Der Warenautomat – Kehrt ein alter Bekannter als neuer Kanal zurück?

Verfasst am 15. November 2016 von .

Quelle: Snapchat

Quelle: Snapchat

Warenautomaten oder Verkaufsautomaten haben einen festen Platz in unserer Wahrnehmung. Meist im Unterbewusstsein. Der Getränke-, Junkfood- und Süßwarenautomat auf dem Bahngleis fällt auf, wenn man wirklich dringend etwas daraus braucht. Es sei denn, man hat Kinder. Die sehen das sofort. Zielsicher!
 
Doch das Konzept „vending machine“ scheint zurückzukehren. Mit Adidas und jüngst auch Snapchat.

Münzen rein, Waren raus

Mein Verhältnis zu Verkaufsautomaten ist denkbar schlecht. Die Variante „Kaffee & Tomatensuppe“ findet sich in Krankenhäusern, Pflegeheimen, Schulkantinen und Ämtern. Kontext, Atmosphäre und Produktqualität sind durchweg mangelhaft.

Die Variante „Schokoriegel, Kekse & Softdrinks“ mag ich initial. Bis ich die Münzen einwerfe und für Produkte 3,50 Euro zahlen soll, die ich sonst für 89 Cent kaufe. Okay, Angebot und Nachfrage regeln den Preis, schon gut. Aber müssen die Produkte denn filmreif kurz vorm Ziel im Gerät klemmen? Andererseits scheint weniger als 5 Euro recht günstig für einen Wutanfall.

Eine wirklich passende Verwendung begegnete mir in einem Hotel. Alle möglichen Reisemittel, die Handelsreisende immer wieder gern vergessen wurden angeboten. Ladekabel, Powerbank, Rasierer, Nagelset, Tampons und so weiter. Ziemlich clever, aber ich spare mir die Produktpreise.

Das Prinzip Warenautomat weiterdenken

Ein Erfolgsfaktor für den Siegeszug des Onlinehandels ist die Abwesenheit von Öffnungszeiten. Doch 24/7 Shops, die liebenswerten Spätis, die sich zu immer größeren Märkten entwickeln, gibt es nicht überall. Sie lohnen sich auch nur in Ballungszentren.

Hier kann der Automat die Öffnungszeiten-Lücke zwischen Offline und Online schließen. Insbesondere in landwirtschaftlich geprägten Räumen, aber auch in den hippen Kiezen der Metropolen, findet man immer häufiger Abverkaufsmaschinen. Die Bandbreite geht dabei von Eiern, über Bio-Gemüse bis hin zu Grillgut. Manch einer baut gar eine Eierverschenkmaschine.

Für Aufsehen sorgte auch Pizzomatic, der Automat, der frische Pizza innerhalb von drei Minuten produziert. Für die ganz Hungrigen zwischen 23 Uhr Abend und 11 Uhr Morgen.

Lifestylemarken entdecken den Automaten

Quelle: sportaktiv

Quelle: sportaktiv

Letztes Jahr begann Adidas in Wien Testschuh-Automaten aufzustellen. Die Adidas Running Container ermöglichet es Läufern nach Eingabe von Alter, Geschlecht und Schuhgröße Laufschuhe 24 Stunden zu testen. Nebenan bietet der sogenannte Locker Room Tipps vom adidas Running-Experten. Branding und Nutzererfahrung sind prima, dennoch werden wegen der hohen Diebstahlrate mittlerweile mehr persönliche Daten abgefragt, was nicht jedem schmecken dürfte.
 
Ganz aktuell stellt Snapchat Verkaufsautomaten für ihre Spectacles auf. Die Geräte – vornehmlich in LA zu finden – sehen aus wie Minions und bieten eine virtuelle Anprobe. Anschließend kann der Kauf der Videobrille für 130 US-Dollar stattfinden. Orte der Automaten und einen Countdown, wann wieder Brillen verfügbar sind, gibt es in der App.
 

Automaten im Cross-Channel-Mix?

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