Runtastic: Von der Lauf-App zum Hardware-Hersteller

Verfasst am 24. Oktober 2013 von .

Runtastic LogoEin Startup, das aus sich selbst herauswächst, früh internationalisiert und so professionell auftritt, dass es häufig dem Silicon Valley zugeordnet wird – das ist Runtastic. Zeit, den (nicht mehr allzu) Hidden-Champion einmal vorzustellen.

Seitdem die Österreicher 2009 mit der Lauf-App starteten, ist viel passiert. Inzwischen lässt sich fast jede Sportart tracken, es können Ernährungspläne und Fitnessprogramme erstellt werden, auch Krafttraining und Wellness gehören neben klassischem Fitnesstraining zum Programm. Der Hardware-Bereich geht längst über das Smartphone-Armband hinaus, mit der auf der IFA vorgestellten Fitnesswaage Libra hat man den klassischen Läuferbereich auch im Geräte-Portfolio hinter sich gelassen. Langfristig hat man es sich bei Runtastic zum Ziel gesetzt, Sportbegeisterte jeder Spielart und jedes Professionalisierungsgrades auf dem Weg zu neuen Höchstleistungen zu begleiten.

Neben dem Sitz in Linz ist das Unternehmen auch in Wien und San Francisco vertreten, zählt 85 Mitarbeiter und wird noch immer von den Gründern geführt. Das Portal ist als soziale Plattform aufgebaut, es gibt außerdem ein Blog und einen Youtube-Kanal. Basis des Geschäftsmodells bildet ein Freemium-Modell, durch Pro- und Goldpartnerschaften werden weitere Auswertungs-, Analyse- und Austauschmöglichkeiten zu den Basisfunktionen hinzugeschalten.

Fakten zu Runtastic (Stand Juli 2013):

  • Über 40 Millionen App-Downloads
  • 290,000+ Facebook-Fans
  • 16,500+ Twitter-Follower
  • 65,000+ Google+Follower
  • 23,000+ YouTube-Abonnenten

Mario Aichlseder, Head of Growth, sorgte mit diesen Zahlen auf der diesjährigen K5 einigermaßen für Erstaunen im Publikum. Selbstbewusst präsentierten sich die Österreicher als Weltmarktführer bei mobilen Fitness-Apps und dazu passender Hardware. Auch weiterhin ist geplant, sich noch breiter aufzustellen: Man ist bereits Smartwatch-Partner mit Sony und Samsung und streckt mit dem Workout-Mix die Fühler in Richtung Musik. Hard- und Software-Produkte sollen noch weiter verknüpft werden, um Cross-Selling zu verstärken, Schwellenländer wie Indien und Brasilien sind auf der Weltkarte rot markiert. Bei all den Wachstumsplänen soll das Unternehmen auch in Zukunft schlank aufgestellt bleiben.

Eigene Hardware – Vorbild für andere Pure-Player?

Auf der Suche vieler Pure-Player nach dem Weg aus der Amazon-Falle könnte auch der Einstieg in den Hardware-Bereich interessant werden. Für Runtastic kommt der Trend zur “Wearable Technology” wie gerufen und fügt sich sinnvoll in das bisherige Portfolio. Mit Standardprodukten wie “Running Gloves” und Armbändern konnte man testen, ob Kunden auch physische Produkte von der eigenen Marke nutzen möchten, dank der Kompetenz im Sport-und Fitnessbereich entstehen nun innovative, nur über den eigenen Shop erhältliche Produkte.

Ein Modell, das Schule machen wird?

Runtastic im K5-Ticker: k5ticker.tumblr.com

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