Das war das eCommerce Camp 2016!

Verfasst am 23. März 2016 von .

Quelle: eCommerceCamp

Quelle: eCommerceCamp

Vom 17. bis zum 19. März war es wieder soweit: Das eCommerce Camp öffnete die Pforten der Ernst-Abbe-Hochschule! Auf dem Jenaer E-Commerce Barcamp entschieden die Teilnehmer, welche Vorträge einen Workshop-Slot erhalten und welche nicht. Somit war für jeden etwas dabei: Über Rechtliches im Online Marketing oder einer offenen Diskussion zur aktuellen Situation von Magento 2 bis hin zur Mathematik der Jonglage.

Abseits der Workshops wurde natürlich auch fleißig über den neuesten Tratsch und Klatsch aus der E-Commerce Szene diskutiert. Dafür prädestiniert waren beispielsweise die beiden Abendveranstaltungen in der Noll (Donnerstag) und in der Rose (Freitag) – zwei Bars/Kneipen die jedem Jenaer ein Begriff sind und die mit reichlich Freibier lockten. Welche Erkenntnisse konnte man jedoch von den 2 Session-Tagen mitnehmen?

Produktvorstellungen? Nein, Danke!

Schon vorab wurde davon abgeraten Vorträge komplett auf ein Produkt auszulegen. Auf Produktvorstellungen sollte daher verzichtet werden. Die Workshops, die ich zumindest besuchte habe, haben das gut umgesetzt – selbst wenn Titel wie „Irgendwas mit ONGR“ etwas anderes vermuten ließen. Auch der Magento 2 Workshop war keinesfalls eine Produktvorstellung, im Gegenteil.

Da das eCommerce Camps eher für Tekkies ausgelegt ist, konnten Entwickler ihrer Wut auf Magento 2 freien Lauf lassen. Kritisiert wurde die allgemeine Situation des Open-Source-Shopsystems: In der Community wird viel gemeckert, da es noch zu wenige Module gibt. Doch liegt die Verantwortung der Entwicklung der Module, beispielsweise im Payment-Bereich, eben gerade bei der Community… ein Teufelskreis in dem jeder eine abwartende Haltung einnimmt. Natürlich gab es auch positive Aspekte über Magento 2 zu berichten: Einmal eingearbeitet, geht das Programmieren doch schneller und „schöner“ von der Hand – neues Backend sei Dank.

Agenturen erzählen aus dem Nähkästchen

Neben Beiträgen zu ONGR, Magento 2 oder die Verbindung von Shopware mit WordPress, berichteten einige Agenturen aus ihrem Alltag, was natürlich auch zu hitzigen Diskussionen führte. So veranstalteten Katharina und André von marmalade Samstagmittag den Workshop „Agile Methoden im Agenturalltag“. Diskutiert wurde vor allem über die notwendigen Verträge, die ein solches agiles Vorgehen mit sich bringen. Auch erzählten die Teilnehmer davon, wie man dem Kunden erklärt, dass nicht alles auf einmal sondern Schritt für Schritt fertig, überprüft und gegebenenfalls released wird.

Robert Barnebeck über Kundenerziehung

Robert Barnebeck über Kundenerziehung

Apropos Kunden: Über Kundenerziehung sprach Robert von TRITUM – die das Camp übrigens mitorganisiert haben – und gab dabei interessante Insights über zu kurze Deadlines und den richtigen Kundenumgang. Wichtigste Erkenntnis: E-Mails niemals am Wochenende herausschicken, sonst glaubt der Kunde man wäre tatsächlich 24/7 erreichbar!

Das Tekkie-Paradies

Wie auch 2015 war das eCommerce Camp 2016 ein wahres Tekkie-Paradies. Das ist positiv für alle Entwickler. Als Nicht-Entwickler muss man sich genau überlegen, welche Workshops man besucht, da bei komplex technischen Themen oft der Zugang fehlt. Zwar gab es Sessions über rechtliche Stolpersteine und Grundlagen zum Online Marketing, doch Beiträge zu aktuellen Geschäftsmodellen oder möglichen Trends fehlten ganz.

Das kann man den Veranstaltern aber nicht vorwerfen, da man ja selber Vorträge zu diesem Themen hätte halten können. Doch allgemein ist das eCommerce Camp prinzipiell etwas für Entwickler kleinerer Agenturen. Spaß hatte ich trotzdem, interessante Gespräche auch – daher die Empfehlung eines Besuchs für jeden, der einmal „hinter“ die Kulissen des Onlinehandels schauen möchte.

An dieser Stelle auch vielen Dank an marmalade und TRITUM, die mit der Organisation ganze Arbeit geleistet haben.

E-Commerce Camp 2016 Recap from Andreas Steiger on Vimeo.

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Kategorie: Messen & Events


Eine Reaktion zu “Das war das eCommerce Camp 2016!”

  1. Jörg

    Am 24. März 2016 um 10:59 Uhr

    Ich denke auch das man bei dem Camp auch sehr interessante Menschen kennen lernen kann. Irgendwann schaffe ich es auch und bin auch mal dabei.

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