Stylight: Ein Fashion-Netzwerk

Verfasst am 11. Oktober 2011 von .

Wie sieht ein spannendes Fashion-Netzwerk aus und wie ist es aufgebaut?

Die wohl mit spannendste Session auf der K5 Konferenz beleuchtete die Perspektiven für den Fashion- und Modebereich, in deren Verlauf auch das neue Stylight Heartbeat vorgestellt wurde und das Stylight Team tiefe Einblicke zum Aufbau und zur Konzeptentwicklung gab.



Stylight, das mit „What makes your heart beat“ eine Neuausrichtung gewagt hat, ruft auf den ersten Blick Erinnerungen an Fashiolista ins Gedächtnis, das das Love-it-Prinzip schon eher umgesetzt und sich damit als erster ambitionierter Mode-Empfehlungsdienst nach Polyvore profiliert hat.

Aber genau hier lohnt es sich näher und vor allem mit einem weiblicheren Blick hinzusehen, um zu erkennen, dass die Ambitionen Stylights mehr sein könnten, als „nur“ ein Empfehlungsdienst zu sein: Ein Fashion-Netzwerk (mit Wunschzettelkonzept).

Stylight ist es als bisher einzigem Anbieter dieser Art gelungen, eine emotionale Kernkomponente im Konzept an den Mann, Entschuldigung, an die Frau zu bringen. Orientierung hat sich das Gründerteam von Stylight bei der eigenen Zielgruppe gesucht um nicht in die Falle zu tappen, in die Fashiolista getappt ist: Zu viele Features.

Dass das ganze Konzept exklusiv mit Mode-Bloggern erarbeitet wurde, die eben sehr viel mehr Orientierungshilfe und Feedback zum Aussehen und Anforderungen geben können, spricht nur einmal mehr für Stylight.

Kern von Stylight sind zwei Features: Das „Herzen“ von Artikeln (und das Sammeln auf dem eigenen Profil) und das Followen (im Twitter Prinzip) anderer Modebegeisterter. Nicht mehr und nicht weniger. Und eben diese minimalistische und reduzierte Umsetzung macht es Usern einfach, zu verstehen, was Stylight will und bieten kann.

Auf der K5 Mode-Session konnte Stylight sehr nüchtern und mit wenigen Worten verständlich machen, dass das Social Web (im Modebereich) weiblicher ist und Frauen mit einer viel interessanteren Intelligenz Dinge bedienen. Und so stellt sich natürlich die Frage, ob Feature getriebene Plattformen trotz funktionalem (Über-)Angebot den Ansprüchen der User gerecht werden können; oder um es bei einer Aussage zu belassen: Weniger ist oftmals mehr.

Das Team hat Stylight so radikal reduziert, dass man den „Großmuttertest“ eingeführt hat: Versteht es meine Oma, dann ist es verständlich. Das heißt nicht, dass Großmütter weniger verstehen, es zeigt nur, dass Stylight Heartbeat mehr ist, als ein „simpleres“ Fashiolista.

Es steckt viel Überlegung und emotionale Ansprache in der Neuausrichtung von Stylight und meiner Meinung nach das Potential für das erste Fashion-Netzwerk, das mehr sein kann, als nur ein Mode-Empfehlungsdienst. Mode ist ein emotionales Thema. Das scheinen einige Männer nun endlich begriffen zu haben.

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