Trends 2016: Die Reise eines Spielzeugs durch das nächste E-Commerce Szenario (5 Lesetipps)

Verfasst am 11. Januar 2016 von .

davidd / Flickr.com

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Tina will ihrem Neffen ein Spielzeug schenken. Sie sammelt noch immer Ideen, von denen viele während der kurzen Momente entstehen, die sie an ihren verschiedenen Geräten verbringt. Inspirationen findet sie über ihr Smartphone, am Tablet und vor dem Laptop. Trotz ihres vollen Terminkalenders hat sie dafür immer Zeit.

Mobile Commerce

Genauso wie Tina verbringen US-Amerikaner im Schnitt täglich 4,7 Stunden am Smartphone und 41 Prozent schauen pro Stunde mehrfach drauf.

Die Geräte sind zunehmend vernetzt; es ist also für Unternehmen umso wichtiger, ihre Services über alle Kanäle hinweg zu optimieren, da die Millennials inzwischen rundum verbunden sind. Instant Commerce wird die Kommunikationskänale großer wie kleiner Firmen rocken.

Retail Brands werden versuchen, den Konsumenten zuvorzukommen und die Kundenbedürfnisse in den Momenten, in denen diese zum Smartphone greifen, vorherzusehen. Dabei werden sie mehr und mehr über bloßes demografisches Targeting hinausgehen. Wie eine neue Google-Studie zeigt, riskieren Unternehmen, die bei der Kundeninteraktion ausschließlich demografische Daten nutzen, mehr als 70 Prozent der potenziellen Mobile Shopper nicht anzusprechen.

Jake Stimpson / Flickr.com

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Contentreiche Erlebnisse und Personalisierung

Jedesmal, wenn Tina in den letzten Tagen ihr Facebook-Profil aktualisiert hat, um ihre neuen Mitteilungen zu lesen, erinnerten sie personalisierte Werbebotschaften von Marktplätzen, Händlern und Onlineshops an den ausstehenden Kauf. Sie klickt einen Shop an, der auch in ihrer Stadt eine Filiale hat, und entscheidet sich, zuerst die Kundenrezensionen zu lesen. Sie holt sich gern eine zweite Meinung ein.

 
Für jedes B2C- und B2B-Unternehmen wird es essenziell sein, in contentreiche Erlebnisse zu investieren, weil Käufe häufig von Mundpropaganda und den persönlichen Erfahrungen anderer abhängig sind.

Gleichzeitig, in Anbetracht der umfassend vernetzten Shopper, sollten Unternehmen auch Onsite-Personalisierung einsetzen. Das kann beispielsweise in Form eines persönlichen Shopping-Assistenten auf der Seite (durch Instant-Commerce-Kanäle), eines „Find your Style“-Guides, eines Site Navigators oder durch Empfehlungen, die auf vorangegangenen Aktivitäten und Vorlieben basieren, umgesetzt werden.

Beacon-Technologie

Tina startet energiegeladen in einen neuen Tag. Sie checkt ihre Smartwatch und prüft den Schlaf-Tracker. Die Ergebnisse sind wirklich gut. Tina entschließt sich, shoppen zu gehen. Ihr Handy klingelt. Eine Benachrichtigung von ihrem Lieblings-Beautyshop erscheint auf dem Display. Sie bleibt stehen und entscheidet sich, in diesen coolen Laden zu gehen.

 
Die Nachricht informiert sie über neue Produkte und Angebote. Tina ist nicht vollkommen überzeugt und entschließt sich, die App zu Rate zu ziehen. Die App des Shops startet ihre Aktivität basierend auf früheren Vorlieben und Tinas Kundenprofil. Die perfekten Empfehlungen sind immer und überall verfügbar!

 

Jonathan Nalder / flickr.com

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Tina analysiert die verschiedenen Vorschläge im Detail und trifft schließlich ihre Entscheidung. Sie kauft drei Produkte und unterhält sich mit dem Filialleiter. Sie äußert sich ihm gegenüber positiv über den neuen Service und willigt ein, das Abo im Anschluss an die zweiwöchige Testphase fortzuführen.

 
Das Unternehmen hat einen neuen Service eingeführt, der Personalisierungssoftware einsetzt und für ein optimiertes Einkaufserlebnis im Laden Beacon-Technologie nutzt. Als Tina vor zwei Wochen das letzte Mal im Laden war, hat ihr der Filialleiter die Hauptfunktionen erklärt und ihre zahlreichen Fragen dazu beantwortet. Die Kernaussage bestand darin, dass ihre persönlichen Daten vollständig geschützt und nur zu dem Zweck genutzt werden, Tina das richtige Produkt für ihre individuellen Bedürfnisse anbieten zu können.

 
Wenn Unternehmen das perfekte Rezept finden, ihre Kunden über ihre Vorteile zu informieren, und klare Datenschutzrichtlinien für solche Services präsentieren, könnte 2016 das Jahr der Beacon-Technologie werden.

