Warum Marketing 2004 stehen geblieben ist [Storytelling]

Verfasst am 30. Januar 2014 von .

StorytellingGary Vaynerchuk, Unternehmer und Social Media-Experte, ist fassungslos: Marketing und Werbung werden von 99 Prozent der Marketer so betrieben, als wäre es 2004 statt 2014 – via Print, TV, Radio oder Plakaten.

Was daran so katastrophal ist, hat er in der untenstehenden Slideshare-Präsentation zusammengefasst:
Die althergebrachten Kanäle sind nicht mehr halb so wertvoll wie früher. Menschen schauen nicht auf Plakate, wenn sie auf den Bus warten, sondern auf ihre Smartphones. E-Mails sind die Geißel der westlichen Zivilisation und dank Google endlich in die hinterste Schublade des Postfachs verschwunden.

Die Leistungs- und Werteversprechen haben sich ganz einfach verändert. Der ROI der klassischen Werbung ist im Vergleich zu früher in den Keller gegangen. Das liegt daran, dass sich die Aufmerksamkeit der Kunden verschoben hat und es in hohem Tempo weiterhin tut. In einer Zeit, in der AHDS zum gesellschaftlichen Standard wird, sind Zeit und Aufmerksamkeit wertvolle Güter.

Der Partygast, der nur von sich spricht

Am Ende des Tages kommt es darauf an, sein Nutzenversprechen in Worte bzw. eine Geschichte packen zu können. Denn nicht das Medium, sondern der fähige Verkäufer selbst ist es, der den Kunden dazu bringt, etwas zu kaufen.

Was tun Marketer hingegen auf sozialen Medien? Sie bombardieren ihre Zielgruppen wie früher die Plakate und später unsere E-Mail-Postfächer. Sie verkennen dabei, dass es sich hier um die ersten Plattformen mit Rückkanal handelt, die also ein Gespräch ermöglichen.

Soziale Medien, insbesondere Twitter, sind die Cocktail-Partys des Internets. Wie auf jeder Party ist es keine clevere Idee, die ganze Zeit von sich zu sprechen. Das Ziel sollte die Interaktion sein, um tatsächlich einen Nutzen zu schaffen. Genau das sollten Marketer tun.

Besonderheiten der Nutzergruppen & Medien respektieren

Jede Plattform birgt ihre Besonderheiten, ein Instagram-Nutzer hat eine andere Motivation als jemand auf Pinterest oder Facebook. Nur wer jedes Netzwerk für sich verstanden hat, kann dort angemessen und sinnvoll kommunizieren. Die Storys, die man zu erzählen hat, müssen dementsprechend angepasst werden.

Um beim Party-Beispiel zu bleiben, nicht jedes Smalltalk-Thema funktioniert zu allen Gelegenheiten.

Wer das nicht lernt und seine Kunden weiterhin anspricht, als wäre es 2004, wird untergehen. Da ist sich Gary Vaynerchuk sicher.

Storytelling in 2014 from Gary Vaynerchuk

via eikeollech.com

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