“Ok Glass, Purchase this!” Kommt jetzt Instant Commerce?

Verfasst am 26. Februar 2013 von .

“Glass, Purchase!” Kommt jetzt Instant Commerce?

Foto: Antonio Zugaldia (flickr.com)

Die gestern im Blog gestellte Frage, was Google Glass im E-Commerce anstellen könnte, hat mich selbst nicht losgelassen. Daher möchte ich versuchen, sie selbst zu beantworten und lasse Euch an unserem Brainstorming teilhaben.
Geordnet ist unsere Liste danach, wie schnell die Folgen Realität werden könnten. Die ersten sind bereits in Ansätzen vorhanden.

Die Ausgangslage: Eine Brille, die alles (über uns) weiß

Hinter der Datenbrille steht nichts anderes, als die üblichen Google Konten. Dort befindet sich bereits ein Datenschatz über uns selbst, der seinesgleichen sucht. Bei genauerem Nachdenken ist es erschreckend, in wie vielen Lebenssituationen uns ein Google-Produkt hilft, den Alltag zu meistern. Wer Google Glass trägt, füttert sein Nutzerprofil mit weiteren Informationen, die lückenloser und allumfassender sind, als alles, was wir uns vorstellen können.

Das liegt erstens daran, dass Google Glass kein Smartphone in Brillenform sein will, sondern ein mit unserem Körper verwachsener Zugang zur “Augmented Reality”. Durch die Sprachsteuerung, bzw. Spracherkennung sind Eingaben nicht nötig, Informationsabrufe oder Käufe sind unmittelbar umsetzbar. Das was wir tun, wo wir hingehen und wen wir treffen, ergänzt die bereits durch unseren digitalen Datenverkehr bekannten Informationen um lebensweltliche. Kann es noch persönlicher werden?

Zweitens liegt das an der Verknüpfung geographischer, lokaler und persönlicher Daten. Durch das Sammeln geographischer Daten hat Google dafür gesorgt, dass Glass über genügend Informationen zu unserem aktuellen Standort verfügt. Unser Lebensraum lässt sich wie in der virtuellen Welt eines Spiels abbilden. Durch die Datenbrille können wir uns darin nun auch bewegen, als wäre es eines. Alle Informationen, die durch Google Maps, Street View und Places vorhanden sind, werden mit dem eigenen Standort, persönlichen Vorlieben und temporären Bedürfnissen verknüpft. Das semantische Web, das Internet der Dinge, hier beginnt es.

Welche Folgen hat Google Glass für den E-Commerce? 8 Ideen:

  1. Coupons kehren personalisiert zurück
  2. Die Ansprüche an die Prozesse steigen, das Tempo erhöht sich
  3. Informationen werden noch wichtiger
  4. QR-Codes fallen weg – Einfach hinschauen!
  5. Social Commerce geht im Verkaufsprozess auf
  6. Virtuelle Shoppingassistenten
  7. Instant Commerce & Payment per Sprachsteuerung
  8. Real Life AdWords

Das sind unsere ersten Ideen. Wie wird Shopping mit Google Glass eurer Meinung nach aussehen?

(4 Bewertung(en), Schnitt: 4,00 von 5)
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Kategorie: Mobile Commerce


Eine Reaktion zu ““Ok Glass, Purchase this!” Kommt jetzt Instant Commerce?”

  1. Michael Schuh

    Am 1. März 2013 um 06:13 Uhr

    Guten Morgen zusammen,

    ich sag nur: Willkommen in der Zukunft! Ich bin wirklich gespannt auf das Produkt ob es sich durchsetzen wird. Alleine die technischen Anforderungen sind enorm. Dauerhafter, flüssiger Internetzugang, GPS Anbindung und vor allem eine Spracherkennung die auch im Straßenverkehr und mit Nebengeräuschen aus unserem Alltag klar kommt. Ganz zu schweigen alles auf ein “Instantshopping” um zu stellen. Ich denke viele Shopbetreiber lokal wie virtuell werden sich sehr lange am Anfang wehren, es sei denn Google bringt eine Plattform raus, mit der man so etwas automatisiert umsetzen kann. Ansonsten sind solche Leistungen kaum noch bezahlbar. Oder wir Agenturen werden uns nur noch an eine handvoll Kunden binden für die wir ausschliesslich Arbeiten.

    Nichts desto trotz denke ich Glass hat eine Zukunft und ich bin gespannt wie lange es dauert bis wir wie Geordi von der Enterprise rumrennen 🙂

    Grüße
    Michael

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