“Da kommt ja unser Umsatzvernichter!” Recap zum Logistik & Retouren Kongress 2015

Verfasst am 15. Juni 2015 von .

Logistik RetourenRetouren vernichten Umsätze, Kunden machen immer dreister vom Rücksenderecht Gebrauch und Amazon wird von der Post bevorzugt? Ganz so schwarz schaut die Logistik-Welt dann doch nicht auf den E-Commerce, das zeigte die Logistik & Retouren Konferenz, die vergangene Woche in Neuss stattfand.

Im kleineren Rahmen wurde das recht spitze Thema an zwei Tagen von allen Seiten behandelt und dabei ein starker Fokus auf Multichannel gesetzt. Schließlich macht kein anderer Trend das Leben der Händler und Logistikdienstleister so schwer (und so spannend!) wie dieser.

Mit dabei waren Vertreter von Hugo Boss, Hornbach, Navabi bis Peter Hahn. Internationale Speaker aus China, dem UK und Österreich sorgten für weitere Abwechslung auf der Agenda.

Logistik und Retouren als sexy Thema? Aber ja doch (und nicht nur, weil sich eis.de und Amorelie angesagt hatten) 🙂

Multichannel macht Logistik zur aufregenden Herausforderung

Der erste Tag der Konferenz war vom Thema Multichannel aus der Logistik-Perspektive bestimmt. Logistik muss sich damit auseinandersetzen, dass überall rund um die Uhr bestellt wird und Multichannel die Regel ist.

Grundvoraussetzung ist eine zentrale Warenwirtschaftslösung, die alle Bestände kennt und ob sich diese in der Filiale oder im Lager befinden.

Doch es sollte noch granularer sein als pure Verfügbarkeit: Handelt es sich um Neuware? Ausstellungsstücke? Nicht mehr Original-verpackt? Multichannel verlangt höchste Bestandssicherheit.

Retouren gehören zum E-Commerce Geschäftsmodell

Tag zwei stand ganz im Zeichen der Retouren. Dabei wurde die Grundfrage, ob man dem Kunden die Retoure erschweren (bzw. ihn erziehen) oder sie ihm erleichtern sollte, mehrfach gestellt und beantwortet. Der Grundton: Dass Viel-Retournierer gute Kunden sind, konnte nicht bestätigt werden, der Gewinn bleibt auf der Strecke. Das bekräftigt auch die Retourenforschung der Uni Bamberg.

Logistikdienstleister Clipper misst der Retoure ganz besonders hohe Bedeutung zu: In diesem Bereich werden ihrer Meinung nach demnächst die Schlachten geschlagen, denn sie ist für den Kunden der letzte Touchpoint in der Customer Journey mit direktem Kontakt zum Händler. Wer sich hier differenzieren kann, beispielsweise durch besonders schnelle Rückerstattung der Kosten der rückgesendeten Ware, sticht hervor und bleibt positiv in Erinnerung.

Also kommt dem Retourenmanager künftig mehr als die Rolle des Umsatzvernichters zu.

Diese und weitere spannende Erkenntnisse hielt das Event für die Teilnehmer bereit. Positiv am Format hervorzuheben war außerdem der intensive Austausch während der Networkingpausen, der gerade durch die überschaubare Runde möglich wurde.

Handelskraft war als Medienpartner vor Ort. Vielen Dank und bis zum nächsten Mal!

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