Mit Micropayments gegen AdBlocker – kann das funktionieren?

Verfasst am 7. September 2016 von .

Jeder Internetnutzer möchte, dass Websites so schnell wie möglich laden und man nicht von blinkender Werbung abgelenkt wird. Jeder Content-Creator möchte hingegen, dass Internetnutzern Werbung ausgespielt wird und so Ad Impressions generiert werden. Ein Widerspruch, denen zahllose Debatten versuchten aufzuklären.
 
Die Reaktion der Publisher: Zugang nur noch mit deaktiviertem AdBlocker. Das können sich aber nur die großen Player, wie beispielsweise Bild.de, leisten. Einen kompromissbereiteren Weg geht der Browser von Brendan Eich, dem ehemaligen CEO der Mozilla Corporation. Wird sich aber das Konzept von Micropayments in der breiten Masse durchsetzen?
 

Publisher-Support & kurze Ladezeiten

Es ist nicht mal so, dass Nutzer ihre Lieblingsseiten nicht unterstützen wollen. Vielen geht einfach die schlechte Platzierung von Werbung auf die Nerven sowie die dadurch längere Ladezeit der Websites. Ein Dilemma, welches Brave zu lösen versucht. Der Browser blockt Werbung, ermöglicht aber Micropayments an die jeweiligen Betreiber.

Für die Anonymität funktioniert Brave mit BitCoins, da Bezahlungen über PayPal schließlich zurückzuverfolgen sind. Nutzer markieren dabei Website als Favoriten, diese erhalten dann einen bestimmten BitCoin-Betrag. Zusätzlich behält der Nutzer die Kontrolle darüber, welcher Anbieter wie viel bisher bekommen hat, damit die Bezahlungen sich nicht nur bei einem Publisher häufen.

Ersetzen Micropayments Werbung?

Das Konzept von Brave funktioniert über einen eigens dafür entwickelten Browser, der für Windows, OS X, Linux, Android und iOS verfügbar ist. Andere Dienste versuchen schon seit Jahren Werbung auszublenden und den Website-Betreibern trotzdem entgegenzukommen. Unter anderem auch das Hass-Unternehmen diverser Publisher: Eyeo – der Entwickler von AdBlock. Zusammen mit Flattr entwickelt man derzeit an Flattr Plus, einem Geschäftsmodell, das ähnlich wie Brave funktioniert, nur eben nicht mit Hilfe eines Browsers.

Sicher, mit Brave und Flattr Plus versucht man die Debatte um das leidige Thema Adblocking endlich zu beenden. Dennoch gibt es 500 Millionen AdBlock-Nutzer, die es erstmal zu erreichen gilt. Ob Micropayments also für Content-Creator Werbung ersetzen? Wohl kaum, dafür sind – selbst für Digital Natives – die aktuellen Alternativen nicht präsent genug. Die Debatte wird weitergehen und weitere Portale werden Content nur dann anzeigen, sobald der AdBlocker abgestellt ist… längere Ladezeiten inklusive.

Mit optimalem SEA dem Wettbewerb zuvorkommen

whitepaper-sea-search-angine-advertisement-coverKlar, Werbung kann nerven und die Ladezeiten erhöhen. Richtig ausgespielt und optimiert kann Webseiten-Reklame allerdings auch einen Mehrwert für Kunden und Händler darstellen. Wer mehr darüber erfahren will, was AdWords, Bing Ads & Co. zu bieten haben, um das meiste aus Online-Werbung rauszuholen, findet hier die aktuelle Ausgabe unseres SEA-Whitepapers zum kostenlosen Download!

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Kategorie: Online Marketing


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