das Vortragsprogramm nach speziellen Themenkomplexen sowohl für die Entwickler-Community als auch für Shopbetreiber zu untergliedern. So findet jeder Teilnehmer spannende Inhalte und die richtigen Kontakte für sein Interessengebiet.“

MeetMagento

Über Meet Magento #3.10:
Das offizielle Magento Event wird wie im Vorjahr von der Leipziger Agentur Netresearch organisiert. Meet Magento #3.10 findet vom 31. Mai bis 1. Juni 2010 in Leipzig, im Technologiezentrum „GaraGe“, statt. Erstmals wird es Ausstellerflächen geben, die nahtlos in den Kongressbetrieb übergehen. Meet Magento soll sich mittelfristig zu einer ausgewogenen Mischung aus Community-Treff und Business-Forum entwickeln.

Informationen zum Programm und zu den Tickets unter www.meet-magento.de.

Über die dotSource GmbH:
Die Full-Service-Internetagentur dotSource ist Magento Professional Partner und realisiert anspruchsvolle E-Commerce-Projekte und Social-Commerce-Lösungen. Mit der Migration der beliebten Liveshopping-Plattform Preisbock.de auf Magento schuf dotSource eine der derzeit umfangreichsten Magento Plattformen.

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