Dash-Buttons: Unmittelbare On-Demand-Einkaufserlebnisse [5 Lesetipps]

Verfasst am 5. September 2016 von .
Screenshot: Amazon

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Die wunderbare Welt der Dash-Buttons, erschaffen von Amazon, ist gerade in Europa gelandet: Deutsche, britische und österreichische Prime-Kunden müssen nun nicht mehr zum Laptop greifen, am Smartphone scrollen und den finalen Klick tätigen, um ihre Onlinekäufe abzuschließen.

Seit letztem Mittwoch sind über den Marktplatz Dash-Buttons von 32 verschiedenen Marken verfügbar, um die deutschen Amazon-Nutzer zu erfreuen und das Einkaufserlebnis von zu Hause aus zu revolutionieren. Damit will Amazon vor allem:

  • Impulskäufe nutzen: Da das Dash-Button-Kaufsystem mit nur einem Knopfdruck aktiviert wird, ist es extrem einfach, Produkte zu bestellen, die auf einmal absolut notwendig erscheinen. Aber keine Angst: Wer sich umentscheidet, muss die Bestellung einfach nur wie gehabt nach Erhalt der Benachrichtigungsmail stornieren. An dieser Stelle ist es auch wichtig, zu erwähnen, dass der Dash-Button-Bestellschutz keinen neuen Auftrag zulässt, bevor die vorangegangene Bestellung versandt worden ist – es sei denn, der Nutzer erlaubt Mehrfachbestellungen.
  • User an Omnichannel-Shopping-Erlebnisse gewöhnen und dazu bringen, die App zu nutzen: Da der Dash-Button ein Wi-Fi-Device ist, sollte zunächst die App auf jedem Gerät installiert, der Prime-Account angemeldet und der Dash-Button mit dem WLAN verbunden sein. Sobald der Knopf gedrückt wurde, zeigt ein grünes Licht an, dass die Bestellung erfolgreich aufgegeben wurde, während ein rotes Licht das Gegenteil signalisiert.
  • Conversion-Raten steigern: Da kein Preis angezeigt wird, können Unternehmen ihr Produkt direkt verkaufen und müssen sich erst hinterher mit eventuellen Unannehmlichkeiten oder Anliegen von Kunden auseinandersetzen. Das kann allerdings auch ein großes Hemmnis für Verbraucher darstellen.

Shopping on demand

Das neue On-Demand-Shoppingsystem von Amazon erlaubt es Nutzern, Notwendiges wie Toilettenpapier, Rasierklingen, Waschmittel, Taschentücher oder Haarpflegeprodukte sofort zu bestellen, bevor sie alle sind. Das bringt das Internet of Things in eine wirkliche, greifbare Form und rückt es so in Reichweite der Kunden. Somit wird es leichter, das wahre Potenzial der Verbindung unterschiedlicher Devices zu Onlineshopping-Zwecken zu ermitteln.

Ein paralleler Service ist der Dash Replenishment Service (DRS), der auf solche Konsumgüter ausgerichtet ist, die mit Geräten wie Kaffeemaschinen, Spülmaschinen oder Blutzuckermessgeräten in Verbindung stehen.

In jedem Falle ist es noch schwer, den Nutzen darin zu erkennen, Duzende Dash-Buttons im Haus verteilt zu haben. Der Umfang dieser neuen Services und die Reaktion der Verbraucher wird sich erst in den kommenden Monaten herausstellen. Für’s erste können sie als ein erster Schritt auf dem Weg zu etwas Großem gesehen werden, oder?

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