Google stellt “Android Wear” vor – braucht es Beacons dann noch?

Verfasst am 19. März 2014 von .

Die Gerüchte um “Google Gem” waren erstaunlich korrekt – Google hat nun offiziell “Android Wear” vorgestellt. Die Smartwatches von LG und Motorola sollen im Sommer auf den Markt kommen.



Wie im Video zu sehen, dient die Uhr als digitaler Assistent, der weiß, wo man ist, die eigenen Vorlieben kennt und über Termine benachrichtigt. Notizen oder Suchanfragen sind per Sprachsteuerung möglich (“OK, Google”), außerdem können Daten von Sensoren verarbeitet werden, was für Sportler und Selftracker interessant ist.

Moto36 Metal

Foto: Motorola Mobility

Überraschenderweise sieht insbesondere die Uhr von Motorola recht elegant aus. Das dürfte der Verbreitung zuträglich sein. Hinzu kommt natürlich das Google Ökosystem, perspektivisch können alle Dienste von Google AdWords bis Google Now die lokalen Funktionen des Gadgets stellen, ohne dass etwas dazugetan werden muss. Durch den Zukauf von Nest wird auch das Thema Heimautomatisierung abgedeckt.

Google kann vieles ersetzen, aber (noch) nicht alles

Angenommen auch das große Problem der Akkulaufzeit wird gelöst und die Uhr setzt sich durch – dann wären viele aktuelle Projekte rund um das Internet der Dinge erst einmal obsolet, da sie Google mit einem Fingerschnipsen ersetzen kann. Für Push-Nachrichten braucht es beispielsweise keine Beacons, das kann auch die Google Smartwatch. Der “Große Bruder” Google weiß ohnehin, wo wir uns befinden und kennt unsere Vorlieben, kann also gezielt Botschaften schicken, wo es gewünscht ist und stellt damit die angenehmere Alternative dar. Für Händler entfällt ein neuer Kanal, da er in der vertrauten Google-Welt bleiben kann. Nur beim Thema Payment bleiben Fragen offen, ein Bezahl-Szenario kommt im Video nicht vor.

Auch für einige Szenarien außerhalb des Handels sind Beacons im Vorteil, da sie noch weitere Möglichkeiten eröffnen, die mit Smartwatches nicht abgebildet werden können. Ironischerweise ist ein Anwendungsfall der Beacons im Video von Google zu sehen, die Warteschlangen-Szene würde damit nicht vorkommen, da der Einlass deutlich schneller liefe.

Zwischenschritt zu Google Glass

Alles in allem sind die Uhren eine schöne Fingerübung für Google und ein bequemer Trittstein für die Kunden auf dem Weg zu Google Glass, da sie Rahmenbedingungen und Aktzeptanz für “Wearable Technology” schaffen.

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Eine Reaktion zu “Google stellt “Android Wear” vor – braucht es Beacons dann noch?”

  1. Julian

    Am 25. März 2014 um 07:56 Uhr

    Ich freue mich auf die Smartwatch von LG. Ich finde diese nicht nur praktisch sondern auch schön. Ich stelle mir allerdings die Frage, wie die Akkulaufzeit aussehen wird!

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