PIM: Datenkontrolle ist im Cross-Channel ein Muss!

Verfasst am 12. Mai 2015 von .
Grafik: justgrimes

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Dass eine effiziente Cross-Channel-Strategie auch bei Kunden gut ankommt, zeigt eine erst kürzlich erschienene Studie des ECC Köln. Doch wie setzt man so etwas um? Eine Hilfe ist beispielsweise das Produktinformationsmanagement, genannt PIM. Mit einem solchen System werden Daten zentral gespeichert und bei Bedarf an verschiedene Kanäle verteilt. Doch PIM-Systeme können noch viel mehr.

Der Herr der Daten

Produktinformationen sind ein elementarer Bestandteil eines Onlineshops. Ein PIM-System ermöglicht den kollektiven Zugriff aller Geräte auf alle Daten, die für den Kunden von Relevanz sein könnten: Marketing-Texte, technische Details oder Produktbilder. Je nach Kanal werden dann die gewünschten Daten gezogen und dem Kunden angezeigt. So könnten Informationen darüber, ob ein Produkt in einem stationären Laden in der Nähe verfügbar ist, ausschließlich auf mobile Endgeräte ausgespielt werden.

eStrategy-Magazin: Die Praxis zeigt, dass Unternehmen ihre Produktdaten nicht immer voll im Griff haben. Das liegt einerseits daran, dass die Daten direkt von den Lieferanten kommen, die oft nur wenige Informationen über die Produkte liefern oder andererseits daran, dass das Unternehmen keine geeigneten Tools besitzt, um genügend Daten über das Produkt zu sammeln.

Bevor die Daten allerdings so verteilt werden können, müssen diese aus bisherigen Datenbeständen gezogen werden, beispielsweise aus Excel-Tabellen oder anderen Datenbanken. Vorteile? Das spart Ressourcen, läuft unkomplizierter und stellt die Cross-Channel-Strategie als ein einheitliches Konzept dar.

Mehr Infos, mehr Aufwand – nicht unbedingt

Um Daten auszuspielen, müssen diese erst eingepflegt werden. Die Anreicherung des Systems mit Informationen über ein Produkt ist simpler als es bisher über Excel-Tabellen der Fall war. Ein Team, das einen Anreicherungsprozess via Excel oder ein ähnliches Programm hinter sich hat, wäre sicherlich froh über ein PIM-System gewesen, das eben genau auf diese Art der Aufgabe zugeschnitten ist.

Vereinfachte Darstellung eines PIM-Systems.

Vereinfachte Darstellung eines PIM-Systems.

Konkrete Anwendungsbereiche eines PIM-Systems

Grob zusammengefasst lassen sich mit dem Produktinformationsmanagement also Daten auf ressourcensparendere Art und Weise anreichern, verwalten, kontrollieren und verteilen. Zum Einsatz kommt ein PIM-System aber nicht nur innerhalb eines Cross-Channel-Konzepts, sondern auch eine Anwendung bei einem internationalen Onlineshop ist möglich. Hier müssen die Produktdaten in verschiedenen Sprachen vorliegen und passend nach dem Land ausgespielt werden. Vorher definierte Zugriffsrechte unterstützen zusätzlich die Arbeit von Übersetzern.

Auch die Verwaltung mehrerer Lieferantenkataloge ist möglich, wie es beispielsweise Hybris verspricht. Da die Kataloge oft in unterschiedlichen Formaten vorliegen, ist eine Zusammenführung der Daten oft gar nicht so leicht. Ist das PIM-System allerdings erst einmal mit den Produktdaten der Lieferantenkataloge angereichert, geht die Verwaltung und Verwendung der Informationen schneller von der Hand. Die Vereinheitlichung der vorliegenden Daten sollte das Ziel sein.

Auch im Marketing kann ein PIM-System eingesetzt werden. Wie das aussehen kann, zeigt die Open-Source-Software PIMagento:

Lohnt sich der Aufwand?

Diese Frage muss sich jeder Onlineshop selbst stellen. Die Implementierung eines PIM-Systems kann mehrere Monate dauern und erfordert eine ständige Kommunikation des Onlinehändlers mit dem Softwareanbieter beziehungsweise einer beauftragten Agentur. Gerade für Shops, die eine Multi- beziehungsweise Cross-Channel-Strategie verfolgen, kann sich das Investment in ein PIM-System allerdings schon nach kurzer Zeit lohnen.

Auch bei der Shopsystemauswahl eine Hilfe!

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PIM-Systeme werden auch von den führenden Shopsystemanbietern vertrieben. Die Integration in das hauseigene Shopsystem fällt dann um einiges leichter und ist weniger zeitintensiv. In unserem Whitepaper “E-Commerce Software auswählen” stellen wir die wichtigsten Shopsysteme im B2C- und B2B-Bereich vor und zeigen die wichtigsten Features von Intershop, Hybris und Co.

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