WhatsApp für Unternehmen in der Testphase – Blick auf das Internet der Dinge [5 Lesetipps]

Verfasst am 20. März 2017 von .

Quelle: pexels.com

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Es ist kein Geheimnis, dass WhatsApp, seit es vor drei Jahren für 19 Milliarden US-Dollar von Facebook übernommen wurde, verschiedene Möglichkeiten auslotet, um von seiner riesigen Kundenbasis (1,2 Milliarden aktive Nutzer) zu profitieren. Allerdings wurden bis letzte Woche keinerlei neue Geschäftsentwicklungen verkündet, als uns zu Ohren kam, dass sich derzeit eine WhatsApp-Version für Unternehmen in der Testphase befindet.
 
Wird die mobile Messenger-App mit diesem Schritt eine Möglichkeit der Monetarisierung finden? Hat WhatsApp noch etwas anderes im Sinn, zum Beispiel das volle Potenzial der Fortschritte im KI-Bereich auszuschöpfen oder, was noch entscheidender ist, den Sprung ins Ökosystem des Internet of Things zu schaffen?

Wie Reuters berichtet hat WhatsApp begonnen, ein System zu testen, mit dem Unternehmen direkt mit den Verbrauchern kommunizieren können. Das Geschäftsmodell basiert also darauf, Unternehmen Zugang zu Nutzeraccounts zu geben und in Rechnung zu stellen. So könnten Werbetreibende theoretisch speziellen Nutzern, die dank der Expertise von Facebook durch Nutzerprofile gut segmentiert sind, direkt Nachrichten senden.

Trotzdem wird WhatsApp damit offenbar nicht massivem Spam Tür und Tor öffnen, sondern Business-Bots (genauso, wie auch Facebook sie in den Messenger integriert hat), um den Nutzern einerseits Mehrwert zu bieten und andererseits sein Bot-Konzept auf Regionen wie beispielsweise Indien auszuweiten, in denen WhatsApp bedeutend beliebter ist als der Facebook Messenger.

In der Tat berichtete auch Mashable kürzlich, dass “WhatsApp an einem Business-Feature für Kleinunternehmen arbeiten könnte, das bald in Indien in die Pilotphase gehen wird”, womit sich bestätigt, dass WhatsApp sich klar in Richtung Monetarisierung bewegt. “WhatsApp for Business”, eine Art neue Version der App, könnte sich an kleine Unternehmen richten, die ihre Kundeninteraktionen verbessern wollen.

Das Internet der Dinge im Zentrum

Wie Reuters berichtet, wird die Testphase, die sich derzeit im Anfangsstadium befindet, von einer Gruppe Startups durchgeführt, die zum Gründerzentrum Y Combinator gehören, das Startups mit großen Potenzial Startfinanzierungen bietet.

Ein Unternehmen, das sich an der Testphase beteiligt, ist Cowlar, das vernetzte Halsbänder für Nutztiere entwickelt und ein System testen könnte, das Landwirte mittels Push-Nachrichten per WhatsApp über ungewöhnliches Verhalten informiert.

So könnte sich WhatsApp bereit machen, den Internet-of-Things-Markt zu erschließen, der in den kommenden Jahren zunehmend Potenzial birgt. Zahlreiche vernetzte Geräte, die das Verhalten von Nutztieren, Gesundheitsindikatoren oder den Energieverbrauch überwachen und tracken, können sehr leicht mit den Endverbrauchern verbunden werden und so schnelle, direkte, aber auch unaufdringliche Interaktionen aufbauen.

WhatsApp könnte sich von seinem Status als mobile Messenger-App für die Interaktion und Kommunikation zwischen Privatanwendern zu einer Hybridform entwickeln, über die neue Services angeboten werden, um die Customer-Experience zu verbessern und die digitalen Produkte, in die der Benachrichtigungsdienst integriert ist, effizienter zu machen.

Mit diesem neuen Einstiegspunkt können definitiv auch neue Geschäftsmodelle entstehen. Unternehmen können neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen, um mit ihrem Kundenstamm engere Verbindungen zu schmieden und den Kampf um Omnichannel-Erlebnisse zu gewinnen.

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