Autoindustrie: Die digitalen Innovationstreiber sind angekommen! [5 Lesetipps]

Verfasst am 6. Juni 2016 von .
Source: pexels

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Seitdem Autos eine wesentliche Notwendigkeit zugeschrieben wird, hat die Menschheit darüber spekuliert, wie das Auto der Zukunft aussehen könnte. Der K.I.T.T-Prototyp, den Michael Knight in der bekannten 80er-Jahre-Serie Knight Rider fuhr, zeigte bereits, dass die Autos der Zukunft vor allem intelligent sein würden. 30 Jahre später sind Autos – durch das Aufkommen von Uber, die Sozialisierung mobiler Endgeräte und die Entwicklung von Hochtechnologien wie Cloud-Computing, Big-Data und dem Internet of Things – zunehmend intelligent und in naher Zukunft noch autonomer, hypervernetzt und sozial.

Dieses neue Szenario ist mit großen Veränderungen verbunden, die die gesamte Automobilbranche und sogar von ihr abhängige Märkte empfindlich zu stören drohen. Alle Beteiligten entlang der Wertschöpfungskette der Autoindustrie müssen gegenüber dem Tempo und der enormen Transformation, wie sie in anderen Branchen erlebt wird, aufmerksam sein. Die “Engineering Excellence” der alten Schule, bei der Handling, Sicherheit und Datenblatt-Werte im Mittelpunkt standen, wird diesmal nicht ausreichen, um die neuen Herausforderungen des digitalen Zeitalters zu meistern. Deshalb müssen alle Beteiligten auf dem Weg zur digitalen Transformation Gas geben, wenn sie nicht auf der Strecke bleiben wollen.

Uber, der innovationstreibende Service

Der amerikanische On-Demand-Transportdienstleister Uber hat auf allen Ebenen große Auswirkungen auf den Taxi-Sektor. Der hauptsächliche Zweck liegt darin, jeden auch ohne Lizenz zum Taxifahrer zu machen. Uber ist nur Vermittler zwischen Fahrern und Kunden, also muss Uber der Lizenzstatus nicht vorliegen. Die Abrechnung erfolgt direkt über die App. Dieser Service ist ein Dolchstoß für die “Old Economy”, da das Konzept von Uber die Menschen dazu bringt, das Sharing-Modell anzunehmen. Stichworte wie “computergesteuert” und “selbstfahrend” werden so zum Trendthema.

Die Gewohnheiten ändern sich. Junge Leute nutzen Autos, wollen sie aber nicht besitzen. Carsharing wird immer beliebter, während mobile Endgeräte gleichzeitig immer verbreiteter sind. Beide Umstände bringen Hersteller dazu, mit den Königen des On-Demand-Service, Uber und seinem direkten Konkurrenten Lyft, zu kooperieren und an Innovationen im Self-Service-Bereich zu arbeiten. So investierte General Motors (GM) in diesem Jahr eine halbe Milliarde US-Dollar in Lyft. Andere gut funktionierende Beispiele sind BMWs DriveNow und Audi, die den neuen e-tron quattro concept präsentierten.

Wir sehen die Zukunft der Personenmobilität als vernetzt, nahtlos und autonom”, erklärt GM-Präsident Dan Ammann in einer Pressemitteilung.

Toyota richtete eigens das Toyota Research Institute ein, um künstliche Intelligenz und Robotertechnologien für selbstfahrende Autos zu entwickeln. Auch Google entwickelt seit Jahren sein selbstfahrendes Auto und hat bereits Prototypen auf der Straße getestet.

Das vernetzte Auto, eine große Datenquelle

Wie man also sieht, das Rennen der selbstfahrenden Autos hat bereits begonnen. Der Sieger steht noch nicht fest und die Bemühungen, computergesteuerte Taxi-Services zu entwickeln, sind alles andere als gewiss. Aber für den Moment können Fahrer damit rechnen, dass eine wachsende Zahl an semi-autonomen Fahrzeugen und Prototypen selbstfahrender Autos auf öffentlichen Straßen auftauchen werden.

Es gibt keinen Zweifel, wir steuern auf das zunehmend vernetztere Auto zu. Das Auto der nahen Zukunft wird in eine übergeordnete, vernetzte Plattform für alle Arten der Fahrzeug-Kommunikation integriert sein, die in Verbindung mit Mobilgeräten genutzt werden kann. Typische Zulieferer wie Bosch, BROSE und Jenoptik sind nun auch gefragt, innovativ zu sein und ihre Rolle im neuen Ökosystem zu überdenken.

Ein Teil der digitalen Transformation wird größtenteils von ihren Entwicklungsbemühungen abhängen. Sie sind dafür verantwortlich, Halterungen für Parksensoren herzustellen oder die Sensoren zu verbinden, um – beispielsweise – smarte Scheinwerfer-Systeme zu entwickeln, die den Fahrer unterstützen, indem sie dafür sorgen, dass andere Fahrer nicht geblendet werden, die Straße aber so gut wie möglich beleuchtet wird.

Außerdem werden vernetzte Autos mit einer großen Zahl an Apps verbunden sein, die beispielsweise das präziseste GPS bieten, den allgemeinen Zustand des Fahrzeugs tracken oder automatisches Chiptuning für mehr Leistung vornehmen.

Daten und Vernetzung. Beide haben gerade großes Potenzial, bergen aber auch Risiken. Das vernetzte Auto wird eine große Datenquelle in Bewegung sein, die intelligent gesteuert werden muss. Habt ihr euch schon mal vorgestellt, Daten aus einem Auto zu sammeln, einfach nur, um Geschäftsmodelle anzupassen, Wege zu finden, alte und neue Partner anzusprechen, und damit im Wesentlichen die Customer-Experience zu verbessern?

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