Für Kunden ist die Privatsphäre wichtig und dieser Aspekt sollte angesprochen werden, um ihr Vertrauen zu gewinnen. Gleichzeitig rücken Maßnahmen zur Kundenbindung Personalisierungslösungen noch weiter in den Fokus.

Anhand von Beacons kann jederzeit nachvollzogen werden, wo sich der Kunde aktuell befindet, um diesen dann mittels Push-Benachrichtigungen mit Angeboten und anderen wichtigen Informationen zu versorgen. Somit können Unternehmen beispielsweise Kunden, die sich gerade in der Nähe einer Filiale befinden, Gutscheine schicken.

E-Payment, Mobile Payment und Maßnahmen zur Kundenbindung

Atos / Flickr.com

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Tina vergisst beim Einkaufen die Zeit und stellt plötzlich fest, dass sie zu spät zum Mittag kommt. Also öffnet sie die App des Restaurants und bestellt ihr Essen übers Smartphone. Mit dem einfachen und sicheren Service kann sie das Essen in wenigen Minuten bestellen und abholen. Das Restaurant braucht für die Zubereitung die gleiche Zeit, wie Tina benötigt, um zum Restaurant zu kommen und die Bestellung abzuholen. Unterwegs überschlägt sie die Extrapunkte, die ihr für die Nutzung des Service gutgeschrieben werden: Bald müsste sie ein kostenloses Mittagessen für zwei Personen bekommen!

 

E-Payment und mobile Bezahlverfahren werden sich durch den Einfluss der Millennials vor allem in Großbritannien und den USA stark verbreiten.

Ein möglicher Weg, diesen Service zu promoten, führt über Treueprogramme, die Kunden dazu ermuntern, die Vorteile des neuen Kanals zu testen, und die dazu beitragen können, zurückhaltende Märkte von den optimierten Sicherheitsmaßnahmen zu überzeugen.

Optimierung von Logistik und Lieferung

Nach dem Mittag will sich Tina ein bisschen im Wohnzimmer ausruhen. Sie nimmt ihren Laptop und beginnt zu surfen. Ein Kollege hat ihr einen Onlineshop empfohlen, der originelles Kinderspielzeug anbietet. Neugierig klickt Tina den Shop an und findet schon nach kurzer Zeit das perfekte Geschenk für ihren Neffen.
 
Jetzt nur noch bestellen und eine Versandoption wählen. Wow, davon gibt es eine Menge! Von der Expresslieferung über taggleiche Lieferung bis hin zur Standardlieferung. Außerdem kann man den Lieferzeitpunkt auf ein zweistündiges Zeitfenster eingrenzen. Tina liest sich die Informationen zu jedem Angebot genau durch, entscheidet sich schließlich für eine Option und schließt die Bestellung ab.

Kevin Doodley / Flickr.com

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Da im Bereich Logistik kontinuierlich nachgebessert wird, steigen auch die Erwartungen an schnelleren und flexibleren Versand. Aussagekrätige Informationen zu jeder Lieferoption und möglichst genaue und eingegrenzte Lieferzeitpunkte werden immer wichtiger, um den sicheren Klick zu bekommen.
 

In IT investieren

Tina ist mit ihrem Kauf wirklich zufrieden und wartet nun ungeduldig auf ihr Paket. Eine Benachrichtigung informiert sie über den Versand. Außerdem erhält Tina die Tracking-Nummer und eine WhatsApp-Nummer, über die sie, falls nötig, den Fahrer erreichen kann. Außerdem kann sie die Lieferung über GPS verfolgen.

 

downloadsource.fr / flickr.com

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Um solche Services anbieten zu können, haben die Beteiligten in IT investiert. Zuverlässige, vielfältig einsetzbare Software macht hier den Unterschied zwischen Unternehmen aus. Wer die Verbindung von Unternehmen und IT effektiv einsetzt, kann seinen Ruf verbessern und Besucherzahlen und Umsätze steigern.

Auch der Service nach dem Verkauf sollte berücksichtigt werden, denn mit der Lieferung des Pakets im tadellosen Zustand zum richtigen Zeitpunkt ist es nicht getan. Unternehmen müssen ihren Kunden zeigen, dass sie und ihre Zufriedenheit der wichtigste Faktor sind. Hier können Instant-Commerce-Kanäle die Lösung sein.

Innovation

Je mehr sich Tina mit neuen Apps, Social-Media-Kanälen, mobilen Lösungen und E-Commerce Trends vertraut macht, umso mehr werden auch ihre Erwartungen steigen.

 
Genau wie Tina werden viele Kunden von Unternehmen verlangen, bessere Services und Produkte anzubieten. Es gibt immer Raum für Verbesserung. Daher sollte Innovation bei allen Unternehmen ganz oben auf der Liste der Neujahrsvorsätze stehen.

Unsere Lesetipps der Woche:

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