Liveshopping oder Sale – Worin liegt der Unterschied?

Verfasst am 9. September 2010 von .

Die Anzahl an integrierten Liveshopping-Funktionen innerhalb der Onlineshops hat in der letzen Zeit zugenommen. Shops wie design3000.de oder körperstoff.de bieten mittlerweile jeden Tag ein verbilligtes Produkt an. Auf der gleichen Seite sind oft auch Sales zu finden. Wozu wird dann eigentlich noch ein zeitlich Begrenztes Produkt angeboten? Unterliegen hier die Unternehmen dem Hype um Liveshopping? – Vielleicht, das Wesentliche ist aber der psychologische Effekt, der durch die Angebote innerhalb der Onlineshops geschaffen wird.

Körperstoff
Innerhalb der bereits lange bestehenden Liveshoppingportale werden in der Regel Produkte verkauft, die produktlebenszyklisch bereits ihr Ende erlebt haben (EOL) und zum Abverkauf anstehen. Das ist auch noch heute so, was sich Meiner Meinung nach in der Umsetzung der Liveshopping-Funktion in Shops wie Körperstoff.de oder design3000.de geändert hat, ist die Schnäppchenmentalität.

design3000

Die Bekleidung ist zwar “relativ” günstig, aber besitzt dennoch nicht den Anklang eines Restpostens, so wie es bei Sales oder anderen Live-Shopping Angeboten der Fall ist. Somit ist das zeitlich begrenzte Produkt nicht mehr nur etwas für reine Schnäppchenjäger, sondern wird wie in Shopping Clubs zu einem exklusiven Angebot, das die restlichen Produkte des Onlineshops aufwerten kann. Sales werden hier natürlich nicht überflüssig und können, wie auch bei Körperstoff , nebeneinander existieren, der Unterschied liegt hier nach meinem Empfinden in der Wirkung beider Abverkaufsarten auf den Konsumenten. Natürlich muss für ein exklusives Angebot auch das Sortiment stimmen, denn Aktionen wie bei Lidl tragen kaum zu der Exklusivität einer Marke bei.

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5 Reaktionen zu “Liveshopping oder Sale – Worin liegt der Unterschied?”

  1. Thomas

    Am 9. September 2010 um 14:48 Uhr

    Meiner Meinung nach liegt der Unterschied zwischen einem Sale und einem integrierten Liveshopping-Angebot lediglich in der Variable “Zeit”. Da es bei integrierten Shops doch im Gegensatz zu “echten” Liveshoppingangeboten wie Woot & Co. so ist, dass der Artikel auch nach Ende der Aktion noch verfügbar ist, wenn auch zu einem höheren Preis.
    Der Reiz bei echten Liveshops liegt zum Einen in den Community-funktionen und zum Anderen darin, dass der Artikel einmalig ist (oder nur in großen Zyklen wiederkehrt).
    Man kann die integrierten Liveshops meiner Meinung nach also auch nicht wirklich mit den reinen Liveshops vergleichen, da Letztere ihren Umsatz lediglich mit dem Verkauf der Aktionsartikel generieren während integrierte Liveshops eine verkaufsfördernde Funktion einnehmen. Sie zielen in erster Linie nicht darauf ab lediglich die Aktionsartikel zu verkaufen, sondern haben auch noch die wichtige Funktion potentielle Kunden auf die Seite zu locken, die dann im besten Fall zusätzliche Artikel einkaufen.

  2. Thomas

    Am 9. September 2010 um 15:35 Uhr

    Das kommt auf den Artikel bzw. die Marke an. Wenn z.B. eine Hose einer eher unbekannten Marke angeboten wird, kommt eben dieses Restpostengefühl auf. Die wirklich beliebten Marken lassen sich nämlich selten zu, dass ihre Artikel überhaupt in solchen Angeboten erscheint.
    Wenn man z.B. eine Levi´s anbieten würde, die 40 – 60 % reduziert ist, wäre das ein Verkaufsschlager, aber das wird es wohl nie geben. Das würde nämlich, denke ich, das Image der Marke, das Exklusivität und Qualität verspricht, schädigen.
    Daher finde ich, ja, es kann wirklich sein, dass die Marke mehr in den Vordergrund tritt und es kann auch sein, dass dieses Gefühl vom virtuellen Schnäppchenwühltisch damit ausgeblendet wird, die dafür verwendbaren Marken sind aber leider rar.

  3. Sabine Bartmann

    Am 9. September 2010 um 15:22 Uhr

    seh ich genau so, die Funktion dient der Verkaufsförderung. Aber findest du nicht, dass im Unterschied zu einem Sale die integrierte Liveshoppingfunktion bei einem bestimmten Produktsortiment noch etwas eindringlicher wirkt, da hier die Marke direkter in den Vordergrund gestellt wird und so der Käufer nicht unbedingt das Gefühl hat nur Restposten zu kaufen?

  4. Sabine Bartmann

    Am 9. September 2010 um 15:45 Uhr

    mh, so habe ich das noch nicht betrachtet. Vielleicht funktioniert das auch nur mit Marken gut, die noch nicht so bekannt aber trotzdem ein individuelles design haben…

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    Am 10. September 2010 um 08:49 Uhr

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