PIM-Systeme: Das ultimative strategische Tool, um das meiste aus eurem Digital Business rauszuholen [5 Lesetipps]

Verfasst am 1. Februar 2016 von .
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Heutzutage bieten Unternehmen mehr Produkte und Services als jemals zuvor, wobei sie den Sprung in internationale Gewässer immer schneller und leichter schaffen. Das Datenvolumen wächst dabei massiv, aufgrund des Einsatzes neuer Technologien, der Verbesserung des Kommunikationsflusses und der Popularisierung des E-Commerce.

Parallel zu diesem Szenario werden die Verbraucher zusehends anspruchsvoller, indem sie von Unternehmen verlangen, ihnen den Weg zum Produkt einfacher und effizienter zu gestalten.

Seit ein paar Jahren suchen Marketer und Entwickler nach immer neuen Wegen, den bestmöglichen Mechanismus zu entwerfen, um all die Informationen miteinander zu verknüpfen, zu einem verständlichen Code zu verarbeiten und diesen dann schnellstmöglich zu übermitteln. Die Mechanismen, die all dies tun und die grundlegenden Säulen des E-Commerce verstärken, sind die sogenannten PIM(Produkt-Informations-Management)-Systeme.

Diese begehrte Formel fungiert als zentraler Speicher aller Produktdaten im Unternehmen. Ein PIM-System ist ein Multitasking-Mechanismus, der in der Lage ist, Daten aus bzw. in verschiedenen Quellen zu extrahieren, zu koordinieren und zu übermitteln, und darüber hinaus hilft, Produktinformationen zu klassifizieren, anzureichern und zu übersetzen.

What's PIM? / Akeneo

Quelle: What’s PIM? / Akeneo

Einer der neusten Mechanismen auf dem Markt, der sich von der Masse der bekanntesten Systeme abhebt, ist der aufstrebende Stern Akeneo: Ein Open-Source-PIM, das 2013 vom ehemaligen Magento CTO Yoav Kutner entwickelt wurde.

Herausforderungen

Kurz gesagt wurden PIM-Systeme geboren, um den nachfolgenden Herausforderungen des komplexeren Omnichannel-Szenarios zu begegnen und sie zu meistern:

  • Sicherstellung der Produktdatenqualität: Vollständigkeit, Zusammenhänge zwischen Produkt und Ersatzteilen, Zubehör oder anderen Kombinationen.
  • Steuerung von Updates und Validierungen der Produktinformationen: Es ist wichtig, Bestand und Retourenquoten während des gesamten Produktlebenszyklus kontinuierlich zu kontrollieren und zu aktualisieren. Beispielsweise darf nicht vergessen werden, ein retourniertes Produkt zu aktualisieren, da dies den Verlust eines Kaufs bedeutet.
  • Gewährleistung der Einheitlichkeit und Verlässlichkeit von Informationen: Die Authentizität ist fundamental, um höhere Conversion-Raten zu erzielen, die Sichtbarkeit der Marke zu erhöhen und den Umsatz zu steigern.
  • Stationäre Händler steigen in den Onlinehandel ein und steigern damit den Bedarf an Tools, die sowohl digitale als auch traditionellere Verkaufskanäle einbeziehen: Printkataloge erstellen, POS optimieren.

Vielleicht hat sich der Eine oder Andere während des Lesens gefragt, ob sich ein PIM-System im eigenen Unternehmen auch lohnen würde und welche Vorteile es bietet.

Vorteile

Ein Onlineshop ist eine Sammlung von Inhalten: Preise, Beschreibungen und Fotos, Referenznummern, Lager- oder Produktliniennummer, digitaler Content (Videos, Infografiken und Suchfunktion), Banner und so weiter. In diesem Dschungel ist es schwer, die passendsten Informationen zu finden.

