Der „Bezahlmarkt“ entwickelt sich

Verfasst am 31. Mai 2011 von .

Ein wichtiger Baustein jedes Online-Shops ist die Zahlungsabwicklung. Neben den etablierten Varianten, Rechnungskauf, Nachnahme, Paypal und Kreditkarte entsteht neue Konkurrenz. Der Payment Markt entwickelt sich derzeit rasant.per Amazon bezahlen
Vor allem PayPal wird mit direkten Konkurrenten konfrontiert, denn Amazon startete seinen eigenen Bezahlservice „Bezahlen über amazon“ auch in Deutschland. Dieser Service ist zu dem nicht auf Amazon beschränkt und veranschlagt die gleichen Gebühren (1,9% der Kosten plus einen fixen Satz von 0,35€) wie PayPal auch. PayPal hat zwar den immensen zeitlichen Vorsprung und auch eine gute Marktdurchdringung. Amazon jedoch bietet rund um den Bezahlservice ein Komplettpaket für den ganzen Bestellvorgang. Außerdem steht der Name Amazon für Zuverlässigkeit und Erfahrung rund um E-Commerce-Tätigkeiten.

Ein weiterer Service der derzeit sehr kritisch betrachtet wird ist sofortüberweisung.de. Dieser nennt als großen Vorteil die schnelle Abwicklung und den daraus resultierenden sofortigen Versand. Sowohl Shopbetreiber als auch die Käufer sind wegen der Geschwindigkeit sehr positiv angetan, doch ist es fragwürdig seine bankeigenen Daten wie die PIN und die TANs für Drittanbieter zu verwenden, denn dadurch wird der Nutzungsvertrag für die Onlinedienste der Banken gebrochen.

In diesem Fall würde bei einer Sicherheitslücke der Rechtsanspruch des Kontoinhabers sehr undurchsichtig werden.

sofortüberweisung.de

Trotzdem vertrauen bereits 17000 Shops auf den Service und die Seite wirbt mit einem TÜV-geprüftem Sicherheitsstandard und einer Versicherung in Höhe von 5000€ für, wie mehrfach erwähnt, noch nie dagewesene Betrugsfälle.

Ein Service der das Bezahlen im Einzelhandel komplett verändern könnte und in Amerika bereits jetzt schon ändert, ist das Bezahlen über NFC ( Near Field Communication ). Einer der ersten Anbieter ist Google mit seinem Service „wallet“. Bei dieser Bezahlweise hält man ein NFC-fähiges Endgerät wie ein Smartphone vor ein Terminal und „bezahlt“ via integrierter Kreditkartendaten. Das interessante dabei ist, dass Google wallet gleichzeitig Bonussysteme integrieren kann und so für Dienste wie Groupon oder auch Payback interessant sein könnte.

Auch hier liegen die Schwierigkeiten im Bereich des Datenschutzes und der Sicherheit. Über Terminals könnten andere Daten aus dem Handy bezogen werden. Außerdem werden Trickbetrüger einen Weg finden, wie man unbemerkte Zahlungen vom Smartphone veranlassen kann.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass jeder dieser Services vor allem Komfort als großes Plus bietet. Dem gegenüber stehen meist die Bedenken über Sicherheit und Datenschutz.

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Kategorie: Payment, Social Web


3 Reaktionen zu “Der „Bezahlmarkt“ entwickelt sich”

  1. Thomas Wetzel

    Am 1. Juni 2011 um 09:19 Uhr

    Nachtrag:

    Nachdem Google Offers nun gestartet wurde, ist der Gedanke das Google wallet mit Groupon verbunden wird natürlich vollkommen überholt und unsinnig. Sie werden ihre Produkte wie Apple aufeinander abstimmen und so ein großes Unterscheidungsmerkmal und Abhängigkeiten erzeugen!

  2. Manuela Sieber

    Am 7. Juni 2011 um 13:35 Uhr

    Saferpay, der Marktführer aus der Schweiz, verbreitet sich in Deutschland auch immer weiter. Eine Beschäftigung damit lohnt sich. :-)

  3. Marion

    Am 8. April 2012 um 13:45 Uhr

    Bargeld ist derzeit wieder gefragt 😉