Webanalyse-Tools: 41 Prozent aller Shops verstoßen gegen Datenschutzvorgaben

Verfasst am 23. Juli 2014 von .

Der Shop-Datenschutz-Monitor 2014 untersucht den datenschutz-konformen Einsatz von Webcontrolling-Lösungen auf Onlineshops. Dafür wurden 6.523 Shops analysiert, die verwendeten Tools identifiziert und geprüft, beispielsweise über Elemente der Tracking-Codes.
Mit erschreckenden Ergebnissen: 41 Prozent aller Shops verstoßen gegen die geltenden Datenschutzvorgaben. Diese Zahl bezieht sich jedoch nur auf die Nutzung von Google Analytics.

Betrachtet wurden die zehn Webcontrolling-Anbieter mit den höchsten Marktanteilen in Deutschland:
  • SiteCatalyst
  • Webtrends
  • Google Analytics
  • Webtrekk
  • Econda
  • ATInternet
  • Piwik
  • Open Web Analytics
  • Statcounter

Verbreitung der Webanalyse-Tools in Deutschland

Die Zahlen zeigen eine klare Dominanz kostenloser Tools. Insgesamt 3.628 Shops setzen kostenlose Webcontrolling-Lösungen für das Auswerten von Besucherverhalten ein. Abgeschlagen dahinter liegen Piwik (281), Statcounter (15) und Open Web Analytics (5). Nur 59 Shops setzen High-End-Lösungen wie SiteCatalyst, Webtrends oder Webtrekk ein.

Nutzung von Webcontrolling Tools in Deutschland

Spitzenreiter ist dabei ganz klar Google Analytics, das kostenlose Tool wird von 3.327 der untersuchten Shops verwendet.

Interessant ist auch, dass bereits 12,4 Prozent der Onlineshops die neue Version Universal Analytics im Einsatz hat, während 60 Prozent noch immer mit der veralteten Version von Google Analytics arbeiten. 2,1 Prozent der Onlineshops haben zudem Google Tag Manager bereits auf der Seite implementiert.

Datenschutz-Verstöße bei der Verwendung von Google Analytics

Aufgrund der hohen Verbreitung wurde der Einsatz von Google Analytics im Rahmen der Untersuchung auf den datenschutzkonformen Einsatz geprüft. Die Überprüfung ergab, dass 1.356 von 3.327 überprüften Shops gegen die aktuellen Datenschutzrichtlinien verstoßen, das entspricht ganzen 41 Prozent.

Dass solche Verstöße auch bei den anderen Tools auftreten können, schließen die Macher der Studie nicht aus. Shopbetreiber sollten ihre Analysetools jedenfalls einer kritischen Prüfung unterziehen, nicht nur, da Verstöße dieser Art mit rechtlichen Schritten geahndet werden. Auch gegenüber der Kunden und Partner sollte darauf Wert gelegt werden, dass sauber gearbeitet wird.

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Eine Reaktion zu “Webanalyse-Tools: 41 Prozent aller Shops verstoßen gegen Datenschutzvorgaben”

  1. Michael Ilnitski

    Am 31. Juli 2014 um 12:44 Uhr

    Um das Problem zu lösen, muss man in 3 Schritten vorgehen:
    1. Quellcode der Seite ändern
    2. Datenschutzerklärung anpassen
    3. Gespeicherte (nicht anonyme) Daten löschen

    Beste Grüße,
    Michael
    aqvisit

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