Google, Facebook, Amazon und Snap Inc.?

Verfasst am 26. Oktober 2016 von .

Snapchat – das ist doch diese Social-Media-Plattform der Generation Z, oder? Nicht ganz. Mit einem Re-Branding und eigener Hardware versucht das U.S.-amerikanische Unternehmen den Sprung in die Google-Facebook-Amazon-Apple-Ökonomie (GAFA) zu schaffen. Mit einer Bewertung von 17,8 Milliarden US-Dollar gehört Snapchat – oder besser die Snap Inc. – mittlerweile zu den wertvollsten Start-Ups der weltweit.
 
Dass auch die Konkurrenten von den Ideen der Snap Inc. überzeugt sind, zeigt beispielsweise Instagram. Kurzerhand wurde das Feature der Stories von Instagram dupliziert und in den eigenen Dienst integriert. Facebook und Instagram streiten natürlich eine Kopie ab. Mit einer simplen Idee fing alles an: Der zeitlich begrenzte Zugang zu Bildern – und wie geht’s nun weiter?

Die schmutzigen Anfänge

Bilder, die nach wenigen Sekunden verschwinden? Das lädt ja quasi zum sogenannten Sexting ein! Snapchat musste lange mit dem Image kämpfen, doch nur von pre-pubertären Teenies für erste sexuelle Erlebnisse genutzt zu werden. Spätestens die Stories ließen Snapchat diese Schmuddelecke verlassen. Stories sind mehrere Snaps aneinander gereiht, die für jeden sichtbar sind. Ideal für kreative Marketing-Kampagnen.

Trotz einer fraglichen Monetarisierung der App, wird Snapchat schon lange mit weit über 15 Milliarden US-Dollar bewertet. Die Sache mit der Monetarisierung ist übrigens noch so ein Ding, denn noch schafft es Snapchat nicht die Idee in Geld zu verwandeln.

Woher kommt der Erfolg

Trotzdem peilt Snap Inc. 2017 einen Umsatz von einer Milliarde US-Dollar an. Aber warum schafft gerade ein weiterer Social-Media-Dienst eine so hohe Bewertung? Worin besteht die Zukunft von Snap Inc.? Ein Blick auf das Nutzungsverhalten der jungen Zielgruppe Snapchats zeigt, was den Erfolg ausmacht:

Grafik: Statista

Grafik: Statista

Snapchat schafft die Verbindung von Messenger und Social-Media-Plattform. Der Messenger wird so primär für das Versenden von Bildern genutzt. Allerdings können auch eigene Erlebnisse mit Freunden geteilt oder Stories von Freunden verfolgt werden. Das Bild ist dabei das primäre Medium, dies hatte sich durch den Erfolg von Instagram schon abgezeichnet.

Genau diesen Umstand sollten sich übrigens Unternehmen zu Nutzen machen, denn so kann auf Snapchat nicht nur zum sondern auch mit dem Kunden kommuniziert werden.

Gut Ding will Weile haben

Dass sich Snap Inc. dabei nicht alleinig auf die eigene Plattform verlassen will, zeigt das Wearable “Spectacles”, das zwar auch in Verbindung mit Snapchat funktioniert aber das Unternehmen zusätzlich als Hersteller von Hardware positionieren soll. Auch hier existieren Parallelen zu Facebook, denkt man an die Oculus Rift.

Die Beobachtung von der Snap Inc. bleibt damit auch in Zukunft spannend. Denn anders als Airbnb oder Uber verfügt Snapchat nicht über ein “einzigartiges” Geschäftsmodell, sondern sieht sich selbst als Weiterentwicklung sozialer Netzwerke. Mit dem Schritt in Richtung eigener Hardware ist man dabei auch schon einen Schritt weiter als Pinterest, die auch einmal die Social-Media-Welt aufräumen wollten.

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