E-Commerce-Lösungsanbieter vorgestellt: Magento [Update]

Verfasst am 19. August 2014 von .

Die E-Commerce Software Magento wurde 2008 als Open-Source-E-Commerce Plattform ursprünglich durch das Unternehmen Varien Inc. veröffentlicht. Mit der Übernahme durch eBay im Jahr 2011, als eine hundertprozentige Tochter, wurde das Unternehmen in Magento Inc. umfirmiert.

Heute ist Magento Inc. ein US-amerikanischer Softwarehersteller mit Sitz in Culver City (Los Angeles County). Magento richtet sich vorrangig an kleine und mittlere Unternehmen im B2C-Sektor, wobei Bestrebungen von eBay bestehen, zukünftig mehr Großunternehmen zu gewinnen. Zu den bekanntesten Kunden zählen Cornelsen, The North Face, Olympus, und Men’s Health.

Die Software

Derzeit bietet Magento zwei Versionen der ECommerce Software an, die kostenfreie Community Edition (Magento CE) und die kostenpflichtige Enterprise Edition (Magento EE). Der Core, die Struktur der Software sowie Backend und Frontend sind gleich. Die Unterschiede zwischen den beiden Versionen bestehen vorrangig hinsichtlich Support und Umfang der integrierten Features.

Hinter Magento steht eine sehr große Entwickler-Community, die für eine laufende Weiterentwicklung des Systems sowie eine Vielzahl an Zusatzmodulen sorgt, mit denen selbst teils außergewöhnliche Anforderungen abgebildet werden können. Hinsichtlich Anbindung an Drittsysteme, wie beispielsweise Payment oder Newsletter-Systeme, bietet Magento über 6000 Extensions. Seit der Gründung erscheint jedes Jahr mindestens eine neue Hauptversion.

Zukunftsängste und Kontroverse

Bei einer Vorstellung von Magento kommt man derzeit leider um ein Thema nicht herum: Schon seit Längerem ist ein starkes Abflauen des Innovationstempos bei Magento zu beobachten. eBay scheint auf die Bremse zu treten und räumt der Community nicht mehr die Priorität ein, die ihr zusteht, schließlich ist Magento durch sie groß geworden. Auch das Verhältnis zu Partner-Agenturen ist angespannt.

Die anfänglicher Begeisterung für die Übernahme durch eBay kühlte schnell ab, die Stimmung erreichte auf der Meet Magento 2014 ihren Tiefpunkt, als Tim Bezhashvyly in einer Keynote die Unzufriedenheit vieler kontrovers auf den Punkt brachte.

Magento IconDie dotSource GmbH ist Magento Partner. Von uns stammen außerdem mehrere Magento-Module und Payment-Schnittstellen.

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2 Reaktionen zu “E-Commerce-Lösungsanbieter vorgestellt: Magento [Update]”

  1. H.P.

    Am 6. Dezember 2013 um 17:36 Uhr

    Magento für kleine Unternehmen?

    Seit wann das denn, Fokus bei der Entwicklung ist mehr als deutlich das Enterprise Segment.
    Allein wenn man die CE auf ein akzeptables Niveau bringen will muss man mehrere hundert Euro nur in Module investieren.

    Sorry, aber das sieht aus wie ein reiner Werbepost, journalistisch gen Null gehend!

  2. Christian Grötsch

    Am 12. Dezember 2013 um 08:24 Uhr

    Lieber H.P.,
    ich glaube das Problem ist wie man klein definiert.

    Wenn man noch nicht mal “mehrere Hundert Euro” investieren kann, dann sollte mans lieber mit einem 1 und 1 Shop versuchen. Auch für kleine Unternehmen fängt ein ernsthaftes Magento Projekt bei 50K Euro an.
    Das steht allerdings auch so in unserem Whitepaper.

    Man kennt ja Handelskraft und wir veröffentlichen nur Dinge hinter denen wir stehen.

    Viele Grüße

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