3D-Drucker als Zukunftsweiser? Warum nicht!

Verfasst am 29. Februar 2012 von .

Die Zukunft des E-Commerce sieht rosig aus. Die Prognosen für die nächsten Jahre sind rund um positiv. Eine der größten Fragen im Zusammenhang mit dem immer größer werdenden Sektor wird sein, wie die mit dem Wachstum verbundenen Logistikanforderungen in der Zukunft lösen kann. Die Deutsche Post DHL hat zu diesem Thema fünf Zukunftsprognosen für das Jahr 2050 erstellt. Bei allen Theorien steht ein gewaltiger Logistiksektor im Mittelpunkt. Doch was wenn die Logistik durch eine bereits bekannte Technik vollkommen verändert wird?

Linda Bustos von GetElastic beschreibt, wie sich die Zukunft mit 3D-Druckern entwickeln könnte. Durch den Fortschritt in den letzten Jahren ist es für viele möglich geworden sich einen einfachen 3D-Drucker zu leisten. Wenn man nun den Zeitraum bis 2050 betrachtet könnte sich die Technik soweit entwickeln, dass langfristig viele Produkte digital versendet werden könnten, um anschließend im eigenen Haushalt gedruckt zu werden. Natürlich würde das die Logistik nicht komplett ersetzen. Für große Produkte müssten auch große Drucker existieren. Im Falle von z. B. IKEA könnten aber auch Einzelteile verschickt und so die Übermittlung von großen Möbelstücken ermöglicht werden.

Den großen Problemfaktor, in dieser durchaus gewagten Zukunftsvision, dürften die „Druckerpatronen“ darstellen. Es wird nicht leicht einen Goldring zu drucken, wenn man kein Gold hat. Auch eine Essenserstellung, wie in der Science-Fiction-Reihe Star Trek durch fortgeschrittenere Replikatoren geregelt, dürfte Probleme verursachen. Es müssten für alle Druckexemplare die nötigen Grundressourcen vorhanden sein.  Die Logistik müsste also den Ressourcentransport übernehmen und Onlineshops müssten nur „Rezepte“ für Produkte verkaufen. Wie man dann den Druck auf z. B. nur einen Goldring beschränkt und Copyrights geklärt werden, bleibt eine andere Frage.

Insgesamt klingt das alles sehr weit hergeholt, doch wer hätte vor 40 Jahren damit gerechnet, dass man sich Spielzeugautos oder seine Kaffeetasse auch mit dem eigenen 3D-Drucker herstellen kann. Ich bin sicher, dass es genug schlaue Köpfe gibt, die eine ähnliche Vision haben und diese auch ermöglichen wollen. Es darf spekuliert werden, wann und unter welchen Bedingungen der erste Onlineshop seine Produkte über diesen Weg anbietet. Die ersten 3D-Drucker zu erschwinglichen Preisen stehen bereit und eine Zielgruppe wird sich langsam aufbauen.

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7 Reaktionen zu “3D-Drucker als Zukunftsweiser? Warum nicht!”

  1. Andre Ulrich

    Am 29. Februar 2012 um 13:26 Uhr

    Eine schöne Vorstellung, nur aktuell sind die 3D-Drucker eher eine Spielerei.
    Ob sich besagte Probleme lösen lassen werden, sei einmal dahingestellt, hier dürfte der Kostenfaktor eine Rolle spielen.
    Wer das geld für die “Druckerpatronen” mit Gold oder Nahrung hat, hat auch das Geld für die Logistik.
    Alle anderen besitzen eben nur die Basis-Version und drucken sich den ganzen Tag Spielzeug aus.

    In den Zukunftsszenarien von DHL sehe ich das 4. Szenario als realistischstes. Mals ehrlich, die anderen sind doch recht weit hergeholt:

    Szenario 1: Zügelloses Wachstum? Seit wann wachsen wir denn wieder zügellos? Oder ist ein Wirtschaftswachstum von 0,5% schon zügellos?

    Szenario 2: Neuartige Raumtransporter, ja nee, is klar!

    Szenario 3: Individualismus? Wird seit Jahren von den Medien und vom Staat massiv gestört.

    Szenario 4: Sehr realistisch. Job´s für Kraftfahrer ohne Ende! Und Sicherheitspersonal, das die gepanzerten LKW vor der plündernden Bevölkerung schützt. Genauso wird es wohl kommen!

    Szenario 5: Globalisierung rückgängig machen? Wohl kaum möglich!

  2. Thomas Wetzel

    Am 29. Februar 2012 um 13:38 Uhr

    Die Raumtransporter würde ich jetzt nicht ganz abwegig einordnen (siehe mögliche Weltraumreisen, sind ja immerhin noch 40 Jahre) aber ansonsten sind die Theorien schon sehr gewagt! Denke auch das es eine lange Early-Adopter-Phase geben wird bei der 3D-Druckerwirtschaft.

  3. Andre Ulrich

    Am 29. Februar 2012 um 13:43 Uhr

    Nunja, der Airbus A380 hat eine Entwicklungszeit von 10, 15 Jahren gehabt?

    Und nun scheinen sich erste Mängel zu zeigen, die ein solches Großflugzeug mit sich bringt, wie Risse an den Tragflächen usw.

    Die möglichen Weltraumreisen beziehen sich ja auch nur auf den Personentransport im kleinen Kreis und sind dermaßen teuer, dass ein Raumtransporter wahrscheinlich die Größe von 5 Superfrachtern bräuchte, damit ein Abheben überhaupt lohnt…

    Wir können aber gern in 2050 hier nochmal darüber diskutieren ;)

  4. Dickmilch

    Am 3. März 2012 um 10:03 Uhr

    hm, das hätte was: Eine Druckerpatrone mit Rohmilch, mit der man morgens einen cremigen Joghurt, mittags Crème Fraiches und Abends eine Scheibe Käse druckt. Ich bin dabei =)

  5. 10 Lesetipps der Woche für Shopbetreiber » shopbetreiber-blog.de

    Am 9. März 2012 um 08:23 Uhr

    [...] waren gestern. Hier kommt der TouchcodeWo bleibt die Zielgruppenausrichtung bei Onlineshops?3D-Drucker als Zukunftsweiser? Warum nicht!Lernen vom TeleshoppingKundenbindung mit verkürztem Checkout3x WhichTestWon Winner!Developing a [...]

  6. Peter Dotorg

    Am 30. März 2012 um 16:17 Uhr

    Hi zusammen,

    habe gleich mal etwas im Internet nach 3D Druck-Dienstleister gestöbert. Leider habe ich selbst nicht soviel Ahnung von 3D Design – echt schwierig. Aber es gibt ja genügend Spezialisten, die sich damit auskennen.

    Hier bei http://www.3D-Activation.de habe ich mir eine 3D Büste in Farbe für meine Mutter bestellt. Bin schon sehr auf das Ergebnis gespannt. Soll keine Werbung sein, aber über eine interessante neue Idee kann man ruhig was schreiben.

    Guter Artikel – regt zum Nachdenken an.

  7. print10

    Am 2. Mai 2012 um 12:02 Uhr

    Hallo,

    meiner Meinung nach ist eine sehr nette und brauchbare Innovation.
    Gerade im Privatbereich prima verwendbar :-)