Hin zur digitalen Wirtschaft durch die Förderung digitaler Wettbewerbsfähigkeit [5 Lesetipps]

Verfasst am 23. Mai 2016 von .
iconimage / Fotolia.com

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Neue Daten, Konnektivität, Automatisierung und innovative und nutzerfreundliche Kundeninterfaces stellen bestehende Wertschöpfungsketten vor Herausforderungen. Die Zeitwahrnehmung ist wichtiger als je zuvor. Die öffentliche Nachfrage nach ständiger Unmittelbarkeit erfordert sowohl auf B2B– als auch auf B2C-Ebene leistungsfähige Kommunikationsinfrastrukturen. Unternehmen müssen ihren digitalen Reifegrad steigern, um neue Möglichkeiten zu erkennen, passende Angebote zu entwickeln und diese schnell auf den Markt zu bringen. Die digitale Transformation wird unverzichtbar, um wettbewerbsfähig zu bleiben und die neuen Herausforderungen der digitalen Ära zu meistern.

Die Transformation äußert sich durch das allmähliche Einführen effizienterer Produktionsmethoden, die Modernisierung bestehender Geschäftsmodelle und die Anwendung von digitalen Tools und Software auf Kosten manueller Prozesse.

Integration digitaler Technologie

Die Europäische Kommission nimmt dieses Thema sehr ernst und entwickelte den Digital Economy and Society Index (DESI) mit dem Ziel, die Entwicklung der digitalen Wirtschaft und Gesellschaft in den EU-Ländern zu bewerten. Die Ergebnisse des DESI 2016 zeigen, dass Deutschland in der Integration digitaler Technologie durch Unternehmen am besten abschneidet.

Deutschland liegt 0,44 Punkte über dem EU-Durchschnitt und rangiert auf Platz 7 der europäischen Mitgliedsstaaten. Die deutschen Unternehmen haben im Bereich elektronischer Informationsaustausch entscheidende Fortschritte gemacht – immerhin verwenden bereits 56 Prozent aller Firmen bereits ein System für den elektronischen Informationsaustausch – und liegen damit nun in Europa auf Platz 1 (im Vergleich zum 14. Platz im Vorjahr).DESI_Germany_Graphic

Wenn Unternehmen den digitalen Weg einschlagen, gehören tägliche Aufgaben wie Faxen, Dokumente drucken, Daten auf Festplatten kopieren oder Rechnungen manuell erstellen, die nicht nur die Kosten und mögliche Fehlerrisiken erhöhen, sondern auch die Zusammenarbeit weniger effizient machen, bald der Vergangenheit an. Im Zuge dessen führte Deutschland das Programm “Industrie 4.0” ein, durch das die Nutzung digitaler Technologien in Unternehmen vorangetrieben werden soll.

Onlineshopping

Javier Rafael / Fotolia.com

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Auch andere Indikatoren zeigen die starke Integration digitaler Gewohnheiten im täglichen Leben. Onlineshopping ist eine Entwicklung, die allmählich zur tief verwurzelten Routine wird, vor allem bei den Millennials und einigen innovativen Unternehmen.

Im vergangenen Jahr lagen die Deutschen bei Aktivitäten in Verbindung mit Onlineshopping weit über dem europäischen Durchschnitt. Tatsächlich kauften 82 Prozent der Internetnutzer im letzten Jahr online ein, verglichen mit einem EU-weiten Durchschnitt von 65 Prozent. Somit liegt Deutschland auf Platz 2 hinter England.

Außerdem machen sich deutsche Unternehmen die Möglichkeiten des E-Commerce mehr und mehr zunutze: Fast ein Viertel der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) verkauft online (24 Prozent – im Vergleich zum EU-Durchschnitt von 16 Prozent) und diejenigen, die ihre Produkte online vertreiben, erzielen immerhin 9,6 Prozent ihrer Umsätze durch den Internetverkauf. 9,2 Prozent der KMU verkaufen grenzübergreifend online und liegen auch damit über dem europäischen Durchschnitt von 7,4 Prozent.

Konnektivität

Kalafoto / Fotolia.com

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Ein Kernpunkt ist die Digitalisierung der Gesellschaft auf allen Ebenen. Menschen und Unternehmen können nicht online einkaufen oder die Cloud nutzen, wenn sie keinen Zugang zum Internet haben. Was eine selbstverständliche Sache im Leben Vieler ist, bleibt in einigen Ortsgebieten und abgeschiedenen Dörfern noch ein Hirngespinst.

So ist die Versorgung mit schnellen Breitbandservices in Deutschland noch immer unter dem EU-Durchschnitt. Um dem entgegenzuwirken, plant die deutsche Regierung, bis 2018 ländliche und städtische Regionen gleichmaßen mit schnellem Breitband-Internet (50 Megabit pro Sekunde) zu versorgen.

Kurz gesagt befindet sich Deutschland also auf dem besten Weg, die digitale Transformation auf allen Ebenen zu beschleunigen. Trotzdem bleibt noch viel zu tun, um wirklich eine digitale Wirtschaft zu etablieren. Unternehmen sollten sich die Möglichkeiten und Vorteile, die sich durch digitale Technologien bieten, zunutze machen und auf Effizienz und Produktivität hinarbeiten.

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