Alexa-Anwendungen etablieren sprachgesteuerte Applikationen als Interface der nächsten Generation [5 Lesetipps]

Verfasst am 16. Januar 2017 von .

Künstliche Intelligenz und Dialogsysteme sind 2017 das “next big thing”. Nicht nur, weil Gartner sie beide in die Liste der wichtigsten Tech-Trends des Jahres aufgenommen hat, sondern auch, weil Amazon große Schritte unternimmt, um Alexa in jeden Bereich des Kundenalltags zu integrieren.

Alexa in Kooperation mit Tech-Unternehmen

Amazon tut sich mit Technologieunternehmen wie Lenovo, LG, Ford oder GE zusammen, um Alexa überall unterzubringen und so zahlreiche neue Anwendungsfälle zu schaffen und den Weg für nahtlosere Interaktion zwischen Mensch und Maschine zu bereiten.

Amazon stellt sich eine bildschirmlose Welt vor, in der Kunden nur ihre Stimme brauchen, um Anweisungen zu geben oder Wünsche zu äußern, als würden sie mit einer anderen Person sprechen.

Und so kommen die ersten Kooperationen ans Licht. LG präsentierte kürzlich einen smarten Kühlschrank, der – abgesehen davon, dass er mit einem großen Touchscreen aufwartet, zahlreiche Funktionen bietet – Amazons sprachgesteuerten Assistenten eingebaut hat, sodass die Kunden Alexas Services nutzen und somit etwa (über Amazon Pantry) Essen bestellen oder zum Kochen einfach Musik laufen lassen können.

Ein weiterer Sektor, der in dieser Hinsicht viel Potenzial bietet, ist fraglos die Automobilbranche. Im Hinblick auf die nächste Generation vernetzter und autonomer Fahrzeuge wollen Fahrzeughersteller sprachgesteuerte Interfaces in ihre Modelle integrieren, um Mobilität aufs nächste Level zu bringen.

So der Fall bei Ford: Das Unternehmen verkündete kürzlich die Zusammenarbeit mit Amazon, um Alexas Funktionalitäten in das Infotainmentsystem SYNC 3 zu integrieren. Damit können die Nutzer während der Fahrt oder von Zuhause aus zahlreiche Tätigkeiten verrichten, ohne abgelenkt zu werden: vom Schließen des Garagentors über das Abrufen nützlicher Anfahrtsbeschreibungen oder der aktuellen Wettervorhersage bis hin zum Onlineshopping.

Die Verbreitung von Alexa und anderen sprachgesteuerten Assistenten und der Zuwachs an neuen Use-Cases, die sich hieraus ergeben, wird sich auf die Art, wie Menschen mit Maschinen interagieren, auswirken. Wir stehen dabei vor einem Paradigmenwechsel, bei dem sprachgesteuerte Interfaces die nächste Generation der Interfaces darstellen, Conversational Commerce tonangebend sein wird und das Internet der Dinge eine entscheidende Rolle dabei spielt, den reibungslosen Betrieb der gesamten vernetzten Landschaft zu gewährleisten.

Welche Herausforderungen stehen der Verbreitung im Weg?

Die Verbraucher nehmen sprachgesteuerte Anwendungen in ihren zunehmend smarten Haushalten langsam an. 2016 interagierten 17 Millionen Deusche mit Google Now, während nur 0,8 Millionen Alexa nutzten.

Doch wie werden sprachgesteurte Assistenten hierzulande hauptsächlich eingesetzt? 2016 tätigten 56 Prozent der deutschen User freihändige Anrufe, 51 Prozent nutzten GPS-Software und 50 Prozent suchten Informationen. Shopping und mobiles Bezahlen spielen jedoch, wie die Grafik unten zeigt, bislang eher eine Nebenrolle.

Quelle: Statista

Quelle: Statista

Das bedeutet, dass dieses neue Konzept der Interfaces bislang noch in den Kinderschuhen steckt und von den Verbrauchern als selten oder vage wahrgenommen wird, da diese es gewohnt sind, mit Bildschirm-Interfaces (größeren oder kleineren) zu interagieren und visuell kontrollieren zu können, was passiert.

Die Herausforderung besteht darin, ihnen die Vorteile des Paradigmenwechsels vor Augen zu führen: nahtlose, einfache, individualisierte Echtzeit-Erlebnisse im Austausch gegen persönliche Daten. Um dies allerdings auch zu erreichen, muss eine zweite Herausforderung gemeistert werden, die darin besteht, das Sammeln relevanter Daten zu verbessern.

Und genau hier können Predictive Analytics und smarte CRM-Systeme eine entscheidende Rolle spielen. SAP Hybris und SugarCRM setzten gerade wertvolle Use-Cases in die Tat um, die Unternehmen inspirieren und Kunden davon überzeugen, diese Art der Interaktion mit Maschinen anzunehmen.

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