Digitale Werbung wird auch mobil [5 Lesetipps]

Verfasst am 27. März 2017 von .

Quelle: pexels.com

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Der deutsche Digital-Werbemarkt wächst weiterhin konstant. Sollten sich die Prognosen für dieses Jahr bewahrheiten, könnte er sogar historische Werte erreichen. Laut dem amerikanischen Marktforschungsunternehmen eMarketer werden die Ausgaben für Mobile-Werbung bis Ende des Jahres zum ersten Mal den größten Anteil an Investitionen in digitale Werbung ausmachen.
 
Diese Information ist allerdings wenig überraschend. Die Frage, die sich hier stellt, ist nicht ob, sondern wie Werbetreibende ihre Anzeigen optimieren und für ihre Zielgruppe relevant gestalten können, denn daran scheitern sie derzeit noch häufig.

Mobile ist der zentrale Wachstumstreiber

Da der Smartphone-Besitz bei den deutschen Teenagern (93,1 %), 20- bis 29-Jährigen (93,9 %) und 30- bis 39-Jährigen (87,3 %) nahezu vollständig etabliert ist, war es nur eine Frage der Zeit, bis Werbetreibende auch digitale Medien einsetzen würden, um dort präsent zu sein, wo sich ihre potenziellen Kunden aufhalten.

In diesem Zusammenhang prognostiziert eMarketer, dass in diesem Jahr bis zu 3,16 Milliarden Euro in mobile Werbung investiert werden – immerhin 57 Prozent der gesamten Ausgaben für Digitalwerbung. Die Gesamtausgaben für Medienwerbung (digitale und klassische) sollen im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Prozent steigen. Digitalwerbung soll davon fast ein Drittel (30 Prozent) ausmachen, nämlich 5,53 Milliarden Euro, und wird so das größte Werbesegment sein, gefolgt von TV-Werbung (25,3 Prozent), die dadurch erstmalig die Zeitungswerbung (24 Prozent) überholen könnte.

Diese Prognosen zeigen daher, dass sich die deutsche Werbeindustrie der digitalen Revolution, die sich in allen Bereichen des Lebens vollzieht, bewusst ist. Dennoch sollte nicht unerwähnt bleiben, dass TV für viele Branchen – wie Automarken oder Supermärkte – noch immer die bevorzugte Werbeplattform ist.

Programmatische Werbung – Das beste Mittel gegen mobile Adblocker?

Da die Verbreitung mobiler Endgeräte zunimmt und Werbetreibende ihren Tätigkeitsbereich erweitern, steigt auch die Nutzung von Adblock-Software. Mobile Adblocker befinden sich auf dem Vormarsch (380 Millionen aktive Geräte) und haben inzwischen die Desktop-Adblocker (263 Millionen aktive Geräte) überholt, wie der aktuelle Adblock Report von PageFair zeigt.

Die bei den Verbrauchern beliebtesten Werbeformate sind also diejenigen, die nicht zu Unterbrechungen führen, wie etwa statische Banner oder überspringbare Videowerbung (Pre-Roll-Anzeigen). Dementsprechend ist es klar, dass Digitalwerbestrategien darauf abzielen sollten, personalisierten Content zu bieten, der den speziellen Anforderungen der Zielgruppen gerecht wird.

Um das zu erreichen, ist es essenziell, durch die Analyse relevanter Nutzerdaten die eigene Zielgruppe genau zu kennen und zu verstehen. Kein Wunder also, dass technische Lösungen, die Daten sammeln und analysieren, in diesem Jahr zu den obersten Prioritäten für IT-Budgets gehören und Programmatic Advertising im Universum der Digitalwerbung zum Trend wird.

Programmatische Werbung bezieht sich auf die Nutzung automatisierter Systeme und Daten, um mediale Kaufentscheidungen ohne menschliche Einflussnahme (und Verhandlungen) auszulösen. Werbetreibende können so die passendsten Anzeigen in Echtzeit bei ihren Zielgruppen platzieren und damit die Zeit verringern, die für diese Kauf- und Verkaufsprozesse anfällt.

Um allerdings den Erfolg dieser Strategie zu gewährleisten, müssen die gesammelten Daten so gut und relevant sein, dass sie Kunden auch zur gewünschten Kaufentscheidung führen. Der Schlüssel liegt also in den Daten – in der digitalen Ära sind wertvolle Daten Trumpf!

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