Stets zu Diensten – Convenient-Commerce

Verfasst am 12. Mai 2016 von .

E-Commerce wird zum Butler. Quelle: fotolia

E-Commerce wird zum Butler. Quelle: fotolia | stevecuk

Einen guten Butler nimmt man nicht wahr. Diese Weisheit sollten sich Unternehmen merken, denn sie wird für das Konsumverhalten zum neuen Maßstab: Händler der Zukunft kennen ihre Kunden wie ein Butler. Sie gehen so passgenau auf Bedürfnisse ein, dass dies kaum noch wahrgenommen wird.

Convenience 2.0

E-Commerce zeichnet sich bereits heute, wenn der Kauf ideal verläuft und das Produkt sofort gefällt, durch sehr hohe Convenience aus. Doch das ist nichts im Vergleich zu dem, was möglich wäre.

Noch entscheiden sich die Vorreiter dafür, nicht alles umzusetzen, was möglich wäre. Bei Google spricht man davon, die sogenannte »Creepy Line« nicht zu überschreiten.

Anhand von Daten ist es längst möglich, maßgeschneiderte Angebote zu liefern, bevor der Kunde überhaupt auf »Kaufen« geklickt hat. Bei Amazon nennt man das »Anticipatory Shipping«. Da werden Lieferfahrzeuge mit Waren beladen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit in den nächsten Stunden bestellt werden. Wenn der Kauf dann getätigt wird, kann innerhalb kürzester Zeit geliefert werden.

Paketcopter 3.0 - Quelle: DHL

Paketcopter 3.0 – Quelle: DHL

Den nächsten Schritt will man mit Drohnen gehen – die Lieferung aus der Luft wird neue Rekordzeiten bei der Zustellung ermöglichen. Vielleicht werden in Zukunft Drohnen mit den typischen Schnelldrehern im Gepäck über Ballungsräumen kreisen, wartend auf eine Bestellung? Dann heißt es nur noch: Fenster geöffnet halten. Und wenn Drohnen eine schlechte Idee sein sollten, gibt es ja immer noch Amazon Prime Now Radkuriere mit Same-Hour-Delivery.

Die Basis für derartige Konsumvorhersagen liefern Bestellhistorie, Wunschlisten, Warenkörbe, Retouren und das Verhalten auf der Website.

In Zukunft kann dies dank des Internet of Things weiter perfektioniert werden. Vernetzte und smarte Geräte monitoren und tracken unseren Alltag. Vom Thermostat zum Schrittzähler, die uns umgebenden Gadgets erzeugen eine umfassende Datenbasis. Anhand dieser lassen sich Muster erkennen und entsprechende Produktempfehlungen ableiten.

Werbung braucht es in diesem Szenario nicht mehr. Unsere Umgebung weiß längst, was wir brauchen, teilweise bevor wir es selbst wissen.

Händler der Zukunft machen passende Angebote zur jeweiligen Situation, da sie ohnehin bestens Bescheid wissen. Konsumenten müssen nur noch OK klicken bzw. sagen.

Wer all das für utopisch hält, unterschätzt das Maß an Convenience, das wir schon heute als selbstverständlich akzeptiert haben. Viel spannender ist doch die Frage: Was machen diese maßgeschneiderten Angebote mit den Erwartungen der Kunden?

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