E-Commerce steht immer mehr im Fokus – und nicht immer positiv

Verfasst am 20. Januar 2015 von .

NeulandAktuelle Zahlen beweisen, was viele schon längst vermutet hatten: Um die Internetkenntnisse der Deutschen steht es nicht allzu gut. Verglichen mit anderen europäischen Ländern schneiden wir sogar besonders schlecht ab. Nur fünf Prozent der Bevölkerung können demnach von sich behaupten, gute Internetkenntnisse vorzuweisen. Das sind so wenige wie in kaum einem anderen europäischen Land.

Die Deutschen wissen also nicht, wie das Internet funktioniert. Angela Merkels #Neuland ist damit weitaus näher an der Realität als gedacht.

Da verwundert es wenig, dass die Deutschen noch immer ein eher ambivalentes Verhältnis zum E-Commerce haben. Einerseits gehört es längst zum Alltag, online zu bestellen, andererseits wurde selten so kontrovers über den Onlinehandel diskutiert wie 2014.

Infografik: Internet für viele Deutsche tatsächlich Neuland | Statista

Infografik: Internet für viele Deutsche tatsächlich Neuland | Statista

»Neuland« machte im vergangenen Jahr jede Menge Lärm und war in der öffentlichen Diskussion so präsent wie lange nicht. Auch wer Oliver Samwer ist, dürfte inzwischen in der gesamten Bundesrepublik bekannt sein. Anhaltende Streiks und Enthüllungsreportagen, die auf die Arbeitsbedingungen in den Logistikzentren der großen Händler aufmerksam machen, haben das Bild, das in der Bevölkerung von E-Commerce vorherrscht, nachhaltig verändert.

Nicht selten hält die Branche in den einschlägigen Talkshows als Schreckgespenst und Beispiel für die moderne Arbeitswelt hin. Schließlich wird anhand der Mitarbeiter in Logistikzentren besonders anschaulich, was perspektivisch vielen Berufszweigen droht – Standardisierung, Automatisierung und schlussendlich die Ablösung durch Roboter.

Das Internet ist überall

Abseits dieser Diskussionen und typischen Skepsis zeigt sich in der Praxis jedoch ein anderes Bild. Das Internet ist längst selbstverständlich und auch unterwegs nicht mehr aus dem Alltag wegzudenken. Da immer mehr Anwendungsfälle auf den Bildschirm der mobilen Endgeräte wandern, ist online zu sein so selbstverständlich wie atmen geworden und hat unser Denken und Handeln verändert.

Die Entwicklung geht dank Wearable Technology noch weiter. Das Internet wandert nun auch an und in den Körper und macht als »Internet der Dinge« nicht vor dem privaten Umfeld Halt. Die eigene Wohnung wird zur Schaltzentrale des digitalen Ichs.

Internet der Dinge

Geräte wie Google Nest und Nike Fuel sind erst der Anfang

Immer mehr große und kleine Probleme des Alltags werden durch Technologie neu aufgegriffen und digitale Lösungen dafür präsentiert. Im Vergleich dazu wirkt manches, über das bisher viele Worte verloren wurden, inzwischen alltäglich und selbstverständlich. Insbesondere in den Augen der Kunden.

Hier gibt es eine große Diskrepanz zwischen dem, was erwartet wird und dem, was von Händlern bereits umgesetzt ist. So besitzen 20 Prozent der deutschen Top 100 Onlinehändler noch immer keinen mobil optimierten Shop. Eine Blaupause für erfolgreiche Multichannel-Konzepte wird es wohl auch in den nächsten Jahren nicht geben.

Handelskraft 2015

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