Interne Suche – Das unterschätzte Juwel im E-Commerce

Verfasst am 26. August 2014 von .

Amazon macht es vor, wie wichtig eine gut funktionierende interne Suche ist. Die Besucher wären ohne sie mit der komplexen Navigation überfordert. Je mehr Artikel ein Shop hat oder je verzweigter seine Struktur ist, umso stärker leidet die User-Experience. Braucht der Besucher einer Webseite mehr als drei Klicks zum Ziel, sinken die Conversions. Dennoch liegt das Thema in vielen Onlineshops noch brach, wie aktuelle Zahlen zeigen.

Amazon Suche - Screenshot

Screenshot der Amazon Suche vom 5. August 2014


Verschiedene Studien über die Top-100-Onlineshops belegen, dass 40-60 Prozent der Nutzer aktiv die Suche des Shops benutzen. Berücksichtigt man diese Zahlen, reicht natürlich die bloße Anwesenheit der Shopsuche nicht aus. Die Qualität der Ergebnisse, die Suchgeschwindigkeit und die Fehlertoleranz richten am Ende über die Conversions. Die meisten Shopsysteme haben eine eigene interne Suche. Leider ist sie oft unausgereift bzw. benötigt einen hohen Grad an manueller Pflege. Hinzu kommt die Betriebsblindheit vieler E-Commerce Unternehmen beim Blick auf den eigenen Shop. Das lässt so manche Besucher verzweifeln. Google hat dies in einem Video wunderbar veranschaulicht.

Damit die User-Experience nicht wie im Video endet, lohnt sich der Zeitaufwand in User-Tests. Schreibweisen von Ein- und Mehrzahl, mit und ohne Bindestrich oder Leerzeichen sowie absichtliche Fehler – z.B. schwaz statt schwarz – offenbaren schnell größere Mängel in der Qualität der Suche. Idealerweise führen die Eingaben zu identischen Produktergebnissen, wie es der Klickpfad über die Navigation tun würde.

Deerberg Screenshot der Interne Suche ohne Ergebnis

Interne Suche ohne Ergebnis bei Deerberg

Manche Shops haben zusätzlich einen Blog- und Pressebereich integriert. Die Artikel der Contentseiten müssen klar abgegrenzt von den Produkten auf der Ergebnisliste angezeigt werden. Kommt es dennoch vor, dass Suchanfragen ohne passende Produkte entstehen, bieten sich Hinweise auf ähnliche Produkte oder Topseller an. Der Fashion-Store Deerberg hat das auf sehr anschauliche Weise gelöst, wie links im Bild zu sehen.

Entscheidend ist auch, die Suche tracken zu lassen und regelmäßige Auswertungen vorzunehmen. Saisonale Trends lassen sich so schneller aufdecken. Wird Mitte Juni vermehrt nach Snowboards gesucht, ist es Zeit, die Winterprodukte prominenter im Shop zu integrieren und vielleicht schon über einen ersten Sommer-Sale nachzudenken.

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