Spitzt die Ohren – Jetzt kommt Audio-Content-Marketing! [5 Lesetipps]

Verfasst am 30. Januar 2017 von .

Quelle: pexels.com

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Die Verbreitung digitaler Hausassistenten wie Amazon Echo und Google Home in Verbindung mit anderen Anwendungen des Internet of Things, wie smarten Autos und Chatbots, macht die Stimme zum Interface der nächsten Generation. Gartner prognostiziert, dass 30 Prozent der Browser-Sitzungen bis 2020 bildschirmlos sein werden. Für Audio-Content-Marketing ergeben sich dadurch völlig neue Dimensionen.

Sprachbasierte Interaktion

Es ist eine Tatsache: Der Konsum von Audio-Content im Internet ist in den letzten Jahren unablässig gestiegen. Eine Erhebung von ARD und ZDF ergab, dass der Anteil der Nutzer digitaler Audio-Angebote von 2006 bis 2016 um 20 Prozent gestiegen ist. Inzwischen konsumieren 64 Prozent der Deutschen Audio-Content im Internet.

Und was hören sie sich an? Live-Radio im Internet (29 %), Musik-Streaming-Dienste wie Spotify (19 %), andere Audio-Dateien (17 %), zeitversetzte Audios von Radio-Programmen (16 %), Musik-Portale (15 %), Podcasts (13 %) und Hörbücher (12 %).

Da auf künstlicher Intelligenz basierende Geräte Verbreitung finden und Verbraucher ihre täglichen Aktivitäten immer mehr automatisieren, nehmen Audio-Inhalte vermutlich eine zunehmend bedeutende Rolle ein. Gleichzeitig widmen sich Brands und Unternehmen mehr und mehr der Erstellung gebrandeter Audio-Inhalte, um sich diesem sprachzentrierten Szenario anzupassen und den neuen Kundenanforderungen gerecht zu werden.

Quelle: eMarketer

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Einer Studie von AdAge zufolge, bei der Marketing- und Medien-Professionals zur Bedeutung digitaler Audio-Werbung befragt wurden, gaben 67,5 Prozent der Befragten in den USA an, dass Musik-Streaming-Dienste beim Programmatic Buying für sie die größte Rolle spielen würden, gefolgt von Podcasts (41 %) und speziellen Musiksendern (37,4 %).

Beim Entwerfen entsprechender Strategien sollten Marketer jedoch die Eigenheit dieser weniger konventionellen Audio-Formate einkalkulieren. Um wirklich effektiv zu sein, müssen solche Strategien besonders zielgerichtet eingesetzt werden.

Spotify ist ganz klar führend in der Umsetzung dieser gezielten Kampagnen. Sven Bieber, Director Audio Sales bei Spotify in Berlin, meinte kürzlich in diesem Zusammenhang: “Gerade bei jungen und mobilen Zielgruppen gewinnen Online-Audio-Angebote immer mehr an Bedeutung“. Zulasten traditioneller UKW-Sender zeigen Unternehmen und Marken mehr und mehr Interesse an Streaming-Diensten wie Spotify.

So bietet Hornbach bereits auf dem eigenen Spotify-Profil mehrere Playlists an, um eine Community um die eigene Marke herum aufzubauen.

Podcasts: Die neuen Blogs

Im Zuge des Aufschwungs von Audio-Content gewinnen auch Podcasts dank ihres freihändigen Formats an Bedeutung. So sollen sie Blogs als den wichtigsten Kanal, über den Brands und Unternehmen ihre Ideen, ihr Know-how und anderen Content teilen, ablösen. Immerhin bieten Podcasts den Vorteil, dass sie während der Fahrt, im Fitnessstudio oder Zuhause beim Kochen konsumiert werden können.

Außerdem werden sie als mächtiges Werkzeug gesehen, um den Verbrauchern ansprechende Inhalte direkt ins Ohr zu liefern und somit Traffic zu generieren und mit den Hörern engere Beziehungen aufzubauen, die eher geneigt sind, dranzubleiben, wenn der Content in Serie veröffentlicht wird. Auf dem Markt sind bereits entsprechende Kopfhörer zur Übersetzung erhältlich.

Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass wir uns einer bildschirmlosen Welt nähern, in der Audio-Content King ist und Podcasts für das Marketing die optimale Alternative zum Video darstellen.

Handelskraft 2017

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Unsere 5 Lesetipps der Woche

Why 2017 is a Great Year to Start a Podcast [Business 2 Community]

How Content Marketing Could Change In A Wearable Technology Era [Forbes]

The call for audio content marketing gets louder [MarketingDIVE]

Top 26 entrepreneur podcasts to listen to in 2017 [CIO.com]

Dank Data: Digitale Audio-Werbung im Aufschwung [Internet World]

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