You the real MVP – Mit wenig Aufwand viel erreichen

Verfasst am 27. Januar 2016 von .

mvp ansatzNein – dies wird keine Diskussion wer besser ist: Manning oder Brady, „King“ James oder Curry. Außerhalb des Sports bedeutet MVP „Minimum Viable Product“ und bietet für Unternehmen eine Starthilfe wenn es in neue Gefilde geht. Dabei kann es ruhig rasseln und poltern, denn Unternehmen die auf den MVP-Ansatz setzen sind keineswegs Perfektionisten.

Aber warum sollten gestandene Unternehmen auf solch einen Ansatz zurückgreifen?

Trial and Error

Der Vorteil von MVPs liegt in der Einfachheit der Sache: Mit wenigen Mitteln wird versucht ein Produkt zu testen – floppt es, wird es einfach wieder aus dem Sortiment entfernt. Kosten entstehen zwar, sind aber vernachlässigbar. Klappen erste Versuche, baut man die Idee weiter aus und lässt sie zum festen Bestandteil der Unternehmensstrategie werden.

Vor allem Start-Ups kennen den MVP-Ansatz, da so möglichst viele Early Adopter durch „fancy“ Features angezogen werden sollen, die das Start-up (finanziell) unterstützen und den Stein ins Rollen bringen. Aber auch Großunternehmen können sich während der Digitalisierungsphase auf den MVP-Ansatz stützen. Vor allem dann, wenn das Thema bisher stiefmütterlich behandelt wurde und vieles auf der Strecke geblieben ist.

Was genau ist ein MVP?

Ein MVP kann vieles sein: Ein physisches Produkt, eine fixe Idee oder gar ein strategisches Konzept. Beispiel: Ein Händler mit unzähligen Filialen möchte in Zukunft über mehrere Kanäle verkaufen. Als (ein!) Teil dieses Plans sollen sich Kunden im Geschäft via QR-Code über das Produkt informieren können. Nach dem MVP-Ansatz stattet man vorerst nur ein Teil des Sortiments mit einem QR-Code aus. Auch die Seite, auf die die Kunden schlussendlich landen, muss noch nicht perfekt aussehen. Wichtig ist aber, dass der Erfolg dieses Experiments gemessen wird, beispielsweise durch vorher festgesetzte Zugriffszahlen, die in einem bestimmten Zeitraum erreicht werden sollen.

Je nach Erfolg werden die QR-Codes entfernt oder das komplette System wird weiter ausgebaut. Hinsichtlich der Digitalisierung eines Unternehmens kann dies aber nur einer von vielen MVPs sein. Wichtig ist dabei eine veränderte Denkweise, da unfertige Produkte und Ideen in der Realität umgesetzt werden müssen ohne „perfekt“ zu sein. Das setzt natürlich aber auch auf die Geduld der Kunden, die viele Updates und Aktualisierungen mitmachen müssen.

Nicht mit dem Kopf durch die Wand

Was Start-Ups schon lange erfolgreich praktizieren, kann also auch für Großunternehmen im Zuge der digitalen Transformation klappen: Nicht mit dem Kopf durch die Wand! Andernfalls investiert man viel Geld in Ideen und Produkte, die beim Kunden überhaupt nicht ankommen – aber woher sollte man das auch wissen? Schließlich sollte stets der Erfolg anhand vorher festgelegter Kriterien der MVPs gemessen werden. Wenn es floppt, raus damit… man will doch nicht Frankensteins Monster auf die Kunden loslassen.

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2 Reaktionen zu “You the real MVP – Mit wenig Aufwand viel erreichen”

  1. Alexander

    Am 28. Januar 2016 um 09:46 Uhr

    In diesem Kontext ist MVP das genaue Gegenteil eines Most Viable Product. MVP = Minimum Viable Product.

  2. Nico Saborowski

    Am 28. Januar 2016 um 09:53 Uhr

    Danke für den Hinweis – Minimum Viable Product ist natürlich vollkommen richtig. Wenn die Sportmetapher über die Metapher hinausgeht 🙂

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