Mobile Commerce wird 2016 rocken [5 Lesetipps]

Verfasst am 14. Dezember 2015 von .
Jonathan Nalder / flickr.com

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Immer, wenn ich durch die Straßen gehe, sehe ich Leute, die in ihre mobilen Endgeräte vertieft sind: Sie schreiben, hören Musik, knüpfen neue und pflegen alte Kontakte, suchen Inspirationen für Geschenke oder checken die Öffnungszeiten des Restaurants, in das sie abends noch gehen wollen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass die Zukunft des Handels von einer ambitionierten Mobile-Strategie bestimmt wird, die die Verknüpfung der Kanäle mit sich bringt.

Auch wenn das Einkaufen über mobile Endgeräte in einigen europäischen Ländern noch immer wenig verbreitet ist, prophezeien verschiedene Studien, dass 2016 das Jahr des Mobile Commerce wird; und zwar vor allem durch den Einfluss der Millennials.

Millennials shoppen mobil

Im Oktober befragte Dynatrace mehr als 5.000 Smartphone- und Tablet-Besitzer und fand heraus, dass über 50 Prozent der befragten Millennials (18-34 Jahre) aus den USA, UK, Deutschland, Frankreich und Australien 2016 mehr über ihre mobilen Geräte einkaufen werden als noch im Vorjahr. Besonders die britischen Händler müssen sich darauf einstellen, dass 60 Prozent der Millennials lieber über ihr Smartphone oder das Tablet einkaufen, als in den stationären Laden zu gehen. Im Gegensatz dazu werden nur 36 Prozent der deutschen Millenials über mobile Endgeräte shoppen.

Trotzdem legen Digital Natives weniger Wert auf das Erlebnis im Store, wie es ihre Eltern vielleicht noch erwarten würden, sondern verlangen eher Unmittelbarkeit und integrale Services.

62% Prozent der Millennials, die Smartphones oder Tablets besitzen, würden diese Geräte auch im stationären Laden verwenden, um Preise zu vergleichen, Rezensionen zu lesen und Coupons herunterzuladen. Diese Entwicklung sollten Händler ernst nehmen, um ihre Stores für eine exzellente digitale Performance vorzubereiten und ihren Kunden ein breitgefächertes digitales Erlebnis zu bieten.

Performance-Management

Die Generation Y nutzt ihre mobilen Endgeräte praktisch ununterbrochen und erwartet Informationen so schnell wie möglich. Wenn die Verbindung abbricht oder eine Seite zu lange lädt, wird häufig nicht nur die Suche, sondern auch der Kauf unterbrochen und im schlimmsten Fall bei der Konkurrenz beendet.

Deshalb ist es wichtig, in eine solide und einfach handhabbare App zu investieren und ambitionierte Digital-Performance-Strategien zu entwerfen und umzusetzen.

Digitales Erlebnis

Dieser Aspekt sollte mit der Einführung neuer Arten der Kundeninteraktion abgestimmt werden. In diesem Sinne entwickeln Onlineshops und stationäre Händler permanent neue Möglichkeiten, um die Bedürfnisse der potenziellen Kunden erfüllen. So wird Zara beispielsweise die Umkleidekabinen zukünftig mit iPads ausstatten, mit denen sich Kunden neue Outfits in die Kabine bestellen können, ohne diese verlassen zu müssen.

Beacons

Auf der anderen Seite werden Beacon- und Mobile-Technologien das Online- mit dem Offline-Erlebnis verknüpfen und so die Markenbekanntheit erhöhen, Kundenbindung aufbauen, den Traffic auch im Store treiben und schließlich für Umsatz sorgen.

Die kleinen Sensoren werden außerhalb der eigenen vier Wände zum Mainstream und machen 2016 zum Jahr der Beacons. Auf Plakatwänden erfassen Beacons die mobilen Geräte in der Nähe und passen ihren Content entsprechend an.

Die Integration von Beacons an den richtigen Punkten entlang des Kaufprozesses kann das Retargeting für Kunden relevanter und für Werbetreibende ressourceneffizienter machen. Noch ist allerdings unklar, wie die Kunden solche Dienste bewerten. In vielen Fällen stehen sie In-Store Tracking bislang eher skeptisch gegenüber, selbst bei ihren Lieblingsbrands.

Der Grund dafür liegt häufig im mangelnden Vertrauen gegenüber den Firmen und der Nutzung persönlicher Daten. Dieser Punkt wird wahrscheinlich zur größten Herausforderung für Händler, die die Beacon-Technologie einsetzen wollen. Eine mögliche Lösung liegt darin, ein Double-Opt-in-Verfahren anzubieten, um sicherzugehen, dass die Kunden auch wirklich mit den Nutzungsbedingungen vertraut und damit einverstanden sind, die Technologie zu nutzen.

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