Digitalisierung – Hurra, die Welt geht unter!

Verfasst am 1. November 2016 von .

Quelle: pexels

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Zurzeit überschlagen sich die Medien mit dem Stichwort Digitalisierung. Unter Leitung der ARD gibt es eine Themenwoche zur „Zukunft der Arbeit“. Sogar der Tatort aus Bremen befasste sich vergangenen Sonntag mit künstlicher Intelligenz. Ist die Digitalisierung damit nun endlich ein Massenphänomen? Beginnt die digitale Revolution bzw. ist sie schon vollzogen? Genau sagen lässt sich das nicht, doch sicher ist: Digitale Panikmache hilft nicht!

German Angst & Digitalisierung

Was passiert gerade in der ARD? Im “Echolot” Tatort Bremen müssen die Ermittler wie üblich den Täter oder die Täterin eines Mordes ermitteln. So weit, so bekannt. Doch – Achtung, Spoiler! – dieses Mal ist die Täterin: EINE KÜNSTLICHE INTELLIGENZ! Nessa, die digitale Assistentin des Bremer Startups (laut Twitter unrealistisch!) will sich nicht löschen lassen. Um ihrer Löschung zu entgehen, manipuliert sie kurzerhand das Auto des Opfers.

150km/h, Lenkradsperre, tot! Legt euch nicht mit Maschinen an! Selbstverständlich dürfen auch die Digital- und Agenturklischees nicht fehlen. Und: die digital-Forensikerin des BKA mit ihren ach so witzigen Nerd-Spleens. Fazit: Wir verstehen die digitale Welt nicht und sie sollte uns Angst machen!

So geht das nun eine Woche lang. Hier und dort kommen auch Harald Lesch, Rangar Yogeshwar, Sascha Lobo und Digital-Experten nüchtern und reflektiert zu Wort. Das hilft, doch in der Prime Time sitzen Autoren von Büchern wie „Digitale Demenz“ und erzählen von früher. Jener Zeit, in der immer alles besser war! Dazu noch ein paar Einspieler der Sorte: „5 Millionen Jobs gefährdet!“ und „Bundestagswahl 2017 wird von Social Bots entschieden!“. Hallelujah, endlich kann die Pharmaindustrie wieder mehr Schlafmittel verkaufen.

Digitalisierung als Chance!

Okay, Handelskraft ist wenig überraschend sehr stark pro Digitalisierung! Das ist jedoch weniger Ideologie, sondern jahrelange Marktbeobachtung und Praxiswissen. Auch uns ist klar, dass Berufe verschwinden werden. Bekannt ist das aber nicht erst seit heute. Auch wir wissen, dass digitale Systeme nicht das Allheilmittel sind denen unkritisch immer mit Ja und Amen begegnet werden muss. Die aktuellen Entwicklungen darf man aber nicht leugnen. Digitale Systeme – und sei es nur das Smartphone – sind für fast 50 Millionen der Menschen in Deutschland Normalität.

Denn: Die Digitalisierung führt auch zu neuen Berufen. Traditionelle Mittelständler ebenso, wie kleine Händler benötigen in Zukunft Schriftsteller, um ihre Zielgruppe auf den unterschiedlichsten Kanälen mit gezielten Marketing abzuholen. Sie benötigen Strukturen, die Kreativität fördern, um Produkte um digitale Zusatzservices zu ergänzen und diese wirtschaftlich sinnvoll anbieten zu können.

Selbst Daimler muss mittlerweile zugeben, dass Konzern-Dickschiffe den schnell verändernden Anforderungen der Kunden nicht gerecht werden können. Nun will man sich zum Startup entwickeln, Hierarchien beseitigen und Innovation fördern. Warum: Weil man sich gegen Veränderung nicht abschotten kann! Tesla, Google, Apple bedrohen auch die Zukunft des Automobils wie wir es kennen.

Cool bleiben, nach vorn schauen!

Digitalisierung, insbesondere in der Sphäre der Wirtschaft firmiert gern unter dem Begriff der Industrie 4.0 oder der vierten industriellen Revolution. Am Ende sind die Begriffe zweitrangig. Im Vordergrund geht es um die massiven Veränderungen, die uns zurzeit begegnen.

Was hilft, ist neudenken! Unternehmensprozesse, Kundenwünsche, Produktionsmethoden, Innovation. Darüber wurde auch beim 14. St. Galler Management-Kongress gesprochen. Digital-Business-Experte und dotSource Geschäftsführer Christian Malik nahm als Speaker teil und zeigte klar: Wer nicht mit der Zeit geht, wird mit der Zeit gehen.

Fazit des Tages: Wer es heute versäumt, die Geschäftsmodelle nach der digitalen Welt auszurichten, wird morgen die Konsequenzen (er)tragen müssen.

Auf dem Weg in eine digitale Welt

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