Digitale Transformation: Neue Rollen und agile Methoden sind gefragt!

Verfasst am 27. April 2017 von .
Quelle: pexels.com

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Die umfassende digitale Transformation verlangt auch nach einem Umdenken in der Personalpolitik und Personalführung. Wichtig ist in erster Linie, Mitarbeiter rechtzeitig ins Boot zu holen und für Verständnis für die Zusammenhänge zu sorgen. Schließlich werden nicht nur Prozesse und Zuständigkeitsbereiche infrage gestellt.

Auch Abteilungen, die bisher wenig miteinander zu tun hatten, müssen sich vernetzen. Der Grund dafür ist die Kundenzentrierung: die Customer-Journey sollte im Idealfall von einer Person überblickt werden können. Aufgaben dürfen nicht länger nach Abteilungen bzw. den internen Funktionen verteilt werden, sondern nach dem inhaltlichen Sinn.

Ein anderer Grund dafür, warum man alle Mitarbeiter auf den Weg der digitalen Transformation mitnehmen sollte, ist die sich wandelnde Arbeitswelt. Für erfolgreiche Wandelprozesse wird eine Mentalitätsänderung benötigt, was zukünftig die Schaffung neuer Rollen mit hoher Digitalkompetenz und die Umsetzung agiler Methoden mit sich bringt.

Neue Positionen werden benötigt

Quelle: dotSource

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Nicht nur Kunden erwarten mehr Transparenz und Mitsprache, auch Mitarbeiter sind es zunehmend gewohnt, Einblick zu erhalten. Der nächste Job ist via Xing und LinkedIn nicht weit, auf Arbeitgeber-Bewertungsportalen wie Kununu legen Angestellte die Schwächen von Unternehmen anonymisiert offen.

Top-Mitarbeiter, die ihre Ideen nicht umgesetzt sehen, suchen sich neue Aufgaben oder realisieren ihre eigenen Projekte. Crowdfunding-Plattformen wie Kickstarter helfen dabei, Ideen außerhalb von Unternehmensstrukturen zu realisieren. Dementsprechend ändern sich die Machtverhältnisse. Die Lösung liegt darin, Mitarbeiter stärker zu involvieren und durch gemeinsame Ziele, die als Richtschnur dienen, autonomer entscheiden zu lassen. Eigenmotivation wird für den modernen Angestellten zunehmend wichtiger, die verstärkte Messbarkeit der Handlungen sorgt im Idealfall dafür, dass Fortschritte sichtbar werden und fortwährend motivieren.

Die Transformation verlangt allerdings auch sowohl eine Neudefinition bestehender Positionen als auch die Schaffung neuer Stellen, um auf die Herausforderungen der technologischen Automatisierung und Digitalisierung am Arbeitsplatz zu reagieren.

Digitalkompetenzen

Für die neuen Positionen werden Digitalexperten gesucht. Um diese Beschäftigungsmöglichkeiten wahrnehmen zu können, benötigt es folglich die richtigen Kompetenzen. Laut einer Erhebung der Technischen Universität München in Zusammenarbeit mit SAP und der Forschungsplattform IDT sind die wichtigsten Kompetenzbereiche für diese Positionen unter anderem: digitale Sicherheit, Business-Change-Management, Business-Netzwerke, Big-Data-Analytics, Internet of Things, Produktservice-Angebote und mobile Technologien.

Neue Methoden werden benötigt

Dieses Gesamtpaket weitreichender Veränderungen erfordert auch agile Workflows, die sowohl für mehr Effizienz und höhere Qualitätsstandards sämtlicher Prozesse sorgen als auch zur Verbesserung der Resultate aller Projekte, in die ein Unternehmen involviert ist, beitragen können.

Agil bedeutet immer auch Innovation. Diese neue Mentalität in Bezug auf die Definition von Workflows folgt aus der Notwendigkeit, Arbeitsaufwände zu senken und Zielstellungen an tatsächliche Anforderungen anzupassen, der Wasserfall-Modelle in der Regel nicht gerecht werden können.

Agile Methoden lassen sich unter bestimmten Bedingungen effektiver und leichter umsetzen. So etwa, wenn das zu lösende Problem sehr komplex, das Endprodukt veränderlich, die Arbeit flexibel und modular oder eine enge Zusammenarbeit mit dem Endnutzer möglich ist. Um das Potenzial, das agile Methoden bieten, wirklich auszuschöpfen, gibt es abhängig von den jeweiligen Umständen eines Projekts und den Eigenheiten der beteiligten Abteilungen verschiedene Wege, sie im Unternehmen umzusetzen. Die bekanntesten sind: Scrum, Kanban und Lean Development. Jede agile Methode wird durch den Grad der Flexibilität dieser drei Elemente bestimmt: Zeit, Umfang (oder Qualität) und Ressourcen.

Scrum-Methoden eignen sich ganz besonders dafür, komplexe Probleme durch kreative und flexible Ansätze zu lösen. So ist die Produktentwicklung ein Bereich, in dem Scrum leichter eingesetzt werden kann. Lean Development hingegen zielt auf die kontinuierliche Beseitigung von überflüssigen Strukturen, Prozessen und Werkzeugen ab, während sich Kanban-Ansätze auf allmähliche Verbesserung konzentrieren, ohne dabei das gesamte System oder den noch ausstehenden Arbeitsaufwand von Grund auf umstrukturieren zu müssen.

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Das Team statt Einzelpersonen

Es gibt einige Merkmale, die diese drei gemein haben:

  • Crossfunktionale und kleine Teams
  • Prioritäten anstelle von Aufgaben
  • Arbeiten in kurzen Zyklen oder »Sprints«

E-Collaboration-Tools

Beim Thema Teamwork spielen E-Collaboration-Tools eine wichtige Rolle, ganz besonders in Umgebungen, in denen die Digitalisierung schon Einzug gehalten hat. So machen E-Collaboration-Tools nicht nur die Arbeit im Team einfacher und zeiteffizienter, sondern ermöglichen die Zusammenarbeit auch zu jeder Zeit an jedem Ort.

Egal, ob die Kollegen nebenan, an einem anderen Standort oder zu Hause sitzen. Und egal, wo die Kunden sich befinden, denn diese Tools ermöglichen es allen Parteien, Feedback in Echtzeit zu bekommen und über jede Phase des Entwicklungsprozesses informiert zu sein. E-Collaboration- Tools gibt es inzwischen in sämtlichen Formen, so zum Beispiel als mobilefähige Variante.

Ein namhafter Anbieter von E-Collaboration-Software ist beispielsweise Atlassian, mit dessen Lösungen Teams ihr volles Potenzial ausschöpfen können. Slack gewinnt auch an Bedeutung.

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