Warum kommen sich Google und Amazon in die Quere? [5 Lesetipps]

Verfasst am 20. Oktober 2014 von .

google_logoDass Google und Amazon auf den ersten Blick zwei unterschiedliche Geschäftsmodelle betreiben, kann wohl niemand bestreiten. Doch in letzter Zeit stoßen die beiden Großkonzerne immer wieder zusammen. So entwickelt nicht nur Amazon Drohnen für die Same-Day-Delivery, sondern auch Google forscht in diese Richtung und hat bereits erste Prototypen getestet.

Google legte erst kürzlich die Zahlen für das 3. Quartal 2014 vor. Daraus ergibt sich, dass der Konzern zwar seinen Umsatz steigern konnte, der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr jedoch fiel. Der Umsatz stieg so um 20 Prozent auf 16,52 Milliarden US-Dollar, während der Gewinn auf 2,97 Milliarden US-Dollar (160 Millionen US-Dollar weniger als im Vorjahr) einbrach. Ein Grund dafür könnte die immer teurer werdende Infrastruktur des Google-Imperiums sein.

Was macht man wenn ein Geschäftsfeld stagniert? Man sucht sich andere. Die Idee hat aber wohl nicht nur Google, sondern auch Amazon: Die beiden Unternehmen kommen sich in letzter Zeit regelmäßig in die Quere. Während Amazon beispielsweise schon seit letztem Jahr Drohnen zur Paketlieferung testet, holt Google auf und präsentierte in diesem Jahr ebenfalls einen Prototyp einer Drohne, die Pakete ausliefern soll.

Amazon wird schon als größte Gefahr von Google gehandelt – so sieht es zumindest Google-Verwaltungsratsmitglied Eric Schmidt. Will der Kunde etwas im Web kaufen, ist Suchmaschine immer seltener erste Anlaufstelle. Hier läuft Amazon Google langsam aber sicher den Rang ab. Die Zeit wird zeigen, auf welchen Schlachtfeldern sich die Großunternehmen noch gegenüberstehen. Erst im August hat Amazon beispielsweise Google die Videoplattform Twitch vor der Nase weggeschnappt.
 

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2 Reaktionen zu “Warum kommen sich Google und Amazon in die Quere? [5 Lesetipps]”

  1. Martin Gross-Albenhausen

    Am 21. Oktober 2014 um 08:47 Uhr

    Nicht nur Drohnen… Amazon testet bereits ein Display-Netzwerk, das neben der eigenen Plattform dann auch analog zu GDN auftreten kann. Aufgrund der großen Datenbasis sicher eine spannende Entwicklung.

  2. Nico Saborowski

    Am 22. Oktober 2014 um 09:41 Uhr

    Das stimmt natürlich…Drohnen war nur ein Beispiel. Das Display-Netzwerk gehört definitiv auch zu den Schlachtfeldern.

    Weitere Beispiele wären da noch App-Stores, Streaming-Angebote (von Filmen/Musik als auch auf dem TV via Chromecast/Fire TV), eigene Smartphones/Tablets und die dazugehörigen Betriebssysteme (Android/Chrome OS vs. Fire OS) oder Cloud-Systeme.

    Fehlt nur noch, dass Amazon selbtfahrende Autos entwickelt :)