Wie schnell entwickelt sich das Internet der Dinge? [5 Lesetipps]

Verfasst am 28. November 2016 von .
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Die weite Verbreitung vernetzter Alltagsgeräte hat die Vorzüge des Internet of Things ins Rampenlicht gerückt. Diese Technologie ermöglicht es Kunden und Unternehmen, mit der physischen Welt zu interagieren und die beträchtlichen Mengen an Daten, die generiert werden, um Kundenerlebnisse und Geschäftsprozesse zu verbessern, effizient und intelligent zu verwalten.

Bis 2020 soll es 34 Milliarden mit dem Internet verbundene Geräte geben, was wiederum eine stärkere Beziehung zwischen Mensch und Maschine erfordert. Obwohl IoT noch in den Kinderschuhen steckt, herrschen hohe Erwartungen an die Auswirkungen der Technologie – nicht nur auf das Zusammenspiel zwischen Mensch und Maschine, sondern auch auf unser tägliches Leben.

Status quo

In den Medien und auf Konferenzen wird der Diskussion um das wahre Potenzial des Internets der Dinge und seine Anwendungsfälle immer mehr Platz eingeräumt. Große Tech-Player investieren zunehmend Zeit und Geld in die Entwicklung von Mehrwertlösungen. So hat Samsung kürzlich Harman übernommen, ein Unternehmen, das auf die Herstellung von Technologien für vernetzte Fahrzeuge spezialisiert ist. Durch diese Partnerschaft sollen Fahrzeuge in Zukunft über die Nachtsicht-Funktion mit höher auflösenden Displays ausgestattet sein.

Amazon Prime Video Services, der Amazon Fire TV Stick und Amazon Echo Alexa tragen zum Smart-Home-Fieber bei. Was zuvor als Zukunftsmusik galt, ist nun zur Realität geworden. Einen Smart-TV zu besitzen ist inzwischen die Norm und Fitness-Tracker wie FitBit gehörten während der letzten Weihnachtssaison zu den beliebtesten Produkten. Die nächste Welle der smarten Anwendungen wird von intelligenten Kühlschränken angeführt. Was kommt als nächstes?

Verbraucher gewöhnen sich Schritt für Schritt an IoT-Technologien und integrieren die neuen vernetzten Geräte zunehmend in ihren Alltag. Doch wie steht es um die Unternehmen? Gilt das gleiche auch für sie?

Echtzeitauswertung von Daten

Laut einer Studie, die die Universität Potsdam gemeinsam mit SAS erhoben hat, setzen sich nur 43,5 Prozent der Unternehmen aktiv mit IoT auseinander. Allerdings wird diesem Thema in einigen Branchen weit mehr Beachtung geschenkt wird als in anderen. Vor allem Branchen mit operativem Ansatz, wie Logistik und Fertigung, gelten als Vorreiter, während der Handel sich dem Internet der Dinge noch vergleichsweise wenig widmet.

Studie: Wettbewerbsfaktor Analytics im Internet der Dinge - Potsdam University & SaS

Quelle: Studie: Wettbewerbsfaktor Analytics im Internet der Dinge – Potsdam University & SaS

Außerdem zeigt die Studie das Potenzial der Nutzung von IoT-Technologien auf. Einerseits können Unternehmen durch das Angebot besserer Services und Produkte ihren Umsatz steigern. Auf der anderen Seite kann die interne Effizienz durch die bessere und schnellere Verwaltung der durch vernetzte Geräte generierten Daten erhöht werden.

Quelle: Studie: Wettbewerbsfaktor Analytics im Internet der Dinge - Postdam University & SaS

Quelle: Studie: Wettbewerbsfaktor Analytics im Internet der Dinge – Potsdam University & SaS

Angesichts der schier unendlichen Datenmengen, die dieses Universum vernetzter Geräte generiert, besteht die größte Herausforderung darin, relevante Daten in Echtzeit auszuwerten. Hierzu schlägt die Studie vor, Daten mit anderen internen (ERP und CRM) und externen (Preisinformationen, Marktanalysen etc.) Datenquellen zu verbinden, um präzisere Prognosen zu treffen und attraktivere Produkte und Services zu bieten.

Wie wirkt sich IoT auf Digitalmarketing aus?

Die Möglichkeit, Echtzeit-Daten zu nutzen, um Produkte und Services zu personalisieren und effektiver zu verkaufen, macht IoT zu einem mächtigen Instrument für Marketer.

Preisanpassung in Echtzeit und Personalisierung von Anzeigen auf Basis des Kundenverhaltens könnten real sein. Da smarte Daten die Planung umfassend informierter und besserer Marketingstrategien ermöglichen, kann auch der ROI wesentlich verbessert werden.

Somit ist es notwendig, dass sich Marketer der Auswirkungen von IoT-Technologien bewusst sind und ihre Entwicklungen aktiv verfolgen, um ihre eigenen Aktivitäten entsprechend anpassen zu können. Erst kürzlich ließ Gartner verlauten, dass die Nutzung von Platform as a Service (PaaS) dank des zunehmenden Einsatzes von IoT-Technologien im Aufschwung sei.

Obwohl sich das Internet der Dinge noch immer in der Startphase befindet, gilt es schon jetzt als revolutionär. Es bleibt abzuwarten, wann und inwiefern sich diese Prognose bewahrheitet. IoT will dort für Ordnung und intelligente Lösungen sorgen, wo Datenchaos und Ineffizienz herrschen. Allerdings ist es wenig verwunderlich, dass sein wahres Potenzial und seine Anwendungen besonders in Bezug auf Datensicherheit noch Anlass für Zweifel und Bedenken geben.

Unsere 5 Lesetipps der Woche

Roundup Of Internet Of Things Forecasts And Market Estimates, 2016 [Forbes]

Was ist was im Internet der Dinge? [Computerwoche.de]

Why the internet of things demands a flexible platform [IoT Agenda – Techtarget]

IoT-Plattformen auf Basis von Open Source im Vergleich [Silicon.de]

Kommentar: The Internet of Shitty Things [Heise.de]

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