In diesem Kontext kann ein PIM-System dem Unternehmen helfen, um:

  • die Customer-Experience zu bereichern: Reduzieren von Kundenreklamationen und Lösungszeiten, höhere Conversion-Raten, weniger Retouren und Umtausche.
  • Governance- und Compliance-Prozesse zu verbessern.
  • qualitativ hochwertigere Informationen bereitzustellen: Vollständigkeit, Vermeidung von Dopplungen.
  • die Markteinführung neuer Produkte zu beschleunigen.
  • Markenbekanntheit aufzubauen und Einheitlichkeit auf allen Kanälen und bei allen Kampagnen zu gewährleisten.
  • Produkte in unterschiedlichen Sprachen aufzubereiten.
  • den jeweiligen Bestimmungen in jedem Land zu entsprechen.
  • alle Verkaufskanäle zu steuern und die Produkte, die über einzelne Kanäl vertrieben werden, auszuwählen

An diesem Punkt angekommen, bietet sich eine gute Gelegenheit, sich den „Rising Star“ Akeneo genauer anzuschauen und herauszufinden, was seine Popularität ausmacht.

Akeneo

Wie bereits erwähnt ist Akeneo ein Open-Source-PIM-System, das 2013 vom ehemaligen Magento-CTO Yoav Kutner auf den Markt gebracht wurde. Laut eigener Aussage ist Akeneo ein System, das für Händler konzipiert wurde, die eine effiziente Antwort auf ihre Multichannel-Bedürfnisse suchen. Das Kernteam launchte die erste Betaversion im September 2013, die finale 1.0-Version folgte im März 2014. Aktuell hat das Unternehmen mehr als 35 Mitarbeiter und 50 Kunden weltweit.

Die neuste Version des Systems, Akeneo 1.4, kam im September 2015 auf den Markt. Diese Version enthält zahlreiche Erweiterungen und neue Features, inklusive eines Asset-Management-Moduls (Bilder, Video, PDF-Dokumente). Wenig überraschend bietet das PIM einen Magento Connector, lässt sich aber auch in andere Systeme integrieren. Neben der kostenfreien Community Edition gibt es auch eine Enterprise Edition, die eine breite Palette an Funktionen und umfassenden Support beinhaltet. Erst vor einigen Tagen wurden verschiedene neue Features vorgestellt.

screenshot: Akeneo demo system

screenshot: Akeneo demo system

Akeneo beeindruckt mit innovativen und ergonomischen Eigenschaften und lässt sich an alle Drittplattformen anbinden. Es ist individuell anpassbar und eignet sich optimal zur Steuerung von Multichannel-Unternehmen. Außerdem wurde das System für technisch weniger versierte Nutzer konzipiert: Es ist intuitiv und einfach bedienbar. Aufgrund des erschwinglichen Preises wird Akeneo sowohl von aufstrebenden Startups als auch von etablierten Unternehmen, die auf ein neues PIM-System umsteigen wollen, genutzt.

So berichtete Akeneo vor einem Monat über den Livegang von Shop.com mit der Akeneo Pim-Lösung.

“The Akeneo PIM system is central to Market America’s ongoing digital drive to deliver rich, accurate, and timely product content to our customers globally. With Akeneo PIM, we can create, collect, and syndicate rich, localized product content to our various eCommerce websites faster than before”.

Jon Vivers,
VP Search and Analytics of Market America at SHOP.COM

Auch uns beeindrucken Akeneos Features und Funktionaliäten. Trotzdem ergeben sich Fragen: Wird sich Akeneo treu bleiben und gegen etablierte Anbieter wie zum Beispiel Informatica behaupten können?

Wer also auf der Suche nach dem perfekten Mechanismus ist, der nicht nur sämtliche Produktinformationen speichert, sondern den relevanten Content auch klassifiziert, anreichert, übersetzt und über die Multichannel-Autobahnen hinweg ansprechend und einheitlich transportiert, um den Unternehmenszielen entsprechend das Meiste aus dem eigenen Geschäft rauszuholen, kann mit der geeigneten PIM-Software die optimale Lösung finden: Sie ist ein ebenso essentieller Bestandteil der Digital-Commerce-Systemlandschaft, wie es das zentrale Nervensystem für alle Lebewesen ist.